„Wir haben einen neuen Chef…“

Der eine oder andere mag es vielleicht mitgekriegt haben, dass ich bis Juli diesen Jahres bei der ibis acam AG in Oldenburg beschäftigt war. Auf Grund der Tatsache, dass ich ab dann die Möglichkeit hatte, mich anderweitig zu betätigen und da die Arbeit dort mir allgemein nicht mehr viel Spaß gemacht hat (weil durch die Gegend fahren und Krams ausladen langweilig ist) habe ich dann beschlossen dort zu kündigen. Soweit so gut.
Nun mag der eine oder andere vielleicht auch mitgekriegt haben, dass ich seit nun über zwei Monaten auf mein noch ausstehendes Gehalt von mehreren Monaten warte (wobei ich mitlerweile immerhin mal meine Fahrtkosten überwiesen bekommen habe). Ich habe nun schon mehrere Faxe geschickt, Fristen gesetzt, Briefe/Mails/SMS geschrieben, nur half das alles leider nix. Wenn man nicht will, dann schaltet man eben auf stur. Problematisch ist für mich halt, dass es sich wegen der mehr oder weniger geringen Summe nicht lohnt einen Anwalt einzuschalten, da der vermutlich teurer wäre, als das noch ausstehende Geld. Mein ehemaliger Chef war leider über längere Zeit auf seinem Handy (warum auch immer…) nicht zu erreichen, sodass ich völlig ahnungslos war und nicht wusste, was nun Sache ist.

Nunja, heute hab ich dann – ohne Hoffnung auf Erfolg – einfach mal wieder versucht ihn anzurufen: Und siehe da – er ging ans Telefon. Nun erfuhr ich, was ich bereits vermutet habe:

Die ibis acam AG Andernach hat am 18.09.2006 beim zuständigen Amtsgericht Mayen Insolvenz beantragt.

Nun bin ich mal sehr gespannt, wie das weitergeht, mein Chef meinte, er sei zur Zeit dabei, die Arbeitszeugnisse zu schreiben, ich hoffe sehr, dass meins auch dabei ist und ich das bald bekomme. Wäre schade, darauf als Referenz verzichten zu müssen… Wegen meinem noch ausstehenden Geld will er mir was zuschicken, womit ich beim AG Mayen Insolvenzausfallgeld beantragen kann. Vielleicht krieg ich dann ja noch mein Geld ;)

In diesem Sinne:

„Wir haben einen neuen Chef.“ – „Wie heisst er denn?“ – „Herr Insolvenzverwalter.“

admin @ work

Sooo da bin ich endlich wieder zu Hause, nach einem anstrengenden Tag der nur aus Arbeit bestand. Heute morgen bin ich um 06:15 aufgestanden (== mitten in der Nacht), damit ich noch frühstücken konnte, und wurde dann gegen 10 nach 7 von einem Kollegen aus Oldenburg abgeholt. Dann ging die Tour los, die uns zuerst nach Gifhorn führte, dort musste Telefon und DSL angeschlossen werden und die Dozentin darauf hingewiesen werden, dass die ca. 0,75qmm Zuleitung von mindestens 15 Metern Länge und mit zahlreichen Steckern und Kupplungen unterwegs, welche mit Nagelschellen kunstvoll an der Wand befestigt war, doch eine erhebliche Brandgefahr darstellte, zumal die blanken Leiter aus dem Stecker guckten, welcher sich in einer Steckdose auf dem Flur befand, da in dem Raum, in welchem die Rechner stehen sollten, akuter Elektronenmangel bestand. Ausserdem hing nicht eine ganz unerhebliche Last auf der Leitung, da zwei Rechner, Beleuchtung, Drucker, Kopierer und diverses Netzwerkequipment mit Strom versorgt werden wollten.
Als die Telekomiker ;) dann nach längerem Suchen eine Verbindung zwischen der zentralen Hausverteilung und dem Büroraum hergestellt hatten, wobei sie in einem Kasten der Alarmanlage einen noch geschalteten ISDN Anschluss in einem schon seit Jahren leerstehenden Gebäudeteil entdeckten, was sehr lustig war, weil der Zustand der Alarmanlage – ob diese noch funktionierte oder nicht – keinem bekannt war und somit der Kontrollkontakt vom Telekomtechniker mittels eines Streifens Isolierbands ausser Kraft gesetzt wurde, konnte ich endlich alle Geräte abschliessend konfigurieren und den Standort wieder verlassen.
Danach gings nach Braunschweig, wo irgendwie nich viel loswar, ausser dass auch da Elektronenmangel herrschte. Anschliessend gings dann nach Wolfenbüttel.
Dort gab es in einem merkwürdigen Umfeld, nämlich in einem Büro, welches sowohl von einer Designfirma, als auch von meinem Arbeitgeber genutzt wird, nicht nur zwei nicht gerade sehr kleine Hunde sondern auch einen Teppich, der aussah, als würde er aus groben Papierfetzen bestehen. Dort sollten wir den Internetzugang der Designfirma mitbenutzen, was allerdings mangels vernünftiger Information im Vorfeld nicht vorbereitet werden konnte und somit nicht stattfand.
Als letzten Standort fuhren wir dann Salzgitter an. Dort war es sehr lustig. Bevor wir dort hinkamen brachte uns das Navi mitten in den Wald, denn offenbar war dort eine sehr alte Strasse, doch der Standort war in der „Alten Strasse“, so war das nich ganz so angebracht. Ausserdem fragte sich mein Kollege schon, wie denn Teilnehmer dort in den Wald kommen sollten.
Als wir dann am Ziel angekommen waren, kamen wir durch ein Erdloch zum Eingang, wo man dann einige Treppen aus Riffelblech hochsteigen musste um in möbeliertes Zimmer unter dem Dach zu kommen, welches sehr warm war.
Lustig fand ich dann den Versuch unserer Dozentin an DSL zu kommen. Sie hatte einen Splitter und ein Modem in der TAE stecken und kommentierte das mit „funktioniert nicht“. Der Vermieter hatte sowieso von nix nen Plan, aber wusste immerhin wo die TK Anlage war. Als ich mir das ganze dann angeschaut hatte wurde mir auch klar, warum das ganze unten garnicht funktionieren konnte: Wenn eine Telefonanlage zwischen DSL Splitter und Hauptanschluss hängt, wird dass alles n bischen schwierig ;)
Als man gegenüber dem Vermieter dann DSL erwähnte, fand er das ziemlich lustig, denn Salzgitter gehört zum sogenannten „OPAL Ghetto„. Hier hat die Telekom im Zuge eines Anfalls von Modernisierungswahns vor längerem mal einige Mengen an Glasfaserkabeln in der Erde vergraben, die DSL, was ja die ungenutzten Frequenzbereiche der Kupferkabel ausnutzt, nicht eröglichen. Dort wartet man nun schon …. etwas länger auf DSL. Genaugenommen SEHR lange.
Nachdem wir dann den dortigen Standort verlassen hatten, fuhren wir über Hannover, wo wir noch einiges an Material ausluden und dann gings ab nach Hause.
Auf dem Rückweg hab ich mich dann mal hinters Steuer geklemmt, ich muss sagen, son VW Crafter is n ziemlich geniales Fahrzeug. Passt viel rein, zieht ordentlich und beschleunigt sogar sehr gut.
Naja, dann war ich endlich wieder zu Hause, froh wieder hierzusein und einen erlebnisreichen Tag im Süden Niedersachsens verbracht zu haben.
Ach übrigens: Etwas was ich schon den ganzen Tag sagen wollte: „Peine, Perle Niedersachsens.“ ;) Da sind wir nämlich vorbeigekommen.

*gähn*

Nu sitz ich hier in Oldenburg und bin am arbeiten. Im Moment installiere ich gerade VMWare auf meinem Notebook um an meiner XP Unattended CD weiterzumachen :) Ansonsten bin ich ziemlich müde und hab Hunger – gut das bald Mittach is. Dann gehts denke ich zu Subway, zu Fuss sogar ;) Weil das is nich so wirklich weit weg von hier, dann geht das sogar. Alternativ könnte ich auch zu Joey’s gehen und Pizza mampfen.. Immer diese Entscheidungen…. War eben damit beschäftigt, ein CLIP fähiges Telefon im Gerümpelhaufen in Ebene 2 zu suchen, das war vielleicht ein Spass. Meterhohe Türme von wagemutig aufeinander balancierten Kisten, die jeden Moment einzustürzen drohen, alle gefüllt mit dem unterschiedlichsten Zeug, natürlich nicht sortiert und nicht beschriftet. Hab dann aber doch noch eins gefunden, nun ist die betreffende Kollegin glücklich und kann sehen, wer anruft.
Hier klingelt auch andauernd das Telefon.. Zum Glück nur einmal, nachdem ich das entsprechend eingestellt habe, nervt sonst fürchterlich ;) Naja, nun will ich auch mal weitermachen.

Indiana Flownes and the Fate of… naja was eigentlich?

Da fahr ich am Donnerstag gemütlich die A29 nach Varel hoch, begegnet mir auf der Autobahn der nebenstehende schwedische LKW. Ich weiss ja nicht ob der Firmenname absichtlich gewählt wurde, ob es in Schweden irgendwas ganz anderes bedeutet oder ob das nur ein Zufall ist – aber witzig fand ich trotzdem schon. Alleine die Vorstellung, der LKW ist voll mit schwarz angezogenen, bösen, bleichen Leuten mit Kerzen in der Hand.
Als ich dann in Varel fertig war, bin ich nach Oldenburg gefahren und hab in unserem… hm naja… ich nenne es mal „Lagerraum“ nach einigen Sachen wie Mäusen, 3-fach Steckdosen und Verlängerungskabeln gesucht. Unter Unmengen uralter Akten, verstaubter Kartons, Müll, vertrockneten Pflanzen, Papier, leeren Kaffeekannen, Plastiktüten, Computern, Bilderrahmen, Verpackungsmaterialien und anderem Zeug bin ich dann auch zum Teil fündig geworden, allerdings liess mich dieses Szenario unweigerlich an die Eingangsszenerie von Indiana Jones 4 denken, in der Indy auf dem obersten Dachboden des Barnett College (Caswell Hall – könnte auch die GFS sein ;) ) in uraltem Zeug nach einer antiken Statue sucht. Die Tatsache, das er diese später im Heizungsraum wiederfindet, lassen wir in diesem Zusammenhang aber mal ausser Acht, ganz so schlimm ist es da doch nicht.

Kapputte LKWs und nicht anwesende LKWs


Am Freitag war ich in Osna und sollte den Abtransport von Sachen koordinieren (Koordinieren ist ne tolle Sache :) ), nur leider kam der Transportmann zwei Stunden zu spät und so hatte ich zeit herumzustehen, zur Bank zu gehen, Geld zu holen und neue Parkscheine zu kaufen. Dank der lieben Stadt Osnabrück kostete eine Stunde auch lediglich 2€!! Total günstig! Von Zeit zu Zeit fuhren auch sehr spannende Autos durch die Straße, z.B. dieser Tieflader mit einem Bagger drauf, der dann von dem Laster runterfuhr und da was gemacht hatte, weil die Straße, in der ich stand, war einseitig gesperrt und der Bagger hat die tiefen Löcher noch tiefer gemacht.
Während ich wartete, hab ich dann einen netten LKW Fahrer getroffen, der auf dieser Straße eine Panne hatte, ihm war nämlich der Hydraulikschlauch von seiner Heckklappe geplatzt und deshalb musste er auf den LKW Reparierdienst warten.
Irgendwann kam dann auch Frank, der LKW Fahrer, der mit mir und einem anderen die Sachen in seinen Transportwaren geladen hat. So konnte ich dann nach einigen Stunden wieder nach Hause fahren ;)