Fantasy Filmfest 2012 – Tag 8

Mit ein paar Tagen Verspätung melde ich mich nun auch wieder zum diesjährigen Fantasy Filmfest zu Wort. In den ersten Tagen bin ich nicht dazu gekommen, ich reiche es also nun nach. Wie bisher gibt es wieder eine Kurzzusammenfassung und meine Meinung zu den von mir gesehenen Filmen.

Den Anfang vom Ende des letzten Tages bildete Thale. Der Film spielt in Norwegen und handelt von zwei Männern, die in einem Tatortreinigungsunternehmen arbeiten. Bei einem Einsatz entdecken sie unterhalb einer Hütte einen Keller in dem eine Art Labor eingerichtet ist. Dort stoßen sie auf ein Mädchen in einer Badewanne. Und irgendetwas lebt in dem Wald in der Umgebung.
Eine Art norwegisches Create Feature. Die beiden Hauptcharaktere waren sympathisch und die Story interessant genug, damit man mehr erfahren möchte. Der Anspruch war nicht besonders hoch aber alles in allem ein Film den man sich gut anschauen kann. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass die Hintergründe ein bisschen besser aufgeklärt werden, denn einiges bleibt am Ende im Dunkeln. Wertung: 6/10

Anschließend begann der australische Teil des Tages mit Wrath. Ein unbekannter Scharfschütze schießt auf ahnungslose Leute auf einer Landstraße, diese flüchten mit einer jungen Frau auf einen Hof in der Nähe. Von dort aus versuchen sie dann zu fliehen.
Ein ziemlich dröger, langatmiger und langweiliger Film. Vor allem wird nicht klar, was das alles sollte. Oder mir ist die Auflösung entgangen. Ich hab mich hinterher noch darüber unterhalten und man konnte mir auch keine schlüssige Erklärung liefern. Nach den bisherigen Erfahrung mit australischen Genre-Filmen, wie Wolfs Creek oder Red Hill, war ich doch einigermaßen enttäuscht. Wertung: 3/10

Aber das macht ja nix, wir haben ja noch einen Australier: Crawl. Ein Auftragskiller fährt mit seinem neuen (schokoladenfarbenen) Auto aus der Stadt davon, in der er gerade seinen Auftrag erledigt hat. Dabei überfährt er versehentlich einen Mann, der eine Reifenpanne hat und baut einen Unfall. Daraufhin sucht dann das nahegelegene Haus einer Kellnerin auf, um sich ein neues Fahrzeug zu besorgen. Dumm nur, dass die keines hat und sich dann auch noch zur Wehr setzt.
Dieser Film war besser als der Vorgänger, auch vor allem durch die Besetzung des Killers. Der Schauspieler hat ein so ausdrucksloses Gesicht, dass perfekt für eine solche Rolle geeignet ist. Assoziationen mit No Country for Old Men kommen einem da schnell in den Sinn und dies wird dem Film zum Verhängnis, denn an diesen kommt er definitiv nicht heran. Insgesamt aber ganz okay und man macht keinen Fehler, wenn man ihn sich anschaut. Wertung: 5/10

Den vorletzten Film des Festivals bildete für mich Grabbers. Ein irisches Creature Feature mit Aliens. Und Betrunkenen. In der Nähe einer kleinen Insel stürzt zu Beginn ein extraterrestriales Objekt ins Meer. Kurz darauf verschwinden Menschen. Die Polizei auf der Insel sieht sich nun also einer Plage von Außerirdischen gegenüber, die im Wasser leben. Dumm nur, dass einen schwerer Sturm mit starken Regenfällen bevorsteht und die Wesen dann auch das Land heimsuchen können.
Grabbers war wirklich schwer unterhaltsam. Die Dualität zwischen dem Polizisten von der Insel und seiner aushilfsweisen Kollegin vom Festland trug sehr dazu bei. Auch waren die CGI-Monster wirklich schön gestaltet und sahen ziemlich realistisch aus. Dies wurde begünstigt, dass diese teilweise recht lange Screentime hatten und man sie so gut in voller Größe sehen konnte. Die Liebesgeschichte hätte nicht sein müssen, aber das tat der Sache dann keinen großen Abbruch. Wertung: 8/10

Als Vorfilm lief Bear, der bei der Get Shorty Vorstellung entfallen war. Ein Mann will seine Freundin zum Geburtstag überraschen. Dabei geht etwas schief.
Gut dass dieser Film noch nachgeholt wurde, denn er ist echt klasse. Zu Beginn ist überhaupt nicht klar, was passieren wird und das Ende ist dann zwar irgendwann vorhersehbar, aber dennoch klasse.

Schließlich war dann auch schon die Closing Night mit der Weltpremiere von The Baytown Outlaws. Hiervon lief bereits mehrfach der Trailer, der bei mir relativ hohe Erwartungen geweckt hatte. Es geht um die Oodie Brüder, die in einer Kleinstadt im Süden der USA wohnen und zu Beginn ein Haus samt mexikanischen Einwohnern auseinandernehmen. Sie werden bald von einer Frau engagiert, um ihren Patensohn von ihrem Ex-Mann zu befreien. Dies klappt auch zunächst, doch dieser will den Jungen zurückhaben und schickt mehrere Gruppen von Spezialisten hinterher um dies zu erreichen.
Ein großartiger Abschluss. Ich hatte wirklich viel Spaß bei diesem Film und die Besetzung war klasse. Besonders die erste Gruppe von Gegnern, die „really mean bitches“ waren toll, die hätten durchaus auch mehr Screentime haben können. Auch die Gruppe mit Danny Trejo hat mir gut gefallen. Die Story um den örtlichen Sheriff und den ATF Agent hat das ganze zudem noch aufgelockert. Ein wirkliches Highlight und ein Must-See. Steht bereits jetzt fest auf meiner Kaufen-Liste, nun muss nur noch die BluRay rauskommen. Wertung: 9/10

Auch hier gab es einen Vorfilm aus dem Get Shorty Programm. Dieser hieß Believe the Dance und lässt sich durchaus als Experimentalfilm klassifizieren. Die Story ist schwer zu beschreiben und man sollte ihn einfach auf sich wirken lassen. Ich fand ihn eher merkwürdig, aber sehenswert ist er schon.

Das wäre es wieder einmal für dieses Jahr, ich hoffe, dem einen oder anderen vielleicht eine kleine Entscheidungshilfe geboten zu haben. Für mich war es insgesamt ein tolles Programm und ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr. Auch wenn ich froh bin, dass es jetzt erst einmal wieder vorbei ist ;-) Ein Fazit und eine Übersicht über alle Filme folgt noch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.