Fantasy Filmfest 2012 – Tag 2

Mit ein paar Tagen Verspätung melde ich mich nun auch wieder zum diesjährigen Fantasy Filmfest zu Wort. In den ersten Tagen bin ich nicht dazu gekommen, ich reiche es also nun nach. Wie bisher gibt es wieder eine Kurzzusammenfassung und meine Meinung zu den von mir gesehenen Filmen.

Am zweiten Tag ging es los mit Resolution. Der Film erzählt von einem Mann, der seinen Schulfreund von den Drogen losbekommen will. Dieser will jedoch nicht in eine Entziehungsklinik und so beschließt der Protagonist ihn in dem unfertigen Haus, in dem er gerade sein Lager hat, anzuketten und für eine Woche auf kalten Entzug zu setzen. Er bleibt währenddessen bei ihm und erkundet zwischendurch die Umgebung. Dabei entdeckt er nach und nach seltsame Gegenstände wie Fotos, Videos und Filme. Der Drogendealer, der immer mal wieder auftaucht und die Tatsache, dass die beiden auf dem Gebiet eines Indianerreservats sind erweisen sich kurz darauf nicht als die schwerwiegendsten Probleme.
Resolution war durchaus unterhaltsam. Die Darsteller waren gut besetzt und die Story ziemlich spannend. Zwischendrin gab es jedoch einige Längen, so dass sich die Geschichte ein wenig zog. Ich persönlich hätte mir noch ein wenig mehr über die Hintergründe zu erfahren gewünscht. Wer im Übrigen auf die komplette Aufklärung aller sich stellenden Fragen hofft, wird vermutlich enttäuscht werden. Für mich war es guter Durchschnitt. Wertung: 6/10

Der zweite Film am Donnerstag war After. Eine junge Frau fährt mit einem Linienbus in der Nacht nach Hause. Unterwegs steigt ein Mann zu. Dieser beginnt sich mit ihr zu unterhalten, doch bevor sie die Unterhaltung groß vertiefen können, gibt es einen Unfall und beide verlieren das Bewusstsein. Die junge Frau wacht schließlich zu Hause in ihrem Bett auf, stellt fest, dass sie zu spät zur Arbeit kommen wird und bricht dorthin auf. Sie stellt dann aber bald fest, dass die gesamte Stadt menschenleer ist und der einzige, der sich noch dort aufhält, ihre nächtliche Bekanntschaft aus dem Bus ist. Außerdem wird die Stadt vollständig von einer schwarzen Rauchwand umschlossen. Sie beginnen dieses zu untersuchen und stoßen auf einige Merkwürdigkeiten.
After lebt sehr von seiner düsteren Atmosphäre. Die Ungewissheit, was passiert ist, baut Spannung auf, jedoch wird einem (mir jedenfalls) relativ schnell klar, was die Richtung bzw. Aufklärung des Films sein wird. Auch wenn man das Szenario in ähnlicher Form schon öfter gesehen hat, bringt der Film ein paar nette Ideen ein, sodass er nicht allzu vorhersehbar wird. Mit dem Plot an sich kann ich mich persönlich aber nicht so anfreunden, daher für mich lediglich Durchschnitt. Wertung: 5/10

Anschließend lief The Tall Man. Hier geht es um ein kleines Bergbaustädtchen im Staat Washington. In dieser Stadt treibt seit einiger Zeit ein Unbekannter sein Unwesen, der die Kinder der Bewohner entführt und unter dem Namen Tall Man bekannt ist. Polizei und FBI ermitteln ergebnislos und immer mehr Kinder verschwinden. Eines Nachts wird auch das Kind der Krankenschwester der Ortes entführt. Diese macht sich auf die Suche nach dem Entführer.
Der neue Film des Martyrs Regisseurs Pascal Laugier. Völlig anders als der Vorgänger ist aber auch dieser Film zunächst nicht vorhersehbar. Im Verlauf tauchen mehr und mehr Plottwists auf, die man zu Beginn nicht erwartet hätte. Die Besetzung ist gut, mit Jessica Biel als Hauptdarstellerin. Verglichen mit Martyrs ist The Tall Man merklich als wesentlich kompatibler für das kommerzielle Kino ausgelegt und kommt daher qualitativ nicht an den Vorgänger heran. Es ist trotzdem ein spannender Film, den man sich gefahrlos anschauen kann. Man verpasst allerdings auch nicht viel, wenn man es nicht tut. Wertung 6/10.

Vorletzter Film des Tages war Universal Soldier  3D – Day of the Reckoning. Mitten in der Nacht dringen Unbekannte in ein Haus ein und der Vater wird gezwungen mit anzusehen, wie seine Frau und Tochter getötet werden. Als er nach einiger Zeit im Krankenhaus wieder aufwacht, fehlen ihm Teile seiner Erinnerung und… Ich habe irgendwann den Überblick verloren. Irgendwelche Leute hauen sich mit anderen Leuten. Zwischendrin gibt es Verfolgungsjagden.
Ich gebe zu, ich kenne die Vorgänger und den Hintergrund nicht, bzw. habe vor vielen Jahren irgendeinen Teil der Reihe gesehen, kann mich aber nicht mehr wirklich daran erinnern. Zudem war ich relativ müde. Die Kampfszenen haben mir gut gefallen, dabei ging es auch ziemlich rau zur Sache. Trotzdem wurde mir nicht so ganz klar, was wer warum macht. 3D wäre hier überhaupt nicht nötig gewesen, was aber zu erwarten war. Insgesamt fühlte sich der Film sehr zäh an und hat mich nicht besonders gut unterhalten. Mag jemandem, der die Reihe besser kennt, eventuell anders gehen. Mein Film war es jedenfalls nicht. Wertung: 3/10.

Den Abschluss des Tages bildete Black Rock. Drei Freundinnen fahren für ein Wochenende auf eine Insel, auf der es natürlich keinen Mobilfunkempfang gibt. Auf dieser Insel hatten sie bereits als Kinder einige Zeit verbracht und eine Zeitkapsel vergraben, die sie nun wieder ausgraben wollen. Zwischen zweien der Urlauberinnen gibt es einen seit Jahren schwelenden Streit, der nun wieder aufbricht. Trotzdem sitzen sie später gemeinsam am Strand, als sie von drei Typen überrascht werden, die auf der Insel jagen. Es stellt sich heraus, dass sich die beiden Gruppen teilweise aus ihrer Kindheit kennen und so beschließen sie, gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen. Kurze Zeit später geht eine der Frauen zum Feuerholz suchen in den Wald und einer der Männer, mit dem sie bereits den ganzen Abend geflirtet hatte, folgt ihr. Als sie schließlich seine zu ruppigen Annäherungsversuche zurückweist und er dabei leider stirbt, eskaliert die Situation, da seine Freunde das nur bedingt lustig finden.
Der Film war durchaus spannend und unterhaltsam. Die Grundidee ist nicht neu und als die drei Jäger auftauchen, ist bereits relativ klar, wohin sich die Story entwickelt. Dennoch schafft es der Film eine hohe Spannung aufzubauen und zu halten und die drei Mädels, die zunächst unbewaffnet sind, schaffen es sich zu einer echten Bedrohung für die Jäger zu entwickeln. Insgesamt nichts wirklich neues, aber trotzdem sehenswert. Nicht zuletzt wegen der sympathischen Hauptdarstellerinnen. Wertung: 5,5/10.

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