Fantasy Filmfest 2012 – Tag 1

Mit ein paar Tagen Verspätung melde ich mich nun auch wieder zum diesjährigen Fantasy Filmfest zu Wort. In den ersten Tagen bin ich nicht dazu gekommen, ich reiche es also nun nach. Wie bisher gibt es wieder eine Kurzzusammenfassung und meine Meinung zu den von mir gesehenen Filmen.

Nachdem ich gegen 11:30 in Diepholz losgefahren bin, kam ich am Nachmittag, nach einem Zwischenstopp zum Mittagessen in Oyten bei Daisys Diner, in Hamburg an. Um 20:00 ging es dann los mit dem Eröffnungsfilm Sightseers. Dieser britische Film handelt von einem Pärchen, die sich mit einem Wohnwagen auf den Weg machen, Sehenswürdigkeiten im ländlichen England zu besichtigen. Leider gibt es bei diesem Ansinnen ein paar Opfer zu beklagen.
Mir hat dieses Jahr der Eröffnungsfilm im Gegensatz zu den vorherigen Jahren sehr gut gefallen. Zunächst einmal ist die schöne britische Landschaft hervorzuheben, die im Film ausreichend viel Aufmerksamkeit genießt. Des Weiteren lebt der Film sehr durch seine Hauptdarsteller. Diese waren bei der Vorstellung in Hamburg zugegen und wirkten sehr sympathisch. Beide waren außerdem die Autoren des Drehbuchs und man merkte deutlich wie wichtig ihnen ihr Film war. Eine interessante Erkenntnis war zudem, dass es in England ein Bleistiftmuseum gibt. Und leider verkauft der Museumsshop in Wirklichkeit keine einen Meter langen Bleistifte. Wertung: 8/10.

Anschließend kam der im Found Footage Stil gedrehte Episodenfilm V/H/S. Ich hatte diesen schon im Vorfeld auf die FFF Nights dieses Jahr wahrgenommen und inhaltlich für durchaus interessant befunden. Die Story dreht sich zunächst um ein paar Kleinkriminelle die den Auftrag erhalten aus einem angeblich verlassenen Haus ein VHS Band zu beschaffen. Dabei stoßen sie zuerst auf die Leiche eines alten Mannes und dann auf größere Mengen VHS Bänder mit ungewöhnlichem Inhalt. Die Episoden sind dann jeweils der Inhalt von einem gefundenen VHS Band. Die erste dreht sich um drei Jugendliche, die auf einer Party zwei Mädchen abschleppen und in ein Motel fahren. Dort bekommen sie mehr als sie eigentlich wollten. Die zweite Episode dreht sich um ein Pärchen, die im Süden der USA auf Reisen sind. Die Nächte in einem Motel sind dabei nicht so erholsam wie eigentlich gedacht. Die dritte Episode handelt von vier Jugendlichen die in den Wald fahren. Eines der  Mädchen verschweigt jedoch ein wichtiges Detail über den Beweggrund für diese Reise. Die vierte Episode besteht aus dem Bildschirminhalt bei einem Videochat eines Mannes mit seiner Freundin. Diese hat ein Spukproblem in ihrer Wohnung. Die fünfte und letzte Episode dreht sich schließlich um eine Halloween Party, zu der ein paar Jugendliche unterwegs sind. Im entsprechenden Haus angekommen finden sie jedoch nicht die Party die sie erwartet haben.
Wie bei Episodenfilmen mit unterschiedlichen Regisseuren meist üblich, ist die Qualität der einzelnen Segmente stark unterschiedlich. So fand ich das erste Segment durchschnittlich, das zweite nicht besonders spannend, das dritte sehr gut, das vierte wiederrum durchschnittlich und das letzte eher gut. Dies variiert aber stark mit den jeweiligen Vorlieben des Betrachters. Handwerklich ist mir die Wackelkamera bei diesem Film sehr negativ aufgefallen. In anderen Found Footage Filmen ist dies mitlerweile wesentlich erträglicher gelöst, hier geht einem das Gewackel sehr schnell auf die Nerven. Positiv fand ich die Bildstörungen, die VHS Beschädigungen entsprechen sollten. Dies war vielleicht nicht immer sachlich korrekt, aber dennoch nett gemacht. Die Rahmenhandlung im verlassenen Haus gefiel mir eher nicht so gut, da hier wenig über die Zusammenhänge klar wird und man durch die Sequenzen zwischen den Episoden nur wenig erfährt. Insgesamt kann man den Film schon anschauen, ich wurde jedoch entgegen meiner Erwartungen eher enttäuscht. Wertung: 4/10.

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