Fantasy Filmfest 2011, Tag 6

Am ersten Tag der neuen Woche gab es nach nur knapp 6h Schlaf 5 Filme, was zum Ende doch ein bischen anstrengend war ;-) Im Einzelnen:

False Trail

Zu Beginn gab es für mich einen schwedischen Thriller, in dem ein Polizist der schwedischen Bundespolizei in einem kleinen nördlich gelegenen Dorf im Mordfall an einem Mädchen ermittelt. Zudem kommt er ursprünglich aus der Nähe des Dorfes und sein Neffe wohnt mit dessen Mutter und Stiefvater dorf. Der Stiefvater ist ebenfalls der örtliche Polizeichef. Relativ schnell wird ein Verdächtiger ausgemacht und verhaftet, doch irgendetwas scheint an der Beweislage nicht zu stimmen…

Schwedische Thriller find ich persönlich ja allgemein recht gut, vor allem seitdem ich die Milennium-Trilogie gesehen habe. An diese kommt der Film definitiv nicht heran, er ist jedoch durchaus sehenswert. Mir kam schon recht früh ein Verdacht in Bezug auf den Täter, der sich später auch als richtig erwiesen hat, jedoch schadete das dem Film nicht allzusehr. Wertung: 5/10

F

Ein Lehrer sieht sich zunehmend hilflos gegenüber seinen Schülern, die anwaltlich gegen schlechte Noten vorgehen und ihm gegenüber gewalttätig werden. Die Schulleitung steht nicht hinter ihm und so verfällt er zunehmends. Eines Abends, als er noch in der Schule ist, wird diese jedoch plötzlich von maskierten Personen angegriffen.

Bis der Abspann begann, war ich ja doch ganz angenehm überrascht von diesem Film. Jedoch scheint den Produzenten das Filmmaterial ausgegangen zu sein, denn das Ende fehlt. Es wird eine Menge Problempotenzial angehäuft und es stellen sich viele Fragen, aber diese beantwortet der Film überhaupt nicht, z.B. warum der Angriff und wer die Angreifer sind. Man kann argumentieren, dass das auch nicht unbedingt sein muss, da der Film seine Aussage genau darüber transportieren will, dass die Fragen nicht beantwortet werden und die Gewalt daher völlig willkürlich ist, aber dafür wirkt das zu unbeholfen und künstlich. So gefiel mir der Film insgesamt jedenfalls gar nicht, auch wenn er bis auf das Ende handwerklich solide gemacht ist. Ein weiterer Minuspunkt lag in der Kameraführung. Hintergrundunschärfe ist sicher ein unheimlich tolles Gestaltungsmittel. Man kann es damit aber auch übertreiben, insbesondere, wenn man dann teilweise auch noch den Vordergrund unscharf macht. Wertung: 3/10

Stake Land

Ein Vampirfilm! Vampire haben die Welt zumindest die USA erobert und ein paar Menschen reisen durch das Land auf der Suche nach sicheren Gegenden. So auch der mysteriöse „Mister“ und sein jugendlicher Sidekick ein Junge, den er vor Vampiren gerettet hat. Unterwegs nach Norden treffen sie auf Verbündete aber auch auf andere Gefahren.

Grundsätzlich bin ich mit Vampirfilmen in der letzten Zeit ein wenig übersättigt worden, da nach dem Erfolg der albernen Glitzervampire alle Welt meinte, permanent irgendwelche Filme mit Vampiren drehen zu müssen. Wenn diese originell sind, dann bin ich dem ja auch durchaus aufgeschlossen, aber hier wurde eine relativ banale Road-Movie Story erneut aufgegossen, die so schon diverseste Male existiert. Ob die Gegner unterwegs nun Vampire, Gesetzlose oder Zombies sind, macht hierbei keinen Unterschied, die Protagonisten müssen sich auf dem Weg zu ihrem jeweiligen Ziel gegen Gegner erwehren und erreichen dieses dann irgendwann (oder auch nicht.) – Man kann dies dem Film aber nicht zum Vorwurf machen, denn der Film ansich kann ja nichts für diese Entwicklung. Wenn man sich also darauf einlässt, erhält man eine athmosphärisch sehr ansprechende Story mit Vampiren, die sich etwas vom etablierten Standard (Nein, glitzern ist nicht etablierter Standard) abheben. So sterben diese erst beim Pfählen durch das Rückgrat und nicht etwa ins Herz und sind nicht sonderlich intelligent sondern mehr wie Zombies. Insgesamt ein guter Film, allerdings nicht besonders herrausragend. Wertung: 5/10

The Divide

Der vorletzte Film des Tages lies einmal mehr New York untergehen. Eine junge Frau beobachtet am Fenster stehend eine gewaltige Explosion, die New York dahinrafft und kurz darauf rennen sie und mehrere andere Hausbewohner in den Keller um Schutz zu suchen. Dort hat einer der Mieter eine Art Schutzraum eingerichtet und die Überlebenden des Hauses schließen sich dort sehr zu seinem Missfallen mit ihm ein. Im Laufe der Zeit beginnt die Decke der Zivilisation jedoch zu bröckeln.

Ein spannender Film, bei dem die Apokalypse nicht so sehr im Mittelpunkt steht sondern deren Auswirkungen auf die Überlebenden. In der Enge des Kellers treffen verschiedenste Charaktere aufeinander und es kommt schnell zu enomen Spannungen. Das irgendwelche Militäreinheiten plötzlich auftauchen und in den Keller eindringen, wird da schon fast nebensächlich. Wertung: 6/10

The Holding

Schließlich gab es noch The Holding. Eine junge Frau zieht ihre beiden Töchter allein auf ihrer Farm groß. Um die Farm steht es jedoch nicht gut und da kommt Able, ein angeblicher ehemaliger Bekannter ihres verschwundenen Ehemannes, gerade recht, der sich erst „nur für einen Tag“ und dann „nur für einen Monat“ bei ihr einnistet. Nur die ältere Tochter scheint die Motive des Mannes zunächst zu durchschauen. Und dann ist da noch der Verbleib des Ehemannes…

Zunächst ganz behäbig den Alltag auf der Farm schildernd, wird der Film dann plötzlich etwas härter, als Able sein wahres Gesicht zeigt. Große Mängel hat er nicht vorzuweisen, jedoch hat man oft den Eindruck, dass die Story auf der Stelle tritt und extrem lange braucht, um zum Punkt zu kommen. Trotzdem ein Film im unteren Mittelfeld. Wertung: 4/10

Das morgige Programm sieht für mich dann vor:

  • The Valdemar Legacy
  • Grave Encounters
  • Rabies
  • Chillerama
  • Norwegian Ninja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.