Fantasy Filmfest 2011, Tag 2

Nun ist also der erste komplette Tag vorbei. Ich habe, wie angekündigt, heute fünf Filme gesehen und es war kein Totalausfall dabei. Im Einzelnen:

I am you

Ein sehr ruhiger Film, der basierend auf einer wahren Geschichte vom Verschwinden eines jungen Mädchens handelt. Diese taucht eines Abends nach ihrem Tanzunterricht nicht mehr zu Hause auf, was ihre Eltern zu einer Suche veranlasst. Der Film arbeitet mit mehreren Erzählsträngen, die zeitlich nicht aufeinander folgen und verschiedene Personen als Handlungsmittelpunkt wählen. Die Besetzung ist mit Miranda Otto, Sam Neill und Guy Pearce gut gewählt, auch die weiteren Darsteller füllen ihre Rollen gut aus. Die Erzählweise ist allerdings, wie schon beschrieben sehr ruhig und man muss die Handlung aufmerksam verfolgen um die Zusammenhänge zu verstehen. Ein interessantes Detail ist im Abspann zu erfahren: Die Eltern des Mädchens haben als Berater mitgewirkt, somit kann von einer relativ großen Authentizität ausgegangen werden. Wertung: 5/10

Cold Prey 3

Hierbei handelt es sich um ein Prequel der beiden schwedischen Cold Prey Teile, die ich selbst erst vor kurzem gesehen habe. Der Film beschreibt die Ereignisse, die sich in dem einsamen Hotel des ersten Films zugetragen haben und wie der Killer der beiden Filme zu dem wurde, was er ist.

Im Gegensatz zu den beiden ersten Teilen spielt dieser Film zwar auch im Jotunheimen Gebirge, jedoch liegt hier kein Schnee, da Sommer ist. Das nimmt dem Film leider einiges von dem Flair, den die anderen beiden Teile hatten. Weiterhin ist die Vorgeschichte zu großen Teilen bereits ganz zu Anfang abgehakt bzw. wird nur indirekt im Verlauf des Films deutlich, da der Rest 12 Jahre nach der Schließung des Hotels spielt. Trotzdem versteht der Regisseur es Spannung aufzubauen, jedoch nur teilweise eine direkte Verbindung zu den beiden Vorgängern herzustellen. Das Potenzial wird meiner Meinung nach nicht voll ausgenutzt, es ist aber trotzdem ein sehr solider Film. Wertung: 6/10

Snowtown

Ein echtes Highlight! Bereits im Vorfeld viel gelobt worden, war dieser Film definitiv ein Must-See. Es handelt sich dabei um die Geschichte von einer Mordserie in Australien, die bereits einige Jahre zurückliegt. Es wird geschildert, wie, ausgelöst durch mehrere Pädophilen-Vorfälle, die Gewalt in einer kleinen Gemeinde eskaliert und mehrere Personen ihre „Gerechtigkeit“ selbst vollstrecken. Im Mittelpunkt steht ein Jugendlicher, der mehr und mehr in die Gewaltakte einbezogen wird. Der Film ist bei der Schilderung sehr direkt und schonungslos. Nachdem in der ersten Hälfte die Auslöser im Fokus stehen, konzentriert sich die zweite Hälfte mehr auf die Reaktionen. In jedem Falle nichts für schwache Gemüter. Wertung: 8/10

Final Destination 5

Nach dem ernsten Snowtown gab es dann schon fast ein comic relief, wobei der fünfte Teil der Final Destination Reihe wieder sehr düster gehalten ist, wie der erste Teil. Trotzdem besteht auf Grund der zumeist absurden Todesarten der eine oder andere Moment zum Lachen, insbesondere, weil in diversen Szenen schöne 3D-Effekte dafür sorgen, dass einem Dinge ins Gesicht fallen. (Seit dem ich die restaurierte Fassung von „Comin‘ at ya!“ gesehen habe, steh ich ja total auf 3D-Pop-Out und halte das fast für die einzige Art sinnvoll mit dem Effekt umzugehen.) Durchaus gute, kurzweilige Unterhaltung und besonders schön die Remineszenz an Teil 1 und verschiedene andere Vorgänger am Ende bzw. vor dem Abspann. Wertung: 6/10

Good Neighbors

Zum Schluss ein weiterer Vertreter der ruhigen Filme, der es aber doch in sich hatte. Eine kanadische Produktion, die sich um drei Nachbarn in einem Mietshaus dreht von denen jeder seine Geheimnisse hat. Zudem treibt in der Stadt noch ein Serienkiller sein Unwesen.

Der Film hat mir als Abschluss des Tages sehr gut gefallen, zum einen durch seine humane Lauflänge von ca. 90 Minuten und zum anderen durch seine angenehmen und perfekt besetzten Darsteller. Mir kamen hierbei Errinnerungen an „Disturbia“, da die Situation, ein Mörder im nachbarschaftlichen Umfeld angesiedelt, eine ähnliche ist und trotz meiner Müdigkeit konnte mich der Film bis zum Ende unterhalten. Wertung: 7/10

Morgen gibt es dann vorraussichtlich:

  • In your Hands
  • Yellowbrickroad
  • A lonely Place to die
  • Hell
  • Saint

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