Fantasy Filmfest 2011, Tag 1

2011, August, Hamburg: Das 25. Fantasy Filmfest hat begonnen.

Ich sitze mal wieder im Hotel und habe nichts besseres zu tun, als meine Eindrücke festzuhalten. Naja, schlafen vielleicht, aber das kann ich gleich auch noch.

Heute, am ersten Tag, wie immer mit zwei Filmen. Im Vorfeld gab es zuerst Sponsoren-Trailer, darunter ein altbekannter TV Spielfilm Trailer und ein ziemlich guter neuer 13th Street Trailer. Es folgte die Begrüßung, bei der insbesondere auf das Centerpiece „Perfect Sense“ sowie auf die Filme „Kill List“ und „Rabies“ hingewiesen wurde.

Zunächst, als Opener die australische Produktion „Don’t Be Afraid Of The Dark„, auf dem Fantasy Filmfest vertreten vor regulärem Start in den USA und als Europa-Premiere. Der Film spielt in Rhode Island und dreht sich um das alte Anwesen „Blackwood Manor“. Ein Name, bei dem ich unweigerlich an das berühmte „Blackwhite Castle“ denken muss… ;-) Die Hauptrollen spielen Guy Pearce sowie Katie Holmes, die ich irgendwie immer noch wie in „Pieces of April“ in Errinnerung hatte und dementsprechend festgestellt habe, dass sie doch ein wenig älter geworden ist.

Das erwähnte Haus wird derzeit renoviert und die kleine Tochter des Architekten wird dort von ihrer Mutter hingeschickt, damit diese möglicherweise ihre psychischen Probleme dort in den Griff bekommt. Leider ist die Tatsache, dass es in dem Haus ein dunkles Geheimnis gibt eher abträglich für dieses Ansinnen.

Der Film ist handwerklich solide gemacht, für meinen Teil war er creepy genug. Stellenweise wirkt er jedoch ein wenig langatmig und zäh. Die Darsteller liefern eine ordentliche Leistung ab, insbesondere Katie Holmes sticht meiner Meinung nach hervor. Guy Pearce bleibt ein wenig blass. Positiv anzumerken ist auch, dass die Tochter nicht so nervig ist, wie es bei Kindern häufig der Fall ist.

Wertung: 6/10

Anschließend gab es den japanischen Film „Cold Fish„.

Mein erster Gedanke im Anschluss: „Ich hab schon lange nicht mehr sowas abartiges gesehen“. Aber ich wurde gut unterhalten, was bei mir mit asiatischen Produktionen oft schwierig ist.

Die Handlung dreht sich um einen Händler für exotische Fische. Dieser lernt einen anderen Fischhändler kennen und freundet sich mit diesem an. Er gibt seine Tochter in dessen Obhut, da dieser sich um mehrere Mädchen aus schwierigen Verhältnissen kümmert und diese in seinem Laden beschäftigt.

Bis dahin verläuft der Film recht normal und ruhig, allerdings eskaliert die Situation vor sich hin, da nach und nach die anderen Betätigungsfelder des vermeintlichen neuen Freundes aufgedeckt werden.

Negativ muss ich vor allem die Bildqualität anmerken: Ich hatte den Eindruck, dass das Bild extrem klötzchenbehaftet war, insbesondere in dunkleren Einstellungen trat dieses recht deutlich hervor. Dies kann allerdings auch nur daher besonders aufgefallen sein, da die Vorführung im größten Saal des Cinemaxx stattfand, bei kleinerer Projektionsfläche mag dies weniger ins Gewicht fallen. Ansonsten hat mir, wie eingangs erwähnt, der Film gut gefallen, trotz – oder gerade wegen der Szenen zum Ende hin. Er kam mir allenfalls etwas sehr lang vor, mag aber auch mit der fortgeschrittenen Uhrzeit zusammengehangen haben – ich bin jedenfalls gegen Ende hin ein paar mal eingenickt.

Wertung: 5/10

Morgen gehts dann los mit dem regulären Programm, meine Planung sieht vor:

  • I Am You
  • Cold Prey 3
  • Snowtown
  • Final Destination 5
  • Good Neighbours

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