We came, saw, we kicked its ass.

Nach drei Jahren Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration (FiSi) hatte ich heute meine Abschlussprüfung, genauer gesagt die Präsentation meines Abschlussprojektes, was bei Bestehen das Ende meiner Ausbildung darstellt. Mein Projekt behandelte eine Erfassungsanlage für Champignonschalen, die ich Anfang des Jahres zusammen mit Kollegen in meinem Ausbildungsbetrieb realisiert habe. Da es sicher für einige andere ebenfalls interessant ist, zu lesen, wie die Prüfung ablief, will ich das hier darstellen.

Mein Prüfungstermin war heute, am 21.06.2011 um 13:30 in der Deutschen Angestellten Akademie in Osnabrück. Um früh genug vor Ort zu sein, habe ich mir vorgenommen, um 13:00 anzukommen, sodass ich um 12:00 hätte losfahren müssen. Sicherheitshalber habe ich noch eine Viertelstunde Puffer eingeplant, so dass ich real um 12:40 angekommen bin. Da es nicht so besonders gut ausgeschildert war, musste ich erst ein wenig suchen, bis ich das Gebäude gefunden habe. Dafür gab es direkt nebenan Parkplätze in ausreichender Zahl. Die Prüfung fand dann in dem linken von zwei Gebäuden statt, dies war aber auch durch Schilder kenntlich gemacht. Ich bin dann, den Schildern entsprechend, bis ins zweite Obergeschoss gegangen und habe dort vor dem betreffenden Raum gewartet. Nach kurzer Zeit traf ich dann auf einen meiner Mitschüler, der vor mir geprüft wurde und während der Beratung des Prüfungsausschusses vor der Tür wartete.

Nachdem er wieder reingebeten wurde und sein Ergebnis erhalten hatte, konnte ich schon gegen 13:00 Uhr den Raum betreten. Hierbei handelte es sich um einen recht großen Schulungsraum, auf den Schildern als „Aula“ betitelt, mit Tischen und Stühlen in mehreren Reihen, sowie einer Leinwand an der vorderen Wand. Ich ging dann nach vorne und wartete, bis mein Vorgänger mit dem Abbauen seines Materials fertig war. Währenddessen unterhielt ich mich mit meinem Klassenlehrer, der Mitglied in der Prüfungskommission war, über mein Projekt. Er stellte einige interessierte Fragen, die deutlich zeigten, dass er die Dokumentation gelesen hatte. Ich begann anschließend mein Notebook aufzubauen, sowie meine Stichwortkarten auszupacken. Als ich das Notebook hochgefahren und meinen Presenter angeschlossen hatte, habe ich noch meine Präsentation getestet, insbesondere das eingebundene Video habe ich nochmals überprüft. Nachdem dann alles soweit vorbereitet war, habe ich das Notebook mit dem im Raum vorhandenen Beamer verbunden und die Stoppuhr auf meinem Mobiltelefon vorbereitet. Danach war ich prinzipiell soweit, dass ich anfangen konnte.

Ich habe das dann dem Prüfungsausschuss mitgeteilt und begann dann mit meiner Präsentation. Zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck, dass ich viel zu schnell war, jedoch passte die Zeit am Schluss ziemlich genau, ich hatte eine Punktlandung von 15 Minuten und drei Sekunden. Nach der Präsentation folgte dann das Fachgespräch. Die Prüfer stellten mir einige Fragen, wobei mich sehr überrascht hat, dass den Schwerpunkt der Fragen weniger die technischen Details meines Projektes darstellten, sondern vielmehr auf das Umfeld des Projektes eingingen. Im Einzelnen:

  • Wie lange wachsen die Champignons, bevor sie geerntet werden können?
  • Wie hoch ist der Temperaturunterschied zwischen Pflückzelle und Vorraum? (Dieser Unterschied sorgte, wie in meiner Projektdoku beschrieben, für eine Windentwicklung an einem Wanddurchbruch)
  • Was passiert, wenn Kamera- und Wagenwerte nicht mit einander verknüpft werden können?
  • Kann mit den ermittelten Daten überprüft werden, wie genau ein Mitarbeiter das Schalengewicht einhält?
  • Kann bspw. bei einem Rückruf mit Hilfe der ermittelten Daten der Mitarbeiter zurückverfolgt werden, der die Schale gepflückt hat

Also insgesamt weitaus weniger technisch, als ich es erwartet habe. Und dabei hatte ich doch so schöne Folien vorbereitet… :-(

Nachdem das Gespräch beendet war, habe ich dann den Raum verlassen und darauf gewartet, dass die Prüfer mich zur Bekanntgabe des Ergebnisses wieder reinrufen. Nach einigen Minuten passierte das auch und man beglückwünschte mich zur bestandenen Prüfung und überreichte mir das Berufsschulzeugnis, sowie eine Bescheinigung, dass ich die Prüfung bestanden habe. Genaue Noten zur Projektdokumentation und zur -präsentation gibt es leider erst per Brief von der IHK. Man meinte aber, dass das auch „so in dem Bereich“ läge, wie mein Berufsschulzeugnis und das Dokumentation und Präsentation „sehr gut“ gewesen seien. Sollte also schon ganz akzeptabel sein. Anschließend habe ich dann zusammengepackt und bin nach Hause gefahren.

Und unterwegs gabs erstmal ne schöne Flasche Club Mate :-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.