Fantasy Filmfest Nights 2011, Tag 1

Nun ist es schon wieder so weit, es ist Zeit für die Fantasy Filmfest Nights.

Dazu sind Daniel und ich heute morgen um 09:00 Uhr losgefahren und nach einem kurzen Zwischenstopp zum Frühstück bei Daisy’s Diner in Oyten waren wir dann gegen 13:00 in Hamburg. Dort gab es einige Überraschungen, was damit begann, dass das Parkhaus im CCH offenbar gesperrt ist. Leider sieht man das erst an den Kassenautomaten. Wir sind daraufhin in ein anderes Parkhaus in der Nähe vom Kino gefahren und haben dann im Kino eine Baustelle vorgefunden. Im Eingangsbereich sind große Umbaumaßnahmen im Gange, u.a. wurde eine neue Treppe gebaut und eine alte geschlossen.

Um 14:00 Uhr ging es dann gleich los mit The Hole 3D. Ein netter Film zum Einstieg, der sich um zwei Brüder dreht, die nach einem Umzug im neuen Haus zusammen mit der Nachbarstochter eine Luke im Keller finden. Diese ist mehrfach verschlossen – muss aber natürlich geöffnet werden. Darunter präsentiert sich ein bodenloses Loch aus dem allerhand Dinge kommen und die Drei müssen sich ihren Ängsten stellen. Mir hat der Film gefallen. Die Story war unterhaltsam und die Charaktere gut besetzt. Die Ausgangssituation hat mich an Disturbia errinnert, einen Film den ich ebenfalls sehr schätze. Wertung 7/10

Danach wäre eigentlich The Troll Hunter gekommen. Leider gab es aber nach kurzer Zeit die Ansage, dass auf Grund eines falschen Schlüssels seitens Universal (der Verleih) die digitale Kopie nicht gezeigt werden könne. Man sei jedoch schon dabei, einen neuen, richtigen Schlüssel zu beschaffen. Dies hat auch mit drei weiteren Versuchen nicht zum Erfolg geführt, sodass die Vorstellung ausfiel, jedoch eine Ersatzvorstellung um 00:30 angeboten wurde. Wir nutzten die entstandene Pause dann zu einem Imbiss.

Als zweiter Film lief nun also I spit on your Grave, ein Remake des gleichnamigen Rape&Revenge Films. Die Handlung ist im Prinzip die gleiche, eine junge Autorin fährt in ein abgelegenes Südstaaten-Kaff um in einer noch abgelegeneren Hütte ein Buch zu schreiben. Leider bekommt sie Besuch von der örtlichen Jugendbande (bzw. diesmal zusätzlich noch dem Sherriff), die sie vergewaltigt. Unpraktischerweise ist sie danach aber nicht tot und sie schafft es für eine Weile zu verschwinden um dann ihre Peiniger ihrem verdienten Ende zuzuführen. Eine, wie ich finde, sehr gelungene Produktion. Ich mochte das Original, aber ich mag auch diesen Film. Insbesondere Sarah Butler in der weiblichen Hauptrolle finde ich unheimlich gut besetzt und ihre Rache ist jeweils sehr einfallsreich und gemein ;-) Wertung: 8/10

Anschließend kam dann Kidnapped, eine spanische Produktion, die wie eine lahme Mischung aus einem Tatort und Funny Games daherkommt. Eine Familie ist in ein neues, durchaus großes Haus in der Vorstadt gezogen. Kurz nach dem Einzug bekommen diese Besuch von einer albanischen Gangsterbande, die effektvoll das Schlafzimmerfenster kapputthauen und dadurch einsteigen. Diese bringen dann die Familie in ihre Gewalt um Geld zu erpressen. Leider ist die Erzählung unheimlich zäh und die Besetzung nicht besonders gelungen. Die Tochter ist zwar hübsch anzusehen, jedoch unheimlich nervig. Alle weiteren Charaktere sind einem ohnehin schon relativ egal. Außerdem wird auch das Motiv der Einbrecher für das Kidnapping nicht so ganz klar. Wertung: 3/10

Danach lief dann 13 Assassins, ein Film von Takashi Miike. Es geht dabei um einen sadisischen Herrscher im Japan des 18. Jahrhunderts, der von einer Gruppe Samurai (13 Personen umfassend) getötet werden soll. Ich bin für gewöhnlich ja nicht so der Asia-Fan (mit Ausnahmen), trotzdem fand ich den Film sehenswert. Ich war leider sehr müde und habe nicht alles mitgekriegt – wie üblich gab es auch wieder Unmengen Charaktere und Namen die ich nicht auseinanderhalten konnte, allerdings habe ich durchaus Spaß beim gr0ßen Finale gehabt. Wertung: 5/10

Dem Abschluss bildete dann endlich The Troll Hunter, ein norwegisches Mockumentary, welches einer Gruppe Studenten dabei folgt, wie sie Norwegens einzigen Trolljäger begleiten. Die Existenz von Trollen wird jedoch von der Regierung geheim gehalten. Ein großer Pluspunkt ist zunächst einmal die beeindruckende Landschaft Norwegens, das ist mir mehrfach im Verlauf des Films aufgefallen. Weiterhin war die Handlung spannend gestaltet und die CGI-Effekte für die Trolle angenehm unaufdringlich und überzeugend für eine Low-Budget-Produktion. Ein paar kleinere Logikfehler kann man da auch durchaus verzeihen. Wertung: 6/10

Das war dann auch schon der erste Tag. Morgen dann die zweite Hälfte und dann ist auch schon wieder Schluss und es heisst warten auf August ;-)

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