Eine Reise nach Mittelerde

Wie jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr gab es auch in diesem Jahr wieder einen Herr der Ringe-Tag bzw. -Nacht, was neben den Fantasy Filmfest Nights, Blues Brothers an Karfreitag in Quernheim und dem Fantasy Filmfest zu einem Höhepunkt in meinem Kino-/Film-Jahr gehört. Bereits seitdem die Filme rausgekommen sind, was mittlerweile 7 Jahre her ist (FOTR: 2001, TT: 2002, ROTK: 2003), schaue ich mir mit einigen Leuten diese Filme jedes Jahr einmal komplett in der Special Extended Fassung an. Ich bin der Meinung, dass sie ein Gesamtkunstwerk darstellen, bei dem es nur wenig Sinn macht, sie einzeln zu gucken und bin jedes Jahr wieder fasziniert von der Welt, die Jackson und Tolkien erschaffen haben. Auch wenn es jedes Mal wieder so anfängt, dass man sich zu Beginn fragt, wie man letztes Jahr am Ende so im Eimer sein konnte, es geht einem doch total super und sooo lang ist das doch garnicht und dann am Ende genau das Gleiche wieder passiert: Ich freue mich jedes Jahr aufs neue darauf. Herr der Ringe gehört einfach zum Jahresende dazu.

Nunja: Gestern haben wir uns mit insgesamt 6 Leuten zunächst in meiner Küche eingefunden um das Ganze mit einem gemeinsamen Frühstück zu beginnen. Mit Brötchen, mehreren Sorten Wurst und Käse, gekochten Eiern, Marmelade, Honig, Bacon, French Toast mit Ahornsirup, Minutensteaks (!), Cornflakes, Fruchtquark, Säften, Kaffee und Tee gab es eine durchaus reichhaltige Auswahl und hinterher war man gut gestärkt und gesättigt für einen Tag auf dem Sofa. Wir wechselten dann vor den Fernseher und wie immer begann die Reise mit der Erzählung davon, wie der eine Ring durch Ithildur gefunden wurde.

Wunderbar finde ich ja, wie zwischendurch wieder aufgetreten, die üblichen Nerd-Diskussionen, bspw. wie viel Zeit zwischen Gandalfs Abreise aus dem Auenland nach Bilbos Geburtstag und seiner Rückkehr vergangen ist und was er währenddessen gemacht hat, außer in Minas Tirith nach den Aufzeichnungen zu suchen :-)

Fellowship of the Ring ging dann bis etwa 16 Uhr und wir gingen dann wieder in die Küche um dort zur Kaffeezeit einen Fruit Crumble mit Vanillesoße zu essen, dies war auch eine gute und dringend notwendige Pause. Anschließend ging es dann wieder weiter mit Two Towers.

Nach dem Film, etwa gegen 20:30, gingen wir dann wieder über zur Verköstigung, dieses Mal Fladenbrote mit Creme Fraiche, angebratenem Hack, Mais, Roten Bohnen, Pilzen, Nachos und Käse. Überraschenderweise war nicht mehr sooo der große Hunger da und wir mussten nicht die ursprüngliche geplante Menge zubereiten. Es sind auch so alle satt geworden, glaube ich.

Schließlich brachten wir dann auf zur letzten Schlacht, Return of the King wartete noch, mit seiner Laufzeit von fast 4 Stunden. Tatsächlich waren wir dann auch schon fast pünktlich um 3 Uhr fertig, in mehrfacher Hinsicht ;-) Es hat mir allerdings wieder großen Spaß gemacht. Wenn am Schluss dann das (allerletzte!) Schiff von den grauen Anfurten nach Valinor aufbricht bin ich ja immer ein bischen traurig, dass die Reise jetzt vorbei ist und man Mittelerde wieder verlassen muss. Im Übrigen hab ich jetzt noch einen Ohrwurm von „Into the West“, dem Song ganz am Ende.

Überraschenderweise fand auch diese Mal wieder die Beschreibung der Filme aus Clerks II (Movies about walking, even the fuckin‘ trees walk in these films) Erwähnung, ist offenbar ziemlich treffend… Scheinbar mag auch niemand die langgezogenen Sam+Frodo Sequenzen nicht besonders, insbesondere der Weg durch die Emyn Muil stößt nur auf wenig Gegenliebe. Immerhin wurde im Film im Gegensatz zum Buch darauf verzichtet, den Weg von Frodo und Sam von den Rauros Fällen bis zu Kankras Höhle am Stück zu schildern (Für das Buch habe ich auch am aller längsten gebraucht…) und über Parallelmontagen wurde zwischen der Gruppe um Aragorn und den anderen Beiden hin und her gewechselt um dem Ganzen immerhin ein wenig Dynamik zu geben.

Dieses Jahr gab es zum ersten Mal Live-Twitter Coverage von @sofakissen, @n0d0n, @_dagget_ und @flow6667 und zum Teil kamen dabei recht unterhaltsame Dinge heraus, mir persönlich gefallen die verschiedenen Movie-Crossovers besonders gut, die unterwegs aufgefallen sind :-)

Ich glaube, drüben bei sofakissen soll es im Laufe des Tages auch noch einen Artikel geben, wenn der verfügbar ist, linke ich drauf. (Nein, ich setze dich jetzt gar nicht unter Druck…. ;-) Muahahahahaha)

Update:

Der Artikel ist fertig, hier gibt es die Chronologie des Verfalls :)

Siehst du dieses Licht?!

Nach langer Zeit mal wieder ein Update. Und, wie sollte es auch anders sein, es ist wieder einmal movie-related.

Heute war ich im Kino und habe mir „Skyline“ angesehen, ein Sci-Fi Film mit extrem vielversprechendem Trailer und einer interessanten Story. Die Story dreht sich im Groben um eine Invasion von feindlich gesinnten Außerirdischen, welche die Menschheit bedrohen. Ähnlich wie bei „Cloverfield“ bekommen wir hier die Geschichte aus der Sicht von einer Gruppe von Leuten erzählt, die nur durch Zufall und unfreiwillig in das Geschehen involviert sind: Der Grafiker Jarrod (Eric Balfour aus „Haven“) besucht zusammen mit seiner Freunding Elaine seinen neureichen Freund Terry (Donald Faison aus „Scrubs“) zu dessen Geburtstagsparty in LA und in der ersten Nacht ihres Aufenthalts beginnen blaue, leuchtende Energiekugeln vom Himmel zu fallen. Jeder, der in diese Kugeln hineinblickt, verschwindet urplötzlich. Kurz darauf erscheinen Raumschiffe am Himmel über der Stadt.

Achtung: Im folgenden sind einige Spoiler enthalten.

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