The Expendables

(Es ist unfassbar, wie oft ich beim Schreiben dieses Beitrags dank meiner eigenen unzureichenden Aufmerksamkeitsspanne irgendwas anderes gemacht hab. Argh!)

Dienstag habe ich in Quernheim The Expendables“ gesehen und war überrascht, wie gut mir der Film entgegen den vorherig gehörten Meinungen gefallen hat. Der Trailer versprach ein großes Action-Feuerwerk mit einen unfassbaren Cast, bei dem so ziemlich alle Action-Ikonen der 80er und 90er versammelt sind.

Er handelt von einer Söldnergruppe, die vom mysteriösen Geheimdienstler Mr. Church, gespielt von Bruce Willis, auf einen Karibikdiktator angesetzt werden und diesen beseitigen sollen. Bei einem kurzen Vorabbesuch auf der Insel gibt es einen „kleinen“ Zwischenfall, welcher die Söldner um Sylvester Stallone dazu bewegt, sich um die fiesen Schergen auf der Insel zu kümmern.

Dem Cast nach zu urteilen versprach Expendables Errinnerungen an die großen Action-Klassiker hervorzurufen, teilweise hat er das auch geschafft. Alleine die Besetzung mit Legenden wie Bruce Willis, Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Dolph Lundgren, Jason Statham und Jet Li war eine sehr gute Entscheidung. Die recht einfach schwarz-weiss gezeichneten Charaktere boten, gerade im Fall der eben genannten, gute Ansatzpunkte für die Erfüllung der zu erwartenden Stereotypen. So gab es in Form von Sylvester Stallone den Helden, der den Tag rettet und Dolph Lundgren als leicht unterbelichteten Muskelprotz. Eine etwas feiner ausgestaltete Rolle bot David Zayas‘ (Angel Batista aus Dexter) Darstellung des Generals, der im Verlauf des Films beginnt, an sich selbst zu zweifeln.Ihm zur Seite gestellt war dann allerdings noch ein ultra-böser Fiesling, ein ehemaliger FBI-Agent, der die Gegenseite perfekt verkörperte.

Ein großer Kritikpunkt, wieder, wie üblich heutzutage: Die Schnitte. Es war zwar nicht ganz so extrem wie bei Das A-Team, aber trotzdem waren die Schnitte wieder über alle Maße schnell und hektisch. Gerade in einem solchen Film hätte man sich wieder auf die alten Methoden besinnen sollen.

Die Synchro war überraschend wenig nervig. Die Stimmen waren – meinem Empfinden nach – größtenteils mit den Stammsprechern besetzt und die Dialoge wirkten durchaus angemessen. Ich war teilweise schwer begeistert, wie gut der zahlreiche Humor trotzdem noch rüber kam.

Was aber, und damit greife ich einen Aspekt auf, den viele Reviews ansprechen, will der Film: Hommage an die 80er oder neuer Beitrag zum Genre der Actionfilme? Ich für meinen Teil denke, dass der Film auch in seiner jetzigen Form durchaus als Hommage funktioniert, aber eben nicht als solche gesehen werden muss. Ein Großteil der Handlung läuft nach dem bewährten Schema ab, dass auch schon vor 20 Jahren wunderbar funktioniert hat. Ich würde auch nicht versuchen, all zu viel Bedeutung da rein zu legen. Der Film produziert definitiv keine neuen Impulse für das heutige Action-Kino, aber das muss er auch gar nicht. Ich sehe das vielmehr als eine Art Hinweis darauf, was man früher gemacht hat und was schon da sehr gut funktioniert hat. Eine Rückkehr zum weniger ernsten Action-Kino der 80er Jahre würde der heutigen Filmindustrie sehr gut tun und wäre eine willkommene Abwechselung zum derzeitigen ideenlosen Franchise-Prinzip.

Alles in allem hat mir der Film besser gefallen, als das A-Team, was allein schon an Sylvester Stallone liegt.  Wertung: 8/10.

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