Fantasy Filmfest 2010, Tag 2

Heute war dann also der zweite Tag und es gab die folgenden fünf Filme:

The Reeds

Der erste Film des Tages führte uns ins Schilf. Und zwar begleiteten wir ein paar Briten auf einer Bootstour in Landschaft die vorwiegend aus Schilf besteht. Leider endet dieser Trip nicht besonders erfreulich, denn nach kurzer Zeit wird bereits der Bootsrumpf sowie einer der Passagiere von einer Eisenstange durchbohrt. Zudem gibt es noch einige marodierende Jugendliche sowie ein paar andere Gefahren im Schilf.

Der Film fing durchaus gut an. Die Landschaft ist hervorragend als Setting gewählt und die Schauspieler sind ebenfalls angemessen. Durch die Dunkelheit und das Schilf als blickdichte Barriere kommt eine super Athmosphäre auf. Leider driftet der Film ab der Hälfte in eine sehr wirre übernatürliche Story ab, die mich am Ende unzufrieden zurückgelassen hat. Derzeit gebe ich dem Film 4/10.

For the Good of Others

Ein spanisches Drama, die von einem Arzt handelt, der wenig Anteil an den Leiden seiner Patiente zeigt und, nachdem auf ihn geschossen wurde, plötzlich die Fähigkeit besitzt, Menschen auch von aussichtslosen Krankheiten zu heilen.

Ich war angenehm überrascht. Das war ein Film, von dem ich im Vorfeld garnichts erwartet hatte und weil mich die Alternative, das „Das Experiment“-Remake nicht wirklich interessiert hat. Zunächst kam mir bei dem Arzt ein Vergleich mit Dr. House in den Sinn, da beide ähnlich viel Interesse am Gefühlsleben ihrer Patienten zeigen.

Ein Kritikpunkt war, dass das Ende etwas holprig daherkam. Man konnte sich zwar erschließen, was da passiert ist, aber sicher war ich mir erst nicht. Trotzdem noch eine 7/10.

The Scouting Book for Boys

Anschließend kam einer der Filme auf die ich mich sehr gefreut habe. Die Geschichte rankt sich um zwei befreundete Kinder aus einer Wohnwagensiedlung an der Ostküste Englands. Der Mutter des Mädchens droht wegen ihrer Alkoholabhängkeit der Verlust des Sorgerechts. Daher entschließt sie sich abzuhauen und versteckt sich in einer Höhle am Strand, in der sie von einem Freund, dem zweiten Hauptcharakter, mit allem Nötigen versorgt wird. Langsam eskaliert außerhalb jedoch die Lage, da natürlich nach ihr gesucht wird. Und auch zwischen den beiden Freunden entwickeln sich Probleme.

Grundsätzlich hat mir der Film gefallen. Leider hatte ich leichte Probleme, die Schauspieler zu verstehen, weil die beiden Hauptdarsteller mit starkem englischen Akzent sprechen. Das tat dem Verstehen des Films jedoch keinen Abbruch und ist schließlich auch kein vom Film verschuldetes Problem. Weiterhin zog sich die Erzählung in meinen Augen etwas in die Länge. Ich hatte irgendwie das Gefühl dass zwei Drittel nur aus der Exposition bestanden und die eigentliche Haupthandlung dann im letzten Drittel stattfand. Momentan gebe ich hier 6/10.

Monsters

Im Vorfeld als mein Highlight des Tages eingeschätzt wurde ich auch nicht enttäuscht. Die Geschichte handelt davon, dass eine Gesteinsprobe einer Raumsonde außerirdisches Leben auf die Erde gebracht hat, als diese über Mittelamerika auseinanderbrach. Dieses Leben manifestiert sich in turmhohen tintenfischartigen Wesen, die leider Städte und Leute kapputtmachen. Zum Schutz davor wurden große Zäune und Wälle errichtet und ein großer Bereich Mittelamerikas zur Quarantänezone erklärt. Hierdurch müssen zwei US-Amerikaner auf dem Weg nach Hause, denen die Kamera nun in Form einer Art SciFi-RoadMovie folgt.

Ich war im Anschluss schwer begeistert. Es kam bei mir keine Langeweile auf und die gezeigten Bilder waren einfach toll. Sowohl die Monster als auch die Grenzbefestigungen und die kapputten Städte und Bauwerke sahen super aus. Zudem waren die beiden Hauptrollen mit sympatischen Schauspielern besetzt.

Sehr schön fand ich, dass bei der Vorstellung in Hamburg der Regisseur, Gareth Edwards, anwesend war. Bei dem anschließenden Q&A wirkte er sehr sympatisch und beantwortete alle auftretenden Fragen vor dem gut besetzten Saal 1, also einigen hundert Personen. Er erzählte hierbei u.a. dass die Nebenrollen allesamt Laiendarsteller waren, die sie vor Ort getroffen hatten und dass er die CGI-Sequenzen selbst gemacht hat, weil er ursprünglich aus der 3D Ecke kommt. Weiterhin erzählte er, dass es kein wirkliches Drehbuch gab, sondern nur eine Handlungsbeschreibung und das meiste spontan entschieden wurde.

Gareth Edwards Q&A
Gareth Edwards Q&A

Insgesamt für mich eine 9/10.

Reykjavik Whale Watching Massacre

Ein Film aus Island! Der eine isländische Film, den ich bisher kenne, Astropia, hat mir gefallen, daher hatte ich auch eine positive Erwartung bei diesem Film. Und ich wurde nicht enttäuscht, der Film war ein solider, unterhaltsamer Horrorfilm, samt irrer Familie die gerne fremde Leute zu Besuch hat.

Es geht dabei um eine Touristengruppe auf Island, die unterwegs ist um Wale zu beobachten. Als bei einem Unfall der Kapitän des Schiffes umkommt und der einzige erfahrene Seemann das Schiff sabotiert und verlässt, warten die Passagiere auf Rettung. Diese kommt auch prompt in Form eines sympatischen jungen Mannes, der die Touristen auf ein anderes Schiff bringt, die Wohnung seiner, aus dem Walfang-Geschäft stammenden Famile. Diese sind leider nicht so freundlich, wie man vielleicht erwarten könnte.

Dieser Film zum Abschluss heute machte einfach jede Menge Spaß. Das Blut floss in ausreichendem Maße und die Darstellerinnen waren nett anzuschauen. Auch der Inhalt war passend. Bei einer irren Familie die aus der Lebensmittelproduktionsbranche kommt und davon betroffen ist, dass diese Produktion nicht mehr weiterläuft, sowie Gunnar Hansen als Kapitän des Ausflugsbootes, muss man irgendwie an Texas Chainsa Massacre denken. Und liegt damit garnicht mal so falsch. Der Film ist eine gut gemachte Adaption der Story aufs Wasser vor Island. Und unterhaltsam ist er allemal :) Derzeit tendiere ich zu 7/10.

Für morgen habe ich folgendes geplant:

  • Hidden
  • Caged
  • Metropia
  • Black Death
  • The Human Centipede

Morgen Abend dann mehr dazu :)

Ein Gedanke zu „Fantasy Filmfest 2010, Tag 2“

  1. Bin ja mal gespannt was du zu The Human Centipede schreiben wirst… nach dem Trailer bin ich noch nicht 100% sicher ob ich den unbedingt gucken will oder auf gar keinen Fall ;-)

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