Fantasy Filmfest 2010, Tag 7

Man glaubt es kaum, aber es ist bereits der vorletzte Tag heute. Heute Morgen bzw. Mittag haben wir dann noch für einen Ausflug zu Saturn an der Mönckebergstraße genutzt, wegen der aktuellen DVD- und BluRay-Angebote. Hat sich dann auch gelohnt, ich habe mir Antichrist und The Tournament gekauft und noch einen, der mir grad nicht mehr einfällt ;)

Nach einem Mittagessen bei Nordsee im Bahnhof Dammtor gings dann wieder ins Kino…

Love Crime

Ein französisches Krimi-Drama mit Kristin Scott Thomas in der Hauptrolle, die im letzten Jahr schon durch Largo Winch vertreten war (Ein Film, der mir sehr gut gefallen hat). Die Geschichte dreht sich um die Beziehung einer Angestellte eines globalen Konzerns in der Filiale in Paris zu ihrer Vorgesetzten. Diese Beziehung ist zunächst recht gut, jedoch wird nutzt die Vorgesetzte ihre Untergebene regelmäßig aus, indem sie deren Leistungen als die ihren ausgibt. Mit der Zeit wandelt sich das Verhältnis dann allerdings ins Gegenteilige und die Situation eskaliert.

In Love Crime wird eine intelligente entworfene Geschichte mit überaus unerwarteten Wendungen präsentiert. Die Charaktere sind sehr interessant und differenziert gestaltet. Der Drehpunkt in der zweiten Hälfte ist zudem faszinierend, da sehr lange die Motive und Hintergedanken der Angestellten nicht klar sind und sich erst nach und nach zu einem passenden Gesamtbild fügen.

Ein durchweg guter Film. Wertung: 7/10

Exquisite Corpse

Puh… das war ein leichter Fehlgriff. Ein Reanimation-Horrorfilm nach üblichem Schema. Jemand wird getötet und jemand anderes findet einen Weg um diesen bzw. hier diese wiederzubeleben. Ein Konzept, was man irgendwie schon 1000 mal gesehen hat und hier wird dem nichts neues hinzugefügt. Zudem zieht sich der Film auch noch sehr zäh dahin und man hat irgendwie gar keine Bindung zu keinem der Charaktere.

Eher enttäuschend, daher 3/10.

The Loved Ones

Ein zu erwartendes Highlight und damit lag man auch richtig. Ein solider Film, der sich um das übliche Highschool-Prom-NightKonstrukt dreht. Lola, ein nicht besonders beliebtes Mädchen an der Schule, entführt sich die Jungs, mit denen sie zum Ball gehen möchte und veranstaltet ihren eigenen Ball zu Hause mit ihrer Familie.

Die Story ist in sich stimmig und flüssig erzählt. Es kommt keinerlei Langeweile auf und man wartet gespannt auf das Schicksal des Hauptcharakters in Lolas Händen. Auch für diejenigen, die blutige Szenen zu schätzen wissen, gibt es einiges zu sehen. Zwar keine Goreschlachten mit Blutfontänen, aber doch ziemlich schmerzhafte Dinge. Die Nebenhandlung um den besten Freund des Protagonisten ist ebenfalls extrem unterhaltsam und lockert den Film zwischendrin passend auf.

Wertung: 8/10

The Last Exorcism

Als letzten Film gab es dann noch The Last Exorcism in einer (man korrigiere mich, wenn ich da falsch liege) – abgesehen von Berlin – Weltpremiere, da der Film erst nächste Woche in den USA anläuft. Dementsprechend gab es auch besondere Sicherheitsmaßnahmen. So mussten wir die Mobiltelefone diesmal abgeben und es wurden Taschenkontrollen und während des Films Kontrollen mit Nachtsichtgeräten durchgeführt. Die Abgabe der Mobiltelefone war allerdings vorbildlich gelöst. Jedes Mobiltelefon wurde in einen Umschlag gesteckt, welcher zugeklebt wurde und man bekam eine Quittung mit Nummer zurück, die auch auf dem Umschlag stand. So bekam ich mein Telefon nach dem Film bedingt durch die Schlange auch binnen weniger Minuten zurück.

Zum Film: Es handelt sich dabei um einen Documentary-Style Film vom Funktionsprinzip her vergleichbar mit [Rec] oder Blair Witch Project. Ein Kamerateam dokumentiert Ereignisse und es entsteht so der Eindruck als würde die Handlung so passiert sein. In diesem Film begleitet ein Filmteam Reverend Cotton Marcus, einen angeblichen Exorzisten, der vor laufender Kamera zeigen will, mit welchen Tricks er arbeitet um dann aufzuhören. Eine Anfrage führt den Reverend zu einer abgelegenen Farm in Louisiana, wo der Hausbesitzer den Verdacht hegt, dass seine Tocher besessen sei. Marcus führt daraufhin wie üblich einen Exorzismus mit technischen Hilfsmitteln durch, sodass der Eindruck entsteht, dass er tatsächlich einen Dämon ausgetrieben habe. Jedoch entwickeln sich diesmal die Dinge völlig anders als sonst.

Kurzgefasst: Ein guter Film. Jedoch hatte ich am Ende den Eindruck, dass der letzte Teil des Films extrem überstürzt kam und durchaus etwas ausführlicher hätte sein können. Ansonsten aber definitiv sehenswert, da vor allem die ersten Teile des Films, die die Arbeitsweise und den Hintergrund von Cotton Marcus zeigen, sehr zum Documentary-Charakter des Films beitragen und im einen interessanten Kontrast zum eigentlichen Exorzismus und dessen Folgen darstellen. Mein Highlight war dann die Unterhaltung zwischen dem Reverend und dem Dämon, ziemlich creepy.

Wertung: 8/10

Den letzten Film, ursprünglich angedacht hatte ich da „Evil – in the Time of Heroes“ haben wir dann auf Grund von Müdigkeit, mangelndem Interesse und im Hinblick darauf, dass der morgige Tag lang und anstrengend wird, gestrichen.

So, morgen ist dann wohl der letzte Tag. Meine sich langsam entwickelnde Erkältung begrüßt das, ich nach momentan 32 Filmen auch irgendwie… ;)

Morgiges Program:

  • The Chameleon
  • Two Eyes Staring
  • The Disappearence of Alice Creed
  • Rubber
  • Piranha 3D

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.