Fantasy Filmfest 2010, Tag 6

Soo, hier wie gestern Abend bei Twitter angekündigt, meine Berichte zu Montag.

Inzwischen geht das WLAN hier wieder, einer der Gründe warum ich erst heute was schreiben kann. Zudem bin ich seit Sonntag Abend ein bischen erkältet, das hat mich gestern Abend dazu bewegt, mich direkt nach dem Kino ins Bett zu legen.

Nun aber zu den Filmen:

Tucker & Dale vs. Evil

Eines der absoluten Highlights des Festivals. Die Story dreht sich um zwei Jungs, Tucker und Dale, aus den Südstaaten, die sich ein Ferienhaus an einem zugelegt haben. Als die beiden dort dann beginnen, dies zu renovieren und nebenbei ein wenig angeln gehen, treffen sie auf eine Gruppe College Kids, die an diesem See campen. Eines der Mädchen aus der Gruppe stürzt beim Baden im See von einem Felsen und wird von Tucker und Dale gerettet, die anderen College Kids deuten das aber als Versuch sie zu entführen und setzen sich zur Wehr. Von da an eskalieren die Ereignisse.

Der Film war absolut witzig. Beide Gruppen glauben, die jeweils andere will sie töten und durch dumme Zufälle geschehen Ereignisse, die dazu führen, dass sich dieser Eindruck weiter verfestigt. Das alte Storykonzept College Kids vs. Hillbillies wird hier sehr überzeugend umgedreht und die College Kids als Eindringlinge in die beschauliche Welt von Tucker & Dale dargestellt, die doch eigentlich nur ihr Häuschen reparieren wollten. Damit zeigt sich, dass die Hillbillies eigentlich gar nicht böse sind und das immer nur auf Missverständnissen beruht hat ;)

Wertung: 8/10

Hybrid 3D

Ein 3D-Film! Yay! …not. Ein Film, über ein Formwandler-Auto-Wesen, das in einer abgeschlossenen Polizeigarage, in der ein paar Mechaniker in der Nachtschicht arbeiten. Somit durchaus dem Sub-Genre des Car-Horror zuzuordnen.

Obgleich ich Filme wie „Duell“ und „Christine“ mag (…ist Transformers eigentlich auch Car-Horror? *SCNR*) konnte mich Hybrid nicht wirklich überzeugen. Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht, jedoch plätschert der Film streckenweise einfach so dahin und es passiert nicht viel. Die 3D-Effekte waren zwar nicht Mittel zum Zweck, aber wären auch nicht wirklich nötig gewesen. Lediglich am Anfang gab es eine schicke Szene, wo die Kamera senkrecht über Chicago schwebte und die Häuser sehr plastisch aus der Leinwand ragten.

Ansonsten hatte Hybrid nicht viel neues zu bieten. Nachdem das Auto als Gefahrenquelle ausgemacht wurde, begann man sich zur Wehr zu setzen, dies allerdings sehr gemächlich. Entweder hätte man den Film kürzer oder die Handlung interessanter gestalten müssen. Wertung: 3/10

Vorfilm: Der Doppelgänger

Vor Kaboom lief noch ein Vorfilm eines Studenten einer Filmhochschule. Dieser hiess „Der Doppelgänger“ und hangelte sich wohl lose am gleichnamigen Buch entlang (das ich allerdings nicht gelesen habe).Es drehte sich um einen Mann namens Jakob, der plötzlich in seiner Firma auf einen Doppelgänger von ihm selbst trifft. Dieser handelt jedoch wesentlich energischer und tut Dinge, die Jakob sich selbst nicht traut.

Die Optik ist für ein solches Werk überaus faszinierend, hat mich beim Title-Design und bei einigen Einstellungen sehr an Hitchcock errinnert, vor allem an North by Northwest. Auch inhaltlich war der Film überzeugend umgesetzt. Wertung: 6/10

Kaboom

Noch ein toller Film an diesem Tag. Ein abgedrehter Trip zwischen Drogen, Sex und dem Ende der Welt. Die Handlung ist nur schwer besser zusammenzufassen.

Man sitzt die ganze Zeit gebannt da und ist fasziniert, von den Bildern die da auf einen einwirken. Zudem zieht sich die Handlung sehr verworren durch den Film und verbindet verschiedene Stränge erst relativ zum Ende hin.

Viel mehr möchte ich eigentlich nicht verraten um die Spannung aufrecht zu erhalten. Auf jeden Fall ein klares Must-See!

Wertung: 9/10

Four Lions

Überraschenderweise gab es noch einen tollen Film an diesem Tag. Four Lions (anfangs angekündigt als Twentyfour Lions ;-) ) ist eine sehr böse britische Satire über muslimische Terroristen. Leider sind die vier Männer allesamt nicht so besonders clever und so kommt es dazu, dass sie aus einem pakistanischen Trainingscamp geworfen werden, nachdem sie eine Panzerfaust verkehrtrum gehalten und abgefeuert sowie dilletantische Bekennervideos gedreht haben. Auch weiterhin stellen sich die vier nicht besonders helle an und es gipfelt in einem Versuch, sich als Selbstmordattentäter in die Luft zu sprengen.

Wei bereits geschrieben: extrem böse. So ziemlich jedes Klischee über Islamisten wird durch den Kakao gezogen. Man kann diese Vier ob ihrer möglichen Gefährlichkeit garnicht Ernst nehmen. Schön war zu beobachten, wie viel das Publikum bei diesem Film gelacht hat. Sehr zu empfehlen. Wertung: 8/10

Vampires

Eine belgische Doku über das Leben von belgischen Vampiren, die mit ganz alltäglichen Problemen zu tun haben.

Sehr authentisch gemacht, wirkt wie eine echte Doku und ist für eine Weile sehr unterhaltsam. Ist allerdings viel zu lang. Nach etwa zwei Dritteln Laufzeit wechselt die Handlung nach Kanada. Dieser gesamte Teil wäre nicht nötig gewesen, ab da wirkte es nur noch in die notwendige Länge von 90 Minuten gezogen. Wäre eher Material für einen Kurzfilm von 20-30 Minuten gewesen. Wertung: 5/10

Heute, Dienstag, habe ich dann Folgendes geplant:

  • Love Crime
  • Exquisite Corpse
  • The Loved Ones
  • The Last Exorcism
  • Evil – in the Time of Heroes oder Clash, hab mich hier noch nicht entschieden.

Sehr gut finde ich auch, dass gestern eine Preview von Piranha 3D am Mittwoch nach der Closing Night angekündigt wurde. Da bin ich mal gespannt drauf, auch wenn das heisst, dass ich Donnerstags Morgens erst um 4 oder so zu Hause bin und um 6 wieder aufstehen muss…. :-/

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