Fantasy Filmfest 2010, Tag 4

Heute, Samstag, war der vermutlich anstrengendste Tag, denn es gab insgesamt sechs Filme zu sehen. Der erste bereits um 13:00 Uhr, nicht wie an den Wochentagen um 15:00 Uhr.

Brotherhood
Brotherhood handelt von einer missglückten Mutprobe einer Studentenverbindung, bei der ein neues Mitglied angeschossen wird. Im folgenden wird von den Anwesenden versucht, das Problem zu lösen ohne ein Krankenhaus oder die Polizei einzuschalten, da sonst Ärger droht.

Ich war vorher nicht besonders interessiert an dem Film und habe ihn mehr geguckt, weil die Alternative, „Timer“ mich noch weniger interessiert hatte. Dafür wurde ich dann positiv überrascht. Es war schön mit anzusehen, wie die Situation immer weiter eskaliert und alle Beteiligten mehr und mehr den Kopf verlieren. Ich kann den Film durchaus empfehlen. Wertung: 8/10

Get Shorty

Hier wirds schwierig, es gab insgesamt 10 Kurzfilme. Ich spare mir hier mal Wertungen, da hab ich noch nicht so detailliert drüber nachgedacht.

  • Half Hearted

Ein unterhaltsamer Film über einen Mann der nach einer durchzechten Nacht mit einer Prostituierten im Bett aufwacht, sich an nichts mehr errinnern kann und mit ihr versucht die Geschehnisse des Abends zu rekonstruieren und ihr ihr Geld zu beschaffen. War nett anzuschauen und hatte ein etwas gemeines Ende ;)

  • He Dies At The End

Hat mir ebenfalls gut gefallen. Ein Mann wird an seinem Computer aufgefordert, eine Frage-Antwort-Spiel zu spielen um herauszufinden wann und woran er stirbt. Der Titel verrät bereits: Am Ende des Films ist der Mann tot.

  • The Horribly Slow Murderer With The Extremely Inefficient Weapon

Diesen Film hatte ich bereits im Vorfeld gesehen und war wieder begeistert. Unfassbar blödsinnig aber geniale Idee. Obwohl ich glaube, dass die 9 Stunden Fassung, die angesprochen wird, nicht sein muss ;)

  • I Love Sarah Jane

Ein etwas dröger Zombiefilm, der ein paar Kinder und Jugendliche nach einer Zombieapokalypse begleitet. War nicht ganz so überzeugend, da die Zielsetzung auch nicht klar wurde.

  • The Kinematograph

Ein polnischer Animationsfilm (in Farbe und Buunt!) über einen Erfinder, der an der Entwicklung des Farbfilms arbeitet. Optisch ganz nett gemacht, aber schleppend erzählt.

  • Love Me Tender

Dreht sich um eine junge Frau, die auf der Suche nach ihrem Traummann („the white Knight“) ist und bei möglichen Kandidaten etwas rabiate Methoden anwendet, wenn diese sie enttäuschen. Hat mich ein bischen an „Sexykiller“ vom FFF23 (2009) errinnert. Alles in allem ganz ansprechend erzählt. Hat mir gefallen.

  • Oma Rennt!

Eine deutsche Komödie um den Kampf von zwei alten Damen um eine Parkbank… Sehr witzige Idee, angemessene Umsetzung.

  • Shinda Gaijin

EIne junge Frau findet täglich eine Leiche in ihrer Badewanne und muss diese loswerden. Sehr merkwürdiger Film der eine Aufklärung schuldig bleibt. Stellenweise ganz witzig, ansonsten leider verschenktes Potential.

  • The Story Of My Life

Tja, noch so einer… Eine junge Frau wird von einem Mann angesprochen der alles über sie zu wissen scheint. Leider liefert der Film am Ende keinerlei Erklärung wer dieser Mann ist und woher er das alles weiss. Hätte durchaus besser sein können.

  • Uyuni

Mein am wenigsten favorisierter Film. Sehr ernst und direkt. Schönes Setting und gute Schauspieler aber ansonsten nicht so mein Geschmack.

The Last Days of Emma Blank

Eine extrem schwarze holländische Komödie, bei der es um die titelgebende Emma Blank geht, die kurz vor ihrem Ableben steht. Das hindert sie jedoch nicht, ihren Hausangestellten jede Menge blödsinnige Aufträge und Befehle zu erteilen.

Für mich als ausgesprochenen Fan von schwarzem Humor echt super. Sehr gut vor allem auch daher, dass der Film auch im weiteren Verlauf noch so einiges an Überraschungen bietet, gerade wenn es um das Verhältnis der Angestellten zur Hauseigentümerin geht. Wertung: 8/10

Outrage

Tja, schwierig. Ein Yakuza-Film aus Japan. Zusammenfassung kann ich nur grob wiedergeben: Ein Yakuza-Boss beginnt einen Kleinkrieg mit einem anderen Yakuza-Boss. Jede Menge Menschen kommen um. ;)

Ich muss zugeben, ich bin kein großer Asia-Fan – aber Outrage klang ganz gut. Handwerklich war dem Film auch nichts vorzuwerfen, jedoch hatte ich große Probleme der Handlung zu folgen, weil zum einen unheimlich viele Charaktere eingeführt wurden und zum anderen es mir nicht gelungen ist, eine Verbindung zwischen Namen und Gesichtern zu schaffen. Grob habe ich der Handlung folgen können, aber das Hirarchien-Schema innerhalb der Yakuza, das der Film aufgebaut hat, wurde mir dann doch zu komplex. Für mich was das eher nix, aber wie gesagt, ich bin da auch kein Experte. Daher hier auch nur extrem subjektiv 4/10.

The Silent House

Ein Horror-Film aus Uruguay. Ein Mädchen und ihr Vater kommen zu einem einsamen Haus, welches sie aus Gefälligkeit für einen Bekannten reparieren wollen. Nachts, während sie und ihr Vater schlafen, hört sie Geräusche im Haus.

Die Grundhandlung ist nicht besonders innovativ, die Umsetzung jedoch schon. Der Film wurde komplett in einem Take gedreht. Es gibt daher keine Schnitte und die Kamera folgt der Hauptdarstellerin in den meisten Einstellungen direkt hinterher. Dadurch wird eine ungemeine Spannung aufgebaut, jedoch wurde die ewige Erkundung des Hauses ohne das etwas passiert – trotz der latenten Bedrohung – mit der Zeit etwas öde. Das Ende war nicht besonders überraschend, aber völlig in Ordnung. Wertung: 6/10

Ein Punkt, der noch zu erwähnen wäre, ist Ton und Untertitel. Leider kamen die Untertitel völlig asynchron zum Film auf die Leinwand und das auch noch zu früh. Dadurch konnte man aus den Dialogen teilweise schon Dinge entnehmen, die erst später passieren sollten. Der Ton hatte zudem so einige Aussetzer. Das ist offenbar die schöne neue Welt des Digitalkinos… ;)

Hatchet 2
Zum Schluss gab es noch die weltweit erste Aufführung (allerdings nicht die Weltpremiere) von Hatched 2. Im Laufe des Films konnte ich mich dann auch dunkel wieder daran errinnern Teil 1 wohl doch schonmal gesehen zu haben.

Die Handlung schließt direkt an Teil 1 an. Die Hauptperson aus Teil 1 kann fliehen und kommt mit einer Gruppe von Jägern zurück, u.a. um die Leichen von ihrem Vater und ihrem Bruder zurückzuholen. Leider hat der Axtmörder aus dem Sumpf etwas dagegen.

Auch Hatchet 2 ist so ein Film, der genau wie The Human Centipede erst dann richtig Spaß macht, wenn man im Kino mit einem Haufen Leute sitzt, die lauthals darüber lachen, wenn ein Kopf effektvoll in Matsche verwandelt wird. Ansonten hatte der Film keine allzu großen Überraschungen, hat aber sehr gut unterhalten. Wertung: 7/10

Anmerkung: Fehler usw. bitte nachsehen, ich bin extrem müde und meine Augen fallen mir teilweise schon zu… ;)

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