Predators

Samstag Abend waren wir mal wieder in Bremen im Cinespace, um Predators zu gucken. Erschreckenderweise habe ich Anfang letzter Woche festgestellt, dass wir schon ca. 3 Wochen nicht mehr im Kino waren, ein Umstand, der dem nicht besonders tollen Kinoprogramm der letzten Wochen geschuldet war, aber trotzdem schnell geändert werden musste.

Somit kam das Startdatum für Predators, ein Remake des 80er Science-Fiction-Films, durchaus passend. Das Review des Film-Dienst, was ich am Nachmittag gelesen hatte, lies zwar nicht allzuviel erhoffen, dennoch war ich einigermaßen gespannt auf den Film, auch wegen des Trailers.

Vor dem Film gab es noch einen kleinen Imbiss bei KFC, wo ich wegen des warmen Wetters diesmal keine scharfen Hähnchenteile genommen habe. Dabei habe ich allerdings festgestellt, dass die normalen Hähnchenteile nicht besonders toll sind, insbesondere die Panade ist eher enttäuschend. Anschließend waren wir dann noch bei Starbucks, wo man mit seinen Getränken draußen an einem Seitenarm des Hafenbeckens sitzen konnte. Sehr angenehm.

Nun aber zum Film:

Dieser handelt von einer Gruppe von Söldnern, Auftragskillern, Mafiosis und Soldaten, die sich plötzlich – bewaffnet – mitten im Dschungel wiederfinden. Nach kurzer Zeit stellen sie fest, dass sie sich auf einem fremden Planeten befinden und von zunächst unbekannten Wesen gejagt werden.

Mein erster Eindruck nachdem der Film zu Ende war, war durchwachsen. Ich fand ihn nicht furchtbar schlecht, aber auch nicht übermäßig gut. Dies lag zum Einen an den furchtbaren Dialogen, zum Anderen an der Besetzung. Adrian Brody als Elitesoldat passt irgendwie so garnicht. Die Dialoge wurden vermutlich durch die deutsche Synchro noch verschlechtert, was man teilweise an den Eins zu Eins übersetzten englischen Redewendungen oder Floskeln bemerken konnte.

Auch die Story hatte einige Lücken. Darunter fallen z.B. der improvisierte Kompass, der sich im Kreis dreht bzw. die Planeten am Himmel. Ersteres halte ich für merkwürdig, da ein solches Verhalten m.E. nur dann auftreten kann, wenn man sich exakt am magnetischen Nord- oder Südpol befindet (man möge mich da bitte korrigieren, wenn dem nicht so ist) und nicht einfach so, nur weil man gerade nicht auf der Erde ist. Wenn andererseits kein Magnetfeld vorhanden sein sollte, wären die Protagonisten und die Vegetation nach kurzer Zeit bereits recht unansehnlich (auch hier möge man mich bitte korrigieren). Das Problem mit den Planeten am Himmel sehe ich darin, dass diese bei Tageslicht in recht großer Darstellung zu sehen waren. Wenn Planeten am hellichten Tag in dieser Größe zu sehen sind, habe ich die Vermutung, dass diese so nah sein müssen, dass die Anziehungskräfte schon vor einiger Zeit einen von beiden mit dem anderen hätten kollidieren lassen müssen.

Zudem war die Rolle von Lawrence Fishburne, als psychopathischer Überlebender auf dem Planeten eher Fehl am Platze und wirkte nicht passend besetzt.

Alles in allem wurde ich aber durchschnittlich gut unterhalten, sodass ich mich nicht geärgert habe, den Film anzuschauen. Jedoch wäre es auch kein großer Verlust gewesen, wenn nicht.

Abschließend muss ich noch ein paar Worte zu etwas verlieren, was mich ziemlich aufgeregt hat. Es gibt immer wieder irgendwelche Spezialexperten, die es für eine Superidee halten, während des Abspanns aufzustehen und langwierig vor allen, die dahintersitzen, ihre Jacken anzuziehen usw. – damit habe ich mich mittlerweile abgefunden. Allerdings gab es am Samstag dann wieder ein paar Leute, denen das nicht bescheuert genug war, nein, man muss sich während des Abspanns ja noch unbedingt mit Leuten, die man kennt, im Stehen in der Reihe unterhalten. Das kann man auch auf keinen Fall draußen oder sonstwo machen, nein, es ist wichtig, das im Kinosaal während des Abspanns zu tun. Ich hatte in dem Moment leichte, aber nur ganz leichte Hassgefühle in mir.

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