Eine Reise nach Münster

Gestern Abend bin ich mit Daniel, Sven, Sascha und Jan in Münster gewesen, primär um Knight & Day zu gucken, sekundär um mein Projekt „Alle Top 20 Multiplex-Kinos in Deutschland besucht haben“ weiter vorran zu bringen und im Road Stop zu essen :)

Nach einer Fahrt von Diepholz nach Bramsche durch mich, haben wir dort das Auto gewechselt, sodass der Jan uns dann nach Münster transportiert hat. Zunächst sind wir, als wir so gegen 1800 da ankamen zum Kino gefahren, um die Karten abzuholen, da man diese online leider nur reservieren, aber nicht kaufen konnte. Zudem war es notwendig geworden, einen weiteren Sitzplatz zu akquirieren, was allerdings nicht mehr neben den bereits reservierten Plätzen möglich war, sodass wir Plätze in der fünften Reihe nehmen mussten.

Als wir die Karten gekauft hatten, sind wir weiter zum Road Stop gefahren. Auf dem Parkplatz war eine Menge los, sodass ich erst dachte, dass problematisch werden könnte, diese Zweifel wurden jedoch schnell ausgeräumt, als wir einen der vielen freien Plätze im Außenbereich in Anspruch nahmen. Samstags Abends gibts angenehmerweise ein Buffet, das sog. Classic Buffet, welche ich im Rahmen meiner dienstlichen Aufenthalte in Münster noch nicht ausprobiert hatte (dabei war ich lediglich in den Genuss des Freitags (Burger) und des Sonntags (mh.. war sowas ähnliches wie das Classic Buffet) gekommen). Ich hatte daher zwei Burger mit der unfassbar leckeren BBQ-Sauce, die die da haben, zwei Maiskolben-Teilstücke, ein Stück Fleisch, zwei Ribs (leider etwas sehnig) und ein paar Pommes bzw. Wedges. Anschließend als Nachtisch noch einen Wackelpudding mit Vanillesauce. Es war wieder einmal unheimlich lecker und hat die Führungsposition des Road Stop in meinem persönlichen Restaurant-Ranking weiter gefestigt :)

Als wir dann fertig waren fuhren wir weiter zum Kino. Hier konnten wir – trotz eines Beinahe-Unfalls im Parkhaus auf Grund eines verkehrtrum fahrenden Deppens – problemlos einen Parkplatz im angrenzenden Parkhaus finden und mit den bereits gekauften Karten direkt zum Saal gehen. Hier kamen wir dann auch unfassbar pünktlich an, sodass das Licht direkt ausging, als wir uns hingesetzt hatten.

Der Lokalwerbungsanteil war angenehm gering (leider auch hier mit dem dämlichen brüllenden Hinterwäldler von einem Mobilfunk-Anbieter), die Filmtrailer brachten den Werbeblock dann aber doch noch auf etwa eine halbe Stunde. Leider konnte man hier immer noch nicht auf die grausame Unart des Eisverkaufens im Saal verzichten. Nach quälenden Minuten die sich dies hinzog konnte dann aber endlich der Film beginnen.

Ich war von diesem Film relativ unvoreingenommen. Die Trailer die ich bislang gesehen hatte, warum unterhaltsam, aber auch nicht besonders tiefgehend und die Reviews sehr unterschiedlich. Spiegel Online war eher negativ, der Film-Dienst eher positiv – ich schloss daher aus Erfahrungswerten, dass der Film garnicht so schlecht sein kann, da ich meist mit der Film-Dienst Kritik übereinstimme und die Spiegel Online Kritiken eigentlich immer das genaue Gegenteil meiner Meinung abbilden. Diese These wurde auch diesmal nicht wiederlegt.

Die Handlung dreht sich um eine junge Frau namens June aus Boston, die von Wisconsin aus mit dem Flugzeug nach Hause reisen will um dort der Hochzeit ihrer Schwester beizuwohnen. Hierbei lernt sie Roy Miller kennen, mit dem sie im Terminal zwei Zusammenstöße hat und dann an Bord der gleichen, leicht besetzten Maschine landet. Während sie im Waschraum einen verschütteten Drink von Ihrer Kleidung entfernt, dezimiert Roy das Flugzeug um alle Anwesende (inkl. Crew), da es sich hierbei um Agenten handelte, die Roy jagen. Hierdurch wird June in eine Jagd nach Roy verwickelt, die beide durch mehrere Länder führt.

Eins vorweg: Die Handlung ist eher seicht. Es gibt keine großartigen Überraschungen oder Wendungen, was allerdings auch nicht so schlimm ist. Der Film legt ein hohes Erzähltempo vor, sodass einem trotzdem nicht langweilig wird. Es gibt schöne Orte zu bewundern und einige Action-Sequenzen die ebenfalls durchaus sehenswert sind. Die Besetzung ist angemessen, ich finde auch, dass Tom Cruise nach mangelhaften Auftritten in War of the Worlds und Mission Impossible 3 wieder eine recht gute Performance abgeliefert hat. Ein interessantes Stilmittel war die Entscheidung, dass Roy June diverse Male betäubt, wenn beide einen Ort verlassen um an einen anderen zu gelangen. Gerade der erste Ortswechsel war interessant, da man hier im Anschluss an eine Schießerei in Boston mehrmals das Blickfeld der kurz aufwachenden June zu sehen bekommt, jedes Mal ein anderes Fahrzeug sieht und schließlich auf einer einsamen Insel landet. Dieses Prinzip hat mich ein wenig an das Missing-Footage bei Planet Terror errinnert, das in etwa den gleichen Effekt erreicht hat.

Alles in allem war es ein durchaus netter Film, der als Füllung des Sommerlochs zu unterhalten wusste.

Der nächste Programmpunkt für mein Projekt „Alle Top 20 Multiplex-Kinos in Deutschland besucht haben“ ist dann übrigens das CinemaxX in Essen, welches auf Platz 1 der Liste ist. Da interessiert mich dann zudem der Saal 13 mit Ledersofas und kleinen Glastischchen :)

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