Cinedom Köln / The Crazies

Nun hab ich meinen Abend hier in Köln dazu genutzt, die lokale Kinolandschaft zu erkunden, nachdem im letzten Film-Dienst ein Bericht über das Kinosterben in Köln zu lesen war. Daher war ich heute im 5. größten Multiplex Deutschlands, im Kölner Cinedom. Der Film, den ich mir ausgesucht hatte, war „The Crazies“, welcher ebenfalls im letzten Film-Dienst ein Review erhielt und dabei garnicht schlecht abgeschnitten hatte. Es handelt sich bei dem Film nebenbei um ein Remake eines Film von George Romero von 1973. Zu meiner Schande muss ich gestehen, diesen noch nicht gesehen zu haben.

Ich war zunächst ein wenig skeptisch ob der Tatsache, dass die letzten Zombie-Filme, die ich gesehen hatte, nicht besonders überragend waren. Im Gedächtnis geblieben sind mit Romeros Survival of the Dead sowie wenn man ihn denn als Zombie-Film werten will Carriers; beides keine besonders glorreichen Vertreter ihres Genres.

Bevor ich zum Film komme, muss ich mich allerdings noch über die mangelnde Leistungsfähigkeit der Gastronomie beschweren. Ich war eine dreiviertel Stunde vor Filmbeginn an der Kasse fertig und wollte dann im Casablanca Café Americain mein Abendessen verzehren. Leider war es nicht möglich, vor Filmbeginn mein Essen fertigzustellen, sodass ich nur eine Cola getrunken habe und vergeblich bis 20:10 gewartet habe. Immerhin wurde das Essen problemlos storniert und ich musste nur die Cola zahlen. Finde ich äußerst schade, da mir allein schon der Name sehr gefallen hat :)

Ich habe einen recht guten Platz in der 8. Reihe in der Mitte erhalten und überraschenderweise war es doch ziemlich voll, obwohl im Cinedom Montag bis Mittwoch Kinotag ist, wo man nur 6€ zahlt. Das Publikum war sehr durchwachsen, ich habe so einige nervende Leute mit Popcorn-Tüten und lauten Stimmen in meiner unmittelbaren Umgebung gehabt, aber ich schätze dass das in einem ähnlichen Verhältnis wie in Bremen lag. Während des Films war deren Lautstärke dann auch relativ erträglich. Was ich nicht besonders gut fand war, dass während der Werbung das Licht noch anblieb. Was bei Lokalwerbung zu verschmerzen ist, wirkt sich doch sehr unangenehm bei Trailern aus.

Nun aber zum Film:

The Crazies“ spielt in einer amerikanischen Kleinstadt namens Ogden Marsh in Iowa, einem sehr ruhigen Ort. Beim Baseball-Spiel der örtlichen Mannschaft erscheint jedoch einer der Einwohner mit einer Schrotflinte auf dem Spielfeld und wird, nachdem er die Waffe nicht niederlegen will, vom Sherrif erschossen. Nach und nach beginnen immer mehr Einwohner sich zu verändern woraufhin kurze Zeit später festgestellt wird, dass in ein Gewässer der Stadt ein militärisches Flugzeug gestürzt ist und dieses Gewässer fließt in Richtung des örtlichen Trinkwasserreservoirs. Natürlich ist auch das Militär schon dabei, die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Auf den ersten Blick klingt die Story recht unoriginell, das diese bereits in ähnlicher Form vielfach erzählt wurde. Jedoch überzeugen die Schauspieler in Form von Sheriff Dutton, seiner Frau der örtlichen Ärztin, dem Deputy Sheriff und der Assistentin der Ärztin, allen vorran Timothy Olyphant in ersterer Rolle. Dieser hatte zuvor bereits in „A Perfect Getaway“ eine recht überzeugende Leistung abgeliefert sowie in „Live Free or Die Hard“ Thomas Gabriel gespielt. Seine Rolle hat mich auch am meisten beeindruckt. Zudem waren die Präsentation der Story und das Setting durchaus passend gewählt, diverse Schock-Momente inbegriffen.

Mein persönliches Highlight war im Übrigen eine Szene kurz vor Schluss, die optisch extrem eindrucksvoll war und die ich gerne als Poster hätte :)

Was mir zu Beginn des Films nicht klar war und ich erst im Abspann festgestellt habe war, dass George Romero den Film produziert hat. Wäre schön gewesen, wenn Survival of the Dead qualitativ auch ein wenig mehr in diese Richtung gegangen wäre…