Piraten habens gut

…, wenn sie nicht von Jerry Bruckheimer überredet wurden, in dessen neuen MeisterMachwerk Pirates of the Caribean – At World’s End mitzuspielen.

Ich kam heute Abend dann – durchaus noch positiv aufgeschlossen, ungeachtet der vielen schlechten Meinungen im Vorfeld – in den zweifelhaften Genuss des Films. Wir waren wieder mal in Bremen im Kristallpalast, natürlich nicht ohne das obligatorische vorherige Strikees Essen. Ich hatte einen leckeren Turkey Burrito und Nachos, sehr gut :) Im Anschluss gabs noch ein McFlurry beim nahegelegenen McDonalds um dann wieder zum Kino zurückzugehen und den Saal aufzusuchen. Dort dann angekommen gingen auch bald die Trailer los und irgendwann startete dann auch der Film.

Damit sich keiner wegen Spoilern beschwert, weiteres erst nach Klick auf

Nach einer einführenden Hinrichtungsszene kam dann ein, wie ich fand, sehr schön gestaltetes kurzes Intro. Zunächst war ich dann unschlüssig, was ich davon halten sollte und dachte nach einiger Zeit an wohlwollende 5/10 Punkte. Leider sackte der Film dann sehr schnell massiv ab, spätestens kurz bevor die Crew um Barbossa, Elisabeth und Will in der Totenwelt angekommen war um Jack Sparrow zu retten, kam eine an Blödheit und Überflüssigkeit kaum zu übertreffende Szene. In dieser interagierten mehrere Jacks an Bord der Black Pearl, es wirkte einfach nur blödsinnig und lächerlich und alleine für diese Szene verlor der Film einen Punkt bei meiner Wertung.

Es ging dann genauso weiter, die Protagonisten verrieten sich untereinander an den Feind aus den unterschiedlichsten Gründen und nach einiger Zeit war völlig unklar, wer warum aus welchen Motiven was gemacht hatte und eigentlich auch völlig egal.

Das Kino ansich handelte sich einen Negativpunkt ein, indem es nach der Hälfte des Films eine Pause veranstaltete, welche gefühltermaßen eine halbe Stunde dauerte und absolut nicht nötig war.

Als diese dann endlich zuende war, ging das Elend weiter und die Handlung zog sich schleppend dahin, bis man endlich zum Showdown kam, wo alle Hauptcharaktere und Feinde endlich aufeinandertrafen. Selbst dieser zog sich furchtbar in die Länge. Merkwürdige Schlachten in einem riesigen Strudel, währenddessen Jack und Davy Jones auf einem Querträger eines Mastes kämpfen. Und immer noch. Und nach einer weiteren Zwischenszene immer noch…

Irgendeiner der Beteiligten kam dann noch auf die Idee, dass es furchtbar toll sei, wenn Will und Elisabeth während der Schlacht an Bord der Black Pearl heiraten würden und von Barbossa getraut würden. Mal davon ab, dass das totaler Blödsinn ist, nein es zog alles noch weiter in Länge. (Hat allerdings den fragwürdigen Vorteil, dass die Hochzeit von Riker und Troy in Star Trek X als überflüssigste Filmhochzeit den Titel abgeben musste)

Es war echt eine Erlösung, als endlich der Vorhang zuging, denn auf Grund der kurzen Sequenz am Ende des Abspanns musste man ja noch bis zum Ende dessen warten, verdient hatte die Crew des Films es eigentlich nicht, den Abspann zu betrachten.

Zu gute halten muss man ihm allerdings noch die eine oder andere lustige Szene, die mir dann doch recht gut gefallen hat, allerdings konnte dies den Film nicht retten und seine Schwächen bei weitem nicht ausgleichen.

Wie Steeefan es gestern bereits schrieb:

Hier die beste Szene des Films:

Captain Jack Sparrow: “…und es heißt nicht ‘das einzigste’…”

Auch wenn es im Vorfeld eigentlich abzusehen war, dass der Film eine Katastrophe würde, wollte ich eigentlich nicht so richtig daran glauben, insofern bin ich doch ziemlich enttäuscht davon. (4/10)

4 Gedanken zu „Piraten habens gut“

  1. bin ganz deiner meinung, vor allem das hier:“Es ging dann genauso weiter, die Protagonisten verrieten sich untereinander an den Feind aus den unterschiedlichsten Gründen und nach einiger Zeit war völlig unklar, wer warum aus welchen Motiven was gemacht hatte und eigentlich auch völlig egal.“
    ich dachte erst das es an meinen englischkenntnissen liegen würde, das ich nich alles ganz verstehe, aber wenn du das in deutsch auch findest bin ich beruhigt ;)

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