Smee again ;)

Hab grad was sehr interessantes geguckt und zwar kam vor kurzem auf dem SciFi Channel zum 40 jährigen Jubiläum von Star Trek eine Dokumentationsreihe („Star Trek – Science vs. Fiction“) zur physikalischen Machbarkeit von den in Star Trek vorkommenden Technologien, moderiert von Prof. Dr. Harald Lesch, demjenigen, der auch die Sendung „Alpha Centauri“ auf BRalpha moderiert. Kann diese Doku sehr empfehlen, zumal er das sehr anschaulich erklärt und z.T. auch sehr lustiges dabei erzählt.

Außerdem hab ich noch ein lustiges Bild wiedergefunden, und zwar einen Zeitungsausschnitt, den ich vor Jahren mal irgendwo im Internet gefunden hab, ich finde das darf nicht verloren gehen ;)

Nö, Danke.

Freitag Abend war mal wieder LordXtra und ich habe das Bedürfnis, dadrüber dringend was zu verschriftlichen, da ich mit dem gesamten technischen Ablauf nicht wirklich zufrieden war. Begonnen hat es im Grunde Mittwoch. An diesem Abend habe ich einen Anhänger voll Material nach Lemförde gefahren, der auf Grund einer recht einseitigen Beladung doch nicht grad wenig Schlagseite hatte ;) Vielleicht hätte mir dies schon symbolisieren sollen, worauf es hinausläuft.

Gerade angekommen, dann gleich die erste Problematik: Am nächsten Tag, für den das Aufbauen für 10:00 Uhr geplant war konnten wir erst um 12:00 Uhr anfangen, nachdem sich irgendwelche Parallelveranstaltungen angesagt hatten. Allerdings: Ich erfuhr, dass wir bei der nächsten Veranstaltung eine 32A Dose mit eigenem Stromkreis in den Keller gelegt bekommen. Damit entfiele ENDLICH das nervige „130 Meter 32A-CEE-Kabel-quer-durch-Dornengebüsche-verlegen“. Nachdem wir dann ausgeladen hatten und alles in der Kapelle war, bin ich erstmal wieder nach Hause gefahren.

Zweiter Tag, Donnerstag. Nachdem ich den Beamer abgeholt hatte und mich im E-Zentrum mit Getränken eingedeckt hatte, bin ich dann wieder nach Lemförde gefahren. Dort konnten wir dann schonmal beginnen, die 130mtr. 32A CEE Kabel bis zur Gerage an der Straße zu verlegen. Das gestaltete sich als etwas kompliziert, da wir am Anfang des Weges zuviel Reserve eingeplant hatten und somit diese nachziehen mussten. Wir bauten oben den Fernseher für die Kamera und Liedtextübertragung auf und schlossen diesen an. Danach gab es eine Zwangspause, da wir im hinteren Bereich nicht weitermachen konnten. Daher gings dann erstmal los, unheimlich leckeres Mittagessen essen, im Jägerhof (in Form von Schnitzeln) :)

Wieder zurück gings weiter. Licht aufbauen, Ton aufbauen, Dimmer anschliessen, Truss hochziehen, usw. So gegen ca. 17:00 Uhr waren wir fürs Erste fertig, das Material stand, alles lief und die Bands konnten anfangen ihre Instrumente aufzubauen. In der Zwischenzeit wurde Dekomaterial verteilt und aufgehängt. Abends gab es dann Essen, ich hatte allerdings keinen Hunger mehr, da ich total kapputt, irgendwie krank, ein wenig genervt und müde war. Erste Probleme kamen auf: Wir hatten absolut kein Gaffa Tape mehr. Man konnte somit nix fixieren, keine Kabelmatten, keine Podestvorhänge. Sehr blöd.

Dieses Problem wurde dann von mir am Freitagmorgen behoben, indem ich unter dem Einfluss von Aspirin ;) nach Lohne zu Pan Music gefahren bin und dort neues gekauft hab. Dann gegen halb 2 habe ich den Anhänger abgeholt, im Anschluss Lena aus Vechta abgeholt und dann gings wieder nach Lemförde. Dort konnte ich zumindest beginnen, das Material was ich am Vortag nicht befestigen konnte, mit dem neuen Gaffa anzukleben. Dann lag noch überall Gelumpe rum, dass ich in den Keller gebracht habe und danach konnte ich dann, zusammen mit Marius unserem neuen Techniker, den Lightcommander programmieren. Als das durch war, wurden noch ein paar Kleinigkeiten erledigt und dann gings auch schon bald los. D.h. die Hektik bei uns ging bald los, denn nun sollte das komplette Desaster seinen Lauf nehmen…

Um ca. 20 nach 7 stellte sich heraus, dass das Notebook, von welchem die zentrale Präsentation laufen sollte, ein Brummen, welches von irgendeiner Schleife über den Videomischer herrührte (Alle beteiligten Geräte hatten Eurostecker, daher keinen PE Leiter, bzw. die Notebooks waren nichtmal am Stromnetz angeschlossen… ?!?), verursachte und man somit die Audiospur der Videos, nicht verstehen konnte. Nun hatten wir noch knapp 10 Minuten das Problem zu lösen. Komischerweise war das Brummen auch bei einem anderen Notebook mit einem anderen Kabel wieder da, obwohl das in exakt dieser Konfiguration einige Zeit vorher ohne Probleme funktioniert hat (Natürlich wird der Grundsatz „Never touch a running System“ hierbei überhaupt nicht beachtet…) Nachdem wir dann um halb 8 anfangen mussten, entschieden wir uns, das Brummen mittels eines Gates soweit abzudrehen, dass es erträglich war, allerdings klang die Intromusik dafür unheimlich blöd, da die unteren Frequenzen komplett fehlten.

Während im darauffolgenden Teil des Ablaufs die Band spielte, versuchten wir für die noch kommende Video-Umfrage des Kreativteams, die ja unter dem gleichen Problem litt, eine Lösung zu finden. Wir entschieden uns für die absolute Notfalllösung, Ton und Video per Handzeichen synchronisiert, von verschiedenen Rechnern abzuspielen. Das das nicht 100%ig klappte, war ansich schon abzusehen, aber nicht zu ändern. Allerdings verbesserte die ohnehin zu laute Hintergrundmusik das Gesamtproblem nicht wirklich und so kam es, dass Bild und Ton asynchron waren und man nicht wirklich verstand, was gesagt wurde. (Der Versuch, im Vorfeld der Veranstaltung, das Video nochmals nachzubearbeiten und die Musik zu reduzieren, scheiterte an der zu langen Renderdauer des Videos…)
Nun, danach konnten wir uns dann wieder einigermaßen entspannen, denn nun war von unserer Seite aus nicht außergewöhnliches mehr geplant. Nur noch ein wenig Musik von der Band, etwas Moderatoren und dann war auch schon bald Schluss. Tja, daraus wurde aber nichts: Gegen Ende eines längeren Redebeitrages machte es plötzlich auf meiner linken Seite ein lautes Geräusch, etwa „ZISSSSCHHHH“. Nachdem ich langsam realisiert habe, woher das kam, blickte ich nach links und stellte das Auftreten einer riesigen schwarzen Rauchwolke fest. Martin, der direkt daneben bzw. dadrin saß, schaltete schnell die Stromverteilung des Racks aus, aus dem die Wolke aufstieg (alles lokal vorhandenes Equipment, von uns lediglich als Stromquelle [für ein Notebooknetzteil] bzw. einzelne Geräte des Videoequipments genutzt) Dies hatte zur Folge, das sowohl das Beamersignal verschwand, da das Videopult sich nun über akuten Elektronenmangel beschwerte, als auch das vom Redner benutzte Mikrofon (welches das einzige akustische Gerät aus dieser Anlage darstellte, das wir tatsächlich nutzten) aufhärte zu funktionieren. Nun brach absolute Hektik aus. Zum Glück konnte ich diesmal das Licht Marius überlassen und mich selber um die Stromproblematik kümmern. Zunächst musste für ein anderes Mikrofon gesorgt werden, damit der Ablauf nicht weiter gestört wurde. Während Martin versuchte, die Ursache zu lokalisieren organisierte ich eine provisorische Zuleitung für die Videoverteilung, damit der Beamer wieder ein Bild lieferte. In der Zwischenzeit hatte die Band begonnen zu spielen, sodass eigentlich Text auf dem Beamer hätte erscheinen müssen. Dem war dann aber erst gegen Ende des Liedes wieder so. (Sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass die Stromverteilung des Racks aus mehreren kaskadierten und kunstvoll ineinandergesteckten Mehrfachsteckdosenleisten bestand, die ihren Strom alle aus einer einzigen Schuko Steckdose in der Wand bezogen???)
Dann am Ende konnten die Besucher doch nicht umhin, alle einzeln auf die Originelle Idee zu kommen, zu fragen was denn passiert sei oder unheimlich lustig zu sein und unheimlich witzige Bemerkungen loszulassen.
Im Nachhinein stellte sich dann raus, dass ein sog. Virtualizer von der Firma mit dem gelben Logo und dem Ohr drin im wahrsten Sinne des Wortes abgeraucht war. (Komisch, dass ausgerechnet Behringer Equipment abraucht… ;) ) Zum Glück hatte dies keinerlei Auswirkung auf die restliche lokale Anlage, sodass diese problemlos weitergenutzt werden kann. Trotzdem kann ich auf solch eine Chaosveranstaltung gerne verzichten.

Beim Abbauen stellten sich dann noch Probleme ein, da durch die nun zugemietete Kling&Freitag Frontline (2x CA1515 + 2x SW215D + Amping) der Platz im Anhänger nur noch recht knapp war und somit massive Probleme beim Einladen entstanden, da man diverse Racks und Cases erst passend puzzlen musste. Als dann am Samstag noch die Nachbesprechung stattfand hab ich noch das im nebenstehenden Bild gezeigte beobachtet ;) Kein Kommentar. (Achja, als ich dann das CEE Strommaterial wieder weggebracht hab, hat sich mir gezeigt, wie unheimlich praktisch wiederverwendbare Kabelbinder sind. Nur leider fehlt noch der Griff dran, mit denen man die wegwerfen kann. — Sie fallen nämlich unter Belastung auseinander, großer Spaß!)
In diesem Sinne: Mahlzeit. ;)