Private Eye – Live Blog #3

Auch heute begeben wir uns wieder einmal ins viktorianische England um grausame Morde aufzuklären – oder vielmehr um den heldenhaften Ermittlern von Scotland Yard dabei beizuwohnen wie sie die Bevölkerung mit ihren Handlungen nachhaltig beunruhigen.

(15:20) Die heutige Gruppe von Ermittlern ist leicht anders zusammengesetzt – möglicherweise auf Grund von Urlaubsvertretungen. Daher wollen wir uns die Anwesenden einmal kurz ansehen:

  • Dr. Quincy West und Dr. Emily Dubbons: Die fähigsten Gerichtsmediziner, die Scotland Yard für diesen Fall entbehren konnte. (Man bemerke: der zweite Name ist nicht der gleiche wie sonst!) Dr. West hat übrigens immer eine praktische Schaufel dabei, mir der er einmal einen gewissen Lord Randall erschlagen hat. Aber das ist eine andere Geschichte.
  • Dr. Odo Brown: Ein Kriminologe mit einem Hang zu fragwürdigen Experimenten, die glücklicherweise nie zu einem Abschluss kommen.
  • Florence Davies: Versicherungsdetektivin von Lloyd und verantwortlich für die Übernahme von sämtlichen Spesenabrechnungen.
  • Cpt. Nathan Bradley: Ehemaliger Captain der amerikanischen Streitkräfte aus New York, der aktuell bei Pinkerton als Detektiv arbeitet.

(15:24) Wir schreiben den 23.05.1880 – ein sonniger Tag im viktorianischen England. Dr. Dubbons bekommt im Keller von Scotland Yard einen Brief von ihrer Freundin Esther Shepard, die sie zu einer Teeparty auf ihrem Anwesen in Marden, Kent einlädt. Da es sich um eine Teeparty handelt und sie eine männliche Begleitung mitbringen soll, kommt ihr sofort ihr in Teefragen sehr bewanderte und überaus kultivierte Büro-Mitbewohner Dr. Quincy West in den Sinn. Dieser sagt natürlich zu.

Währenddessen wird Florence Davies von ihrem Chef auf Grund von Ermittlungen auch zu diesem Anwesen geschickt.

(15:33) Captain Bradley wird von seinem Chef ebenfalls zu dem Anwesen Cleathorpes Manor der Familie Wallingford geschickt. Nur Doctor Brown muss alleine bei Scotland Yard bleiben. Schließlich muss da auch jemand nach dem Rechten sehen.

(15:42) Zu früh gefreut: Dr. Brown bekommt eine Einladung von seinem alten Freund Alfred Wallinford auf dem Anwesen seines Vaters: Cleathorpes Manor in Marden, Kent.

Zeitsprung: Eine Woche später, der 30.05. – die Ermittler, alle aus unterschiedlichen Gründen, befinden sich am Bahnhof.

(15:48) Dr. West und Dr. Dubbons treffen auf Miss Davies, Dr. West stellt die beiden jeweils vor. Zu Dr. West’s Unglück treffen sie ebenfalls auf Dr. Brown. Schließlich trifft auch noch Captain Bradley auf die anderen, Dr. West ist sichtlich erleichtert nicht allein mit Dr. Brown auf diese Reise gehen zu müssen.

Als der Zug abfährt sieht man eine Dame hinter dem Zug herrennen und rufen, dass der Zug angehalten werden solle. Schließlich springt ein Mann aus dem Zug, greift sich die Frau und er rennt dann dem Zug mit ihr hinterher. Jemand zieht die Notbremse, der Zug hält an und die Frau steigt schließlich ein, nicht ohne den Schaffner zurechtzuweisen. Ihre Kleider deuten darauf hin, dass sie wohlhabend zu sein scheint.

(15:55) Als sie an Captain Bradley (der als einziger in der zweiten Klasse fährt) vorbeigeht, tippt dieser sich an seinen Hut.

Die Ermittler fahren ca. eine Stunde und kommen dann in Maden an. Vor dem Bahnhof warten zwei Kutschen. Die hinter dem Zug hergelaufene Frau wird als Lady Strickleton angesprochen.

Ein Mann stellt sich den Ermittlern als David Wallingford vor.

(16:03) Nach langer Fahrt kommen die Ermittler bei einem ziemlich großen Haus an. Es gibt einen Zaun und einen Pförtner. Die beiden Kutschen rollen durch das Tor und halten auf dem Hof. Ein Butler kommt aus dem Haus und begrüßt die Gäste.

(16:05) Eine ältere Dame kommt aus dem Haus. Sie sieht sehr vornehm, aber kränklich aus. Sie begrüßt die Anwesenden auf ihrem Anwesen. Sie scheint die Hausherrin zu sein und bittet die Gäste in den Salon. Lady Strickleton begrüßt sie etwas herzlicher.

(16:07) Im Salon sitzen William Wallingford (der Herr des Hauses, in seinem Lieblingssessel), Andrew Chiddingfield (Schwiegersohn von William Wallingford, Pfeife rauchend und verheiratet mit Patricia Wallingford), Esther Shepard (die Freundin von Dr. Dubbons, Verlobte von David Wallingford), Helen Wallingford (die Hausherrin von vorhin) sowie ein ältlicher Herr namens Philip Quash.

Der Stammbaum dieser Familie ist übrigens dem Vernehmen nach wieder einmal kein Kreis.

(16:21) Derzeit unterhalten sich die Leute im Salon über banale Themen. Politik, Arbeit, Hobbies. Das übliche eben. Noch ist überraschenderweise niemand tot.

(16:22) Dr. West isst ein Sandwich. Der Butler sieht glücklich aus, weil jemand seine Sandwiches isst. Dr. West, kauend, zum Butler: „Bwuute Pfaandwiches!“ *kau* *mampf*

(16:25) Esther bittet ihre Freundin Dr. Dubbons mit auf eine von David vorgeschlagene Bootstour zu kommen. Dieser sieht nicht gerade glücklich aus und versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Dr. Dubbons: „Aber ich liebe Bootfahren!“ sie führt weiter aus: „Ansonsten habe ich einen Kollegen, aber ich würde diesen See schon sehr gerne bestreiten.“

(16:31) „William geht in die Bibliothek und dort öffnet sich eine Tür und dahinter steht…“ – Dr. West: „…ein Monster. Mit Tentakeln.“

David, seine Verlobte, Dr. West und Dr. Dubbons gehen nun zusammen zum Bootssteg. David spricht wieder einmal meinen Lieblings-Satz aus, als er auf die Beziehung zwischen Dr. West und Dr. Dubbons zu sprechen kommt: „Ist Dr. Dubbons eigentlich ihre Verlobte?“ – Dr. West: „Nein, nein, sie ist meine Kollegin.“ – David: „Ihre Kollegin?“ – Dr. West: „Genau, bei Scotland Yard.“ – David: „Was, eine Frau bei Scotland Yard?“ – Dr. West: „Ja, sehen sie, wir sind aus London.“

(16:36) Im Salon gibt es derweil einen Eklat als Mary, die Witwe von Raymond Wallingford mit ihrem Sohn dazustößt. Diese war eine Bürgerliche und deshalb mag Patricia sie nicht. Sie mault sie an und Andrew muss dazwischen gehen.

(16:39) Captain Bradley träumt:

Er spricht gerade mit Andrew: „An was ist Andrew eigentlich gestorben?“ – „Was? Ich lebe noch?“ – In dem Moment springt Dr. West mit der Schaufel hinter einem Vorhang hervor, haut ihm mit der Schaufel auf den Kopf und verschwindet wieder hinter dem Vorhang.

(16:43) Ohh, diese ganzen Adeligen benehmen sich ja schon wieder so wunderbar überheblich. Dr. West ist SO froh seine Schaufel dabei zu haben.

(16:55) Captain Bradley schleimt sich bei Mary Wallingford ein und erzählt von seinem Leben in Amerika und dem fortschrittlichen Frauenbild dort. Mary findet das gut.

(17:01) Der Hausherr war Minister, sein Sohn Richard ist Abgeordneter und war ebenfalls mal Minister. Ich tippe auf ein verfrühtes Ableben von einem der beiden.

(17:03) Captain Bradley findet das Anwesen „urig“ und erzählt davon, dass ihn das Herrenhaus an Anwesen in den Südstaaten erinnert und es Geschichten davon gäbe, dass die Herrschaften dort von ihren Angestellten umgebracht wurden. Gute Gespräche!

Jetzt spricht er mit dem Sohn von Mary: „Na Junge, willst du später auch mal in die Politik gehen oder wärst du lieber… Cowboy in Amerika?“ – „Mom, wer ist der Mann?“

(17:10) Die Bootstour neigt sich dem Ende. Dr. West erzählt während der Fahrt David die ganze Zeit vom fortschrittlichen Leben in London. David mag ihn deswegen sehr.

Ich frage mich immer noch wann endlich jemand stirbt.

(17:19) West, David, Dubbons und Esther kehren in den Salon zurück. Die Türen schwingen auf, sie treten ein. Man sieht einen leichenblassen und entnervten David Wallingford und neben ihm Dr. West: „…und sehen Sie, DAS ist der Grund, warum London so großartig ist!“ – David: „TRENTON! Ich brauche sofort einen Brandy! Sofort!“

(17:23) Oooohh! Endlich passiert was! In der Bibliothek scheint laut dem Butler etwas passiert zu sein. Leider ist die Tür verschlossen. Dr. West, Dr. Brown, Captain Bradley und Miss Davies versuchen alle vergeblich die Tür zu öffnen. Schließlich schafft Miss Davies es bei einem zweiten Versuch dann doch noch. Inzwischen stehen alle Anwesenden hinter den Ermittlern und schauen ihnen zu.

Als die Tür offen ist, sieht man ein Chaos aus offenen Schränken, Büchern, die auf dem Boden liegen und anderen Dokumenten. Es ist niemand im Raum und das Terassenfenster steht offen. Captain Bradley schaut sich die Dokumente an, es sind Rechnungen, politische Papiere aus Lord Williams Abgeordnetenzeit.

Alfred stürzt an Bradley vorbei und behauptet William sei entführt worden und verlangt die Polizei zu rufen. Bradley zweifelt das an, da die Tür verschlossen sei.

(17:30) Bradley: „Sind die Schränke nur auf die Nackten liegen auf dem Boden?“ – West: „Die NACKTEN?“ – Bradley: „Die AKTEN.“

(17:33) Die Ermittler erfahren, dass William wohl an seinen Memoiren geschrieben hat und eine wichtige Person aus der Regierung belastet habe. Alfred denkt er sei deswegen entführt worden. Er will Suchtrupps bilden. West schickt die anderen Leute aus der Bibliothek. Er, Brown und Bradley untersuchen die Bibliothek genauer.

(17:39) Es gibt zwei Innenwände, sie sind nicht hohl, Dr. West hat sie extra abgeklopft.

(17:45) Dr. West geht durch die Terassentür, er schaut sich draußen um, sieht nichts auffälliges, geht um das Haus herum, trifft auf eine Angestellte des Hauses die Wäsche gewaschen hat. Sie hat nichts beobachtet. Er geht dann daraufhin weiter in Richtung des Hauses des Gärtners.

Captain Bradley schaut sich weiter im Haus um: „Ich schau mal ob irgendwas verrückt ist.“ – „Ob irgendjemand verrückt ist?“ – „Nein, ob ein Möbel oder sowas verrückt ist.“ – „Hahaha, ich bin ein Tisch, ich bin so verrückt!!“

(17:58) Miss Davies ist im Obergeschoss mit ihrem Suchtrupp, sie durchsuchen alle Räume. Soll ich spoilern? Lord William ist da garnicht.

(18:03) Dr. Dubbons ist währenddessen im Keller. Sie finden dort niemanden außer „das Mädchen in der Waschtrommel“. Sie finden auch keinen „Menschen der gerade ausgeweidet wird“. Ich denke mir das übrigens nicht aus, Dr. Dubbons sagt das so!

(18:05) Jetzt hören wir zum ersten Mal von Jessica, der Tochter von Richard. Die Schwester von David und die Enkelin von William. William ist der, der verschwunden ist. Ich spüre bei den vielen Verwandten hier schon wieder leichte kreisförmige Stammbaumtendenzen.

(18:12) Nun musste ich ganz kurz mal den Raum verlassen, ich stelle aber fest, dass Dr. Dubbons und David nach wie vor unterhalten.

(18:16) Dr. West geht zur Gärtnerhütte. Leider ist der Gärtner nicht da. In der Hütte gibt es nur einen Schrank, ein Bett, einen Tisch und eine Schaufel. Dr. West‘ Schaufel ist viel schöner.

Er geht daraufhin weiter zum Tor und spricht mit dem Pförtner. Der Pförtner hat nicht gesehen, dass noch jemand das Gelände verlassen hat. Es ist jedoch später noch der Arzt der Familie gekommen. Niemand hat den Arzt jedoch gesehen. Er hatte laut des Pförtners viel Gepäck dabei und hat vermutlich ein Gästezimmer bezogen.

Dr. West begibt sich daraufhin auf den Weg zu den Stallungen um die Kutsche des Doktors zu untersuchen.

(18:29) Dr. Brown und Captain Bradley untersuchen weiter das Büro. Da es 1880 ist, können die Ermittler diesmal wieder einmal Fingerabdrücke nehmen. Dr. Brown versucht es und findet Fingerabdrücke. Bisher lässt sich noch nichts daraus entnehmen.

Wir lernen: „Dr. Brown läuft durch den Raum und pinselt seinen Staub überall dran.“ – Klingt irgendwie unanständig.

(18:33) Dr. Dubbons unterhält sich derweil mit Bediensteten im Keller. Wir erfahren wenig neues.

(18:43) Dr. West geht zu den Stallungen. Die Kutsche des Arztes ist noch da, das Gepäck nicht. Der Stallbursche hat niemanden gesehen, der das Grundstück verlassen hat. Alle Pferde und Kutschen sind noch da. Der Arzt ist wohl auf Geheiß der Hausherrin da. Er ist direkt in das Haus gegangen.

Captain Bradley durchsucht derweil das Haupthaus und unterhält sich mit dem Butler. „Sagen Sie mal, gibt es hier eigentlich einen Jäger, der das hier ‚in Schuss‘ hält?“ Höhöhö, Captain Bradley ist lustig!

(18:50) Der Butler hat das Abendessen serviert und holt die Gesellschaft wieder zusammen. Alle treffen sich wieder im Salon.

Man hört vor dem Raum Lady Strickleton mit ihrer Zofe, Nadine, diskutieren. Anscheinend wurde eine Robe in London vergessen. Lady Strickleton schickt ihre Zofe zurück nach London um die zu morgen zu holen.

(18:58) Dr. Dubbons folgt der Zofe nach draußen. Sie trifft sie und den Kutscher in der Eingangshalle beim Verlassen des Gebäudes. Der Kutscher meint, dass man sich ganz schön beeilen müsse auf dem Weg zum Bahnhof.

(19:00) Captain Bradley verlässt zusammen mit der Zofe das Gebäude und sie gehen nach draußen. Dort treffen sie dann auf… passt auf: Lord William! Bäm!

Captain Bradley spricht ihn an, er gibt an auf einem Spaziergang gewesen zu sein. Er nimmt Bradley mit rein und sie gehen in den Salon.

(19:04) Alfred ist überrascht, Lord William gibt an er habe ein Dokument gesucht, es nicht gefunden, war frustiert und hat dann einen Spaziergang gemacht. Helen kommt dann ebenfalls zur Tür rein.

(19:13) Dr. Tuggles stößt nun auch zu den Anwesenden. Er setzt sich mit an den Tisch. Es fehlt momentan nur Lady Strickleton. Lady Helen wird etwas nervös. Sie geht nach Lady Strickleton sehen.

(19:16) Miss Davies folgt Lady Helen, wird jedoch bemerkt. Sie geht dann an ihr vorbei und geht langsam zu ihrem Zimmer. Lady Helen geht zum Zimmer in dem Lady Strickleton sein sollte. Sie öffnet die Tür und man hört einen Schrei. Miss Davies läuft dort hin und sieht, dass Lady Strickleton vornüber auf dem Bett liegt und offenkundig tot ist.

Sie setzt Lady Helen auf einen Stuhl und rennt nach unten und informiert die Anwesenden über den Sachverhalt.

(19:30) Dr. West und Dr. Brown laufen direkt nach oben. Die anderen folgen kurz darauf. Sie schauen sich den Tatort an, währenddessen rennt Andrew an ihm vorbei, hat eine Kamera dabei und ruft dass er Fotos machen muss.

Captain Bradley will ihn davon abhalten. Er haut ihm dabei die Kamera unter die Nase, Andrew hat daraufhin Nasenbluten.

Dr. West und Dr. Dubbons untersuchen nun die Leiche. Sie hat erbrochen, liegt verkrampft auf dem Bett und hält ein paar roter Strümpfe in der Hand.

(19:36) Sie hat offenbar ihre Hände in der Nähe ihres Herzens, wie die Ermittler zuvor schon erfahren hat, hatte Lady Strickleton ein Herzleiden.

(19:43) Captain Bradley unterhält sich mit dem Arzt. Momentan sieht alles nach einem Unfall aus. Lady Strickleton hatte Digitalin für ihr Herzleiden verschrieben bekommen.

(19:50) Captain Bradley sieht sich im Zimmer von Lady Helen um. Währenddessen ist Miss Davies im Zimmer von Lady Strickleton und schaut sich dort um. Andrew hat sie dorthin geführt und macht derweil Fotos.

(19:53) Mich erreicht gerade eine Nachricht von Detective Sergeant Hanson, der zur Zeit im Urlaub weilt – seiner polizistischen Meinung nach sollten die Ermittler doch am besten die Angelegenheit zu einem natürlichen Tod erklären, die Sachen zusammenpacken und nach Hause fahren. Genau so, wie es die Polizisten in diesen ganzen Orten immer tun, die die Ermittler sonst immer so besuchen.

Dr. Brown möchte die „Durchsuchung der Leiche“ abwarten.

(19:58) Die Ermittler beschließen die Leiche in den Keller zu schaffen und zu obduzieren. Dr. Brown wird zum Telegraphenamt geschickt um Scotland Yard zu informieren, die Zofe in Empfang zu nehmen, zu durchsuchen und zu verhören.

(20:10) Captain Bradley hat den Doctor der Familie nach Digitalis befragt, dieser hat seinen Vorrat allerdings noch. Währenddessen ist Dr. Dubbons im Keller und holt jemanden zum Tragen der Leiche. Sie erfährt, dass es im Keller ein Labor von Alfred gäbe, das er sich irgendwann einmal eingerichtet habe.

(20:20) Der Butler und Captain Bradley tragen die Leiche in einem Bettlaken eingeschlagen nach unten in den Keller und bringen sie in das Labor.

(20:23) Währenddessen treffen, Brown, Alfred und Miss Davies am Telegrafenamt ein. Dr. Brown schreibt ein Telegramm an Scotland Yard, dass die Zofe am Bahnhof abgefangen werden soll.

(20:25) Alfred schreibt an Catherine Strickleton, dass ihre Mutter verstorben ist, Miss Davies teilt Lloyd die aktuellen Entwicklungen mit.

Captain Bradley geht zu Lord Wallingford und unterhält sich mit ihm.

(20:37) Captain Bradley unterhält sich auch mit allen anderen Menschen im Raum.

(20:41) Captain Bradley unterhält sich mit den Angestellten in der Küche.

„Sie haben einen lustigen Akzent.“ – „Ja, ich komme ja auch aus Amerika.“ – „Ohhh, aus Amerika?“ – „Jaha, wissen Sie, da gibt es sogar Bisons.“ – „Ooooh, BIIIISONS. Susan, hast du das gehört, da gibt es Bisons!“ – „Ja, und die sind soooo grooß!“ – „Oooh!“

(20:46) Anderer Morgen, Frühstück: „Kommt jemand nicht zum Frühstück?“ – „Lady Emily.“ – „Lady Emily ist ein Werwolf.“ – „Wieso ist sie ein Werwolf?“ – „Weil sie tot ist.“ – „Sie hatte Haare auf den Zähnen.“

(20:49) Alfred behauptet, der Kirschsaft beim Frühstück sei vergiftet. Dr. Brown und Alfred gehen in den Keller in Alfreds Labor um den Saft zu untersuchen.

(21:00) „Ach Esther.“ – „Ach Emily.“ – „Wer ist Emily? Ach, ich bin Emily.“

(21:03) Achdumeinegüte – Der Kirschsaft war tatsächlich mit Arsen vergiftet. Dr. Brown findet eine Flasche in Alfreds Labor. Er will Fingerabdrücke nehmen, wirft jedoch leider die Flasche auf den Boden. Tja, ein typischer Dr. Brown eben!

(21:15) Dr. Brown befragt das Personal, wann der Saft in Karaffe gefüllt wurde. Offenbar erst nachdem alle Platz genommen hatte. Alfred kann also nicht der Täter sein.

(21:22) Dr. West und Dr. Dubbons gehen in den Keller und schauen sich das Kleid von Lady Emily genauer an. Währenddessen ist Captain Bradley im Salon geblieben. Er hört einen Schrei von draußen – es ist Alfred, der ausgeritten ist. Alfred ist vom Pferd gefallen und liegt in der Wiese. Das Pferd ist davon gelaufen. Captain Bradley läuft nach draußen, Alfred lebt noch, das Personal bringt ihn ins Haus. Bradley schaut sich den Sattel an. Er ist manipuliert worden, Bradley bringt den Sattel in den Keller.

(21:27) Beim Weggehen sagt Jessica zu ihrem Vater, dass sie es ihm ja gesagt hätte. Und dass es gefährlich sei. Captain Bradley hört das.

(21:38) Miss Davies ist beim Pförtner und fragt ob schon jemand durchs Tor gekommen sei. Dem ist nicht der Fall. Captain Bradley befragt Jessica und erfährt nichts neues. Dr. Dubbons erfährt am Stall, dass das Pferd von Alfred bereits gesattelt gewesen ist.

(21:45) Ein Bote mit einer Nachricht von Scotland Yard hat die Ermittler informiert, dass die Zofe von Lady Emily in London in Empfang genommen wurde, jedoch nichts bei ihr gefunden wurde und die Befragung nichts ergeben hat.

Am Nachmittag ist Alfred wieder soweit genesen, dass er wieder zu Bewusstsein gekommen ist und herumlaufen kann.

(21:59) Dr. Brown spricht mit Alfred.

(22:00) Dr. Brown trifft im Gärtnerhäuschen auf Alfred und Lady Grace. Lady Grace sitzt auf dem Boden und lässt sich von Alfred zeichnen. Dr. Brown will mit Alfred allein sprechen.

(22:03) Miss Davies verhört Alfred. Er scheint einen Verdacht zu haben. Will aber nicht damit herausrücken. Dr. West spielt mit seiner Schaufel. Sein Schaufelfinger zuckt.

(22:08) Captain Bradley ist ein Kunstliebhaber: „Auf jeden Fall. Wir in Amerika schauen uns sehr gerne Kunstwerke an.“

(22:09) Bradley, in der Gärtnerhütte: „Da wäre auch nicht Dr. Snuggles zur Hilfe gekommen.“ – Dr. Tuggles, aus dem Herrenhaus, hunderte Meter weit entfernt: „ES HEISST TUGGLES!!!“

(22:11) Bradley geht zurück zum Herrenhaus. Bradley erzählt Richard davon, dass sein Bruder seine Frau in der Gärtnerhütte zeichnet. Richard springt daraufhin auf, faltet seine Serviette zusammen und geht zur Gärtnerhütte.

Miss Davies unterhält sich noch etwas mit Alfred in der Gärtnerhütte.

(22:17) Dr. Dubbons unterhält sich mit Mary und ihrem Sohn, Lawrence.

(22:21) Das Licht geht aus. Dr. Dubbons hört im Obergeschoss einen Schrei. Dr. Dubbons greift sich eine Petroleumlampe und geht dahin wo sie den Schrei gehört hat. Sie steht in einem Vorzimmer. Die Tür zum Schlafzimmer des Gästeapartments ist halb geöffnet. Sie sieht ein Kleid und erkennt es als das von Patricia. Es gibt noch eine Tür nach links, diese ist verschlossen. Der Schrank ist offen.

Dr. Dubbons sagt den anderen im Obergeschoss sie sollen aufpassen ob jemand den Flur entlangläuft. Sie geht wieder in den Raum und versucht die verschlossene Tür zu öffnen. Sie scheitert leider. Sie ruft Mary und bittet Sie, Hilfe zu holen.

(22:26) Miss Davies und die restlichen Anwesenden aus der Gärtnerhütte gehen zurück in Richtung des Herrenhauses. Richard kommt ihnen entgegen. Er ist aufgebracht und konfrontiert Grace und Alfred. Leider sabotiert Miss Davies die Behauptung von Captain Bradley. Böse Miss Davies.

(22:30) Captain Bradley stellt fest: „Lloyd hat die Geduld verloren und will schnell nach hause. Sie will dass der Täter sich jetzt stellt, sonst wird jeder umgebracht der im Haus ist.“

Dr. Dubbons erfährt: Lawrence hält Geoffrey für einen Schleimer. Er mag ihn nicht, er befürchtet, dass er sein Stiefvater werden könnte. Lawrence mag Alfred lieber. Sie erfährt, dass Alfred sonst immer für ihn Zeit hätte, nur dieses Wochenende nicht.

(22:34) Miss Davies kommt ins Obergeschoss und öffnet die verschlossene Tür. Sie findet Patricia im Badezimmer vor einer gefüllten Badewanne. Neben ihr die Scherben einer geplatzten Petroleumlampe. Sie hat schlimme Verbrennungen im Gesicht. Dr. Snuggles (TUGGLES!) kommt dazu und lässt sie aufs Bett legen.

„Wir sind doch genug um sie zu tragen. Oder ist sie irgendwie defekt?“ – „Nee sie ist noch heile. Die hat nur Verbrennungen im Gesicht und sonst nichts.“

(22:40) Captain Bradley lässt sich im Keller den Gashahn zeigen und stellt fest dass er verschlossen war. Er dreht ihn wieder auf. Das Licht im Obergeschoss geht wieder an.

Dr. Brown untersucht die Scherben der Lampe im Bad. Er findet Tabakkrümel auf dem Boden.

(22:43) Dr. Brown stellt zudem fest, dass die Lampe nicht explodiert sein kann, da die Scherben nicht rußgeschwärzt sind. Das Ventil wird sehr weit aufgedreht gewesen sein und es kam zu einer Stichflamme.

(22:46) Alfred sagt zu Dr. Dubbons, Dr. Brown und Miss Davies, dass er morgen früh verkünden will wen er in Verdacht hat. Er geht daraufhin in sein Zimmer und schließt hinter sich ab.

Richard will derweil die Frauen zum Bahnhof bringen, weil es ihm zu gefährlich wird.

(22:52) Die Tochter von Lady Strickleton trifft ein: „Wer sind Sie?“ – „Ich war auch Gast bei der Teeparty.“ – „Bei der TIERPARTY?“

(22:56) Dr. Dubbons geht zum Zimmer von Richard. Dr. Brown durchsucht es. Er findet nichts nennenswertes.

Dr. Dubbons hält den kleinen Lawrence vom Rauchen ab: „Aber Rauchen macht schwarze Lungen. Immer wenn ich die Leute aufschneide, sehe ich schwarze Lungen und glaub mir du möchtest keine schwarze Lunge.“

(23:01) Dr. Dubbons durchsucht Geoffreys Zimmer. (Geoffrey ist übrigens der Freund von Mary, der Witwe von Raymond – falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte.) Man findet dort ebenfalls nichts nennenswertes.

Danach gehen die Ermittler schlafen. Am nächsten Morgen fährt die Familie zur Messe, kommt nach einer Stunde wieder und versammelt sich zum Frühstück. Die Ermittler stoßen dazu. Alfred will nach dem Frühstück verkünden, wen er verdächtigt.

Er steht kurz vor dem Ende auf, entschuldigt sich und verlässt den Tisch. Captain Bradley folgt ihm. Er geht in sein Zimmer, setzt sich wieder an den Schreibtisch. Captain Bradley klopft an die Tür. Er macht nicht auf. „Dann klopf ich weiter an die Tür.“ – „Er macht nicht weiter.“ – „Dann klopf ich halt weiter.“

(23:07) Nach dem Frühstück lässt sich Dr. Dubbons von Lawrence das Gelände zeigen. Sie gehen zu der Höhle, die Lawrence toll findet. In der Ferne sieht Dr. Dubbons Andrew, der mit hängendem Kopf über das Gelände geht. Er raucht, entgegen seiner normalen Gewohnheit, eine Zigarette.

Esther erzählt von einer Familiengeschichte, dass es einen Zigarettendieb gibt, der immer auf Familienfeiern einzelne Zigaretten klaut. Sie glaubt dass das Andrew sein könnte.

(23:13) Miss Davies wird leider von Lloyd zurückbeordert. Sie fährt mit der nächsten Kutsche zum Bahnhof.

(23:17) Captain Bradley fällt ein, dass Andrew sich für den Kunstseidenhandel interessiert. Kunstseide würde laut ihm aus Schießbaumwolle hergestellt. Diese könnte man gut in Zigaretten verstecken. Diese ist offenbar hochexplosiv. Da es verpönt ist, dass Frauen rauchen, tun diese dies heimlich. Möglicherweise hat Patricia im Badezimmer geraucht und ihre Zigarette war manipuliert.

Dr. Dubbons beschließt: „Dann geh ich raus und mach ein Foto von Lawrence, der ist auch süß.“

(23:22) Die Ermittler hören eine Tür im Obergeschoss. Alfred kommt aus dem Zimmer. „Sie finden alles da drin.“ und deutet auf sein Zimmer. Alfred geht den Flur herunter und steigt auf die Ballustrade der Galerie. Dr. Dubbons versucht ihn festzuhalten und reißt ihn zurück.

Captain Bradley findet in Alfreds Zimmer Briefe. Er liest sie den Ermittlern vor.

(23:25) Captain Bradley gibt die Briefe an Dr. Brown: „Dr. Brown, sie lesen doch bestimmt gerne weiter.“

(23:27) Ein Täter wurde gefunden. Alfred hat das Gas abgedreht und die Karaffe vergiftet, dies geht aus den Briefen hervor. Er ist hochgradig depressiv und ihm war langweilig. Die Umstände hat er arrangiert um ein aufregendes Wochenende zu verbringen. Der Tod von Lady Emily hatte tatsächliche eine natürliche Ursache. Nun bleibt noch die Explosion im Badezimmer von Lady Patricia, die die Ermittler Andrew zurechnen.

(23:35) Dr. Dubbons kommt auf die Idee, dass, weil Frauen heimlich rauchen, Patricia möglicherweise die explosive Zigarette geklaut hat.

(23:44) Andrew hat anscheinend die Zigarette manipuliert und in ihr Zigarettenetui getan. Um die Beweise in Form des Zigarettenetuis zu vernichten raucht er diese auf. Captain Bradley läuft nach draußen auf Andrew zu. Dr. Dubbons folgt ihm mit dem Rest der Familie. Dr. Dubbons konfrontiert ihn: „Andrew Sir Lord! Ha ha! Wie ich sehe rauchen sie Zigaretten!“

Captain Bradley richtet den Revolver auf ihn und zwingt ihn seine Taschen zu leeren.

(23:48) Er hat ein Zigarettenetui in der Tasche. Und dabei raucht er eigentlich nur Pfeife. Er leugnet dass es das Etui von seiner Frau sei. Dr. West schickt Dr. Brown mit dem Etui ins Haus um Fingerabdrücke zu nehmen. Er vergleicht diese mit den Fingerabdrücken von Patricia.

„Okay, ich fahre zu Leiche.“ – „Du FÄHRST zur Leiche?“ – „Ja, mit dem Tretroller. Von Lawrence. Über die langen Flure. Ssssss!“

Die Fingerabdrücke passen.

Schließlich gibt Andrew nach und gesteht den Mord an Patricia und Lady Strickleton. Er hat das Digitalin verstärkt und hinterher wieder verdünnt. Die Auswirkungen traten dabei dann nur in Stresssituation auf und dies war der Fall als sie sich alleine anziehen musste.

Seine Frau hat er umgebracht, weil er diese nicht leiden konnte und Catherine Strickleton neu heiraten wollte. Da seine Frau und die Mutter von Catherine das nicht gut geheißen hätte, mussten diese beide aus dem Weg.

(23:56) Wieder einmal haben die glorreichen Ermittler den bösen Verbrecher zur Strecke gebracht! Leider haben viel zu viele Adelige überlebt. Dr. West ist betrübt seiner Schaufel keine weitere Kerbe hinzufügen zu können.

Tragisches Schicksal aber dennoch: Die Ermittler waren siegreich und können nun erfreut nach Hause gehen. *signoff*

P.S. Letztes Wort von Dr. Dubbons: „Rauchen endet tödlich!“

Private Eye – Live Blog #2

Wieder einmal befinden wir uns im London des 19. Jahrhunderts, wieder einmal folgen wir den klugen Handlungen einer kleinen Gruppe von überaus talentierten Detektiven von Scotland Yard. Auch heute gibt es mit ziemlicher Sicherheit einen oder mehrere Mordfälle die gelöst werden wollen. Und wenn wir Glück haben stehen sich unsere Helden hierbei auch diesmal wieder nicht zu sehr selber im Weg.

(16:11) Für alle, die unserer letzten Live-Berichterstattung nicht gefolgt sind, hier noch einmal ein kurzer Überblick über die Anwesenden:

  • Detective Sergeant John Hanson: Ein junger Polizist von Scotland Yard, der übrigens als einziger der Ermittlergruppe von Schusswaffen Ahnung hat, jedoch keine besitzt.
  • Dr. Quincy West & Dr. Lauren Conelly: Die fähigsten Gerichtsmediziner, die Scotland Yard für diesen Fall entbehren konnte. Dr. West hat übrigens immer eine praktische Schaufel dabei, mir der er einmal einen gewissen Lord Randall erschlagen hat. Aber das ist eine andere Geschichte.
  • Dr. Odo Brown: Ein Kriminologe mit einem Hang zu fragwürdigen Experimenten, die glücklicherweise nie zu einem Abschluss kommen.
  • Catherine Eddington, eine überaus geheime Geheimpolizistin. Niemand wird ihre Identität jemals erfahren. Oh. Mist. Zu spät.

(16:15) Mr. Hanson weist auf den ersten Fehler des Spielleiters hin: Die Teller wurden falsch abgezählt! Skandal!

(16:22) Es ist der 21.09.1880. Mr. Hanson fällt auf dass es ja früher als bei den letzten Malen war, daher müssten die Preise ja wieder günstiger sein. Der Spieleleiter lehnt das ab. Mr. Hanson wird gleich zu Beginn von Chief McCormac in sein Büro gerufen. Es gibt ein kleines „Problem“ in Corbridge und die dortigen Stellen seien „überfordert“ mit dem Fall. Am Samstag wurde die Leiche eines Viehzüchters gefunden. McCormac schlägt vor Dr. Brown mitzunehmen.

(16:25) „Wahrscheinlich seit ihr bei diesem Abenteuer ratzfatz durch!“ – wie naiv von unserem Spielleiter! Er sollte uns doch eigentlich besser kennen.

Dr. Conelly schlägt derweil vor, die Schafe zu befragen: „Mäh mäh!“ Mr. Hanson zweifelt Dr. Conellys Fremdsprachenkenntnisse in Schafisch an.

(16:34) Mr. Hanson stellt sein Team zusammen. Überraschenderweise sind es alle Anwesenden. Die Reise wird geplant: „Wissen wir wann die Züge fahren?“ – „Ach, die fahren immer irgendwann!“

(16:40) Die glorreichen Ermittler erreichen den Bahnhof King’s Cross. Dr. Conelly: „Wir gehen zum Ticketschalter… Okay, ICH gehe zum Ticketschalter. Sonst will ja keiner.“

(16:47) Der Zug fährt um 12 Uhr mittags los und liefert die Ermittler 7 Stunden später in Corbridge ab. Sie beschließen sich eine Kutsche zum Hotel „Golden Lion“ zu nehmen. Zehn Minuten später erreichen sie ihre Unterkunft.

(16:56) Mr. Hanson möchte zur Polizeistation gehen. Er lässt sich von Dr. Conelly überzeugen, die „Informationstante“ (Mr. Hanson) nach dem Weg zu fragen. Wie zu erwarten ist sie abgeschlossen. Die Polizei hat zu, Verbrechen finden erst morgen früh wieder statt.

(16:59) Der örtliche Polizist ist laut Aussage eines Jungens im örtlichen Pub. Meine Statistik belegt inzwischen: Dorfpolizisten sind entweder betrunken oder unfähig. Oder beides.

(17:01) Der Pub heißt „New Inn“, wird aber auch „Monk’s Holme“ genannt, nach einem alten Kloster an der gleichen Stelle. Überwiegend sitzen dort Viehzüchter, an einem Tisch sieht man aber auch einen Polizisten. Ich schätze, dass das derjenige ist, den wir suchen. Könnte aber auch einer der Viehzüchter sein.

(17:03) Er kann den Ermittlern immerhin schon mal sagen, dass das Opfer Michael Fortsom hieß, als Tatverdächtigen hat er einen Paul Swire festgenommen. Gefunden wurde die Leiche im Stall der Fortsoms vom Bruder des Opfers und dessen Vaters.

Ich weiß garnicht, was die Ermittler dort noch sollen. Der tolle Ortspolizist hat den Fall doch schon gelöst.

(17:08) Beeindruckend was dieser Polizist alles weiss: Das Opfer, Michael Fortsom war 25, der Tatverdächtige Paul Swire, 24.

Beide interessierten sich für Catherine Brigs, die Nichte von Edward Brigs dem Barbesitzer. Und zufälligerweise auch der Stiefvater von Paul Swire. Wir nähern uns hier schon wieder mit großen Schritten einer „Der-Stammbaum-ist-ein-Kreis“-Geschichte.

(17:16) Der Dorfpolizist hat die Ermittler übrigens garnicht bestellt, das war der örtliche Coroner. Der wiederum derzeit gerade in London weilt. Um seinen „Freund zu besuchen“… ich wette, der Freund heißt McCormac und ist Chief bei Scotland Yard.

(17:21) Dr. Conelly verhört Catherine Brigs: „In welcher Verbindung standen Sie denn zu der Leiche? Als sie noch lebte?“

Catherine Brigs ist von Paul Swires Unschuld überzeugt. Sie denkt es sei ein Unfall gewesen. Mr. Hanson: „Also war sie es doch!“

(17:25) Der Barbesitzer glaubt auch nicht, dass Paul Swire der Täter ist. „Er ist halt ein bischen wild der Bursche.“

(17:38) Der Barbesitzer gibt Dr. Brown sein Bier und dieser bezahlt: „Was, kein Trinkgeld?“ … „Oh, Eine Dukate. Sie sind so großzügig. Zu gütig von Ihnen, Sir. Möge die Sonne das Licht des Lebens auf ewig bescheinen.“

(17:44) Mr. Henson: „Ich möchte gern zu der Villa. Also zu der Scheune mein ich.“ – Die Scheunenvilla. Wer kennt sie nicht?

Dr. Conelly: „Dann geht ihr mal zum Tatort. Denn drei Augen sehen mehr als…“ – Dr. West: „Drei Augen? Wer hat denn da eins verloren?“ – Dr. Conelly: „Ja jeder eins, nicht?“

Dr. Conelly ruft eine Droschke: „Guten Tag wir wollen zu Doctor… Mel… Mar… Melmac?“ – „Ich kenne nur Dr. Mascomp.“ – „Ja genau, zu dem.“

(17:51) „Dürfte ich fragen wer sie sind?“ – „Dr. Quincy West, Scotland Yard.“ – „Haben Sie auch einen Ausweis?“ – „Ja, hier.“ *zeigt Ausweis* – „Und was machen Sie mit dieser Schaufel?“ – „Das ist meine Dienstschaufel.“ – „Bei Scotland Yard hat jeder eine Schaufel?“ – „Nein nur ich. Nur geschultes Personal.“ – „Ah und damit machen sie schaufelige Dinge?“ – „Ja.“

(18:00) „Da seht ihr dann so eine Scheune. Wo auch so Stroh und so liegt.“ – „Wieso liegt da eigentlich Stroh?“ – „Weil das ein Pornofilm ist.“

(18:03) Der Vater des Toten: „Der Schuldige sitzt doch schon im Knast.“ – Dr. Brown: „Trotzdem müssen wir alles genau untersuchen und ordentliche Ermittlungen machen.“ *Gelächter aus dem off*

(18:06) „Ich vermute, er hat meinen Sohn kapputt gemacht!“

(18:09) „Ich hab gehört hier ist eine Schafskrankheit am wüten?“ – „Ja, die ist da hinten hinter der Scheune. Da, wo sie die große Staubwolke sehen. Nennt sich auch Wolf.“

(18:17) Dr. Brown, Mr. Hanson und Miss Eddington durchsuchen den Tatort. Sie finden Metallsplitter, an manchen Stellen wurde gefegt, vor allem hinten ist das Dach eingestürzt und um die Scheune herum finden sich Ölspuren. Dr. Brown stellt fest, dass eine ziemlich große Hitze vorlag, zuviel für eine Öllampe.

(18:22) Dr. Brown: „Sieht das denn wie ein normaler Stall aus der von Schafen noch benutzt wird?“

Der Stallbesitzer gibt übrigens an es sei nur ein Werkzeugschuppen gewesen. Und der sei größtenteils leer gewesen, weil man den habe umbauen wollen. Natüüüüürlich. So wirds gewesen sein. Die Glaubwürdigkeit in Person.

(18:30) „Sind Sie vor oder nach Michael gegangen?“ – „Ich bin nach Michael… vor Michael… nach Michael… ach ich weiß es gar nicht mehr. Ich war so betrunken.“

Miss Eddington: „Haben Sie bemerkt dass ihr Bruder…“ – Mr. Hanson: „…tot war?“

(18:36) Miss Eddington: „Ist der Körper ihres Bruders ist noch ganz gewesen?“  – Der Bruder des Opfers: „Von hinten gesehen hat er noch alle Teile dran gehabt.“

(18:41) Dr. Conelly und Dr. West verhören den Tatverdächtigen. Er behauptet weder der Täter noch auf dem Anwesen des Toten gewesen zu sein. Angeblich war er nach der Feier bei dem örtlichen Schloss.

(18:47) „Hatten Sie an dem Abend zufällig ein Fass dabei?“ – „Warum soll ich denn ein Fass dabei gehabt haben?“ – „Das ist nur eine Routinefrage. Das fragen wir immer.“

(18:56) Der Tatverdächtige war unkooperativ und nicht hilfreich. Er beschuldigt das Dorf und alle anderen Halsabschneider und Verbrecher zu sein nur er und seine Familie sei eine Ausnahme. Dr. West und Dr. Conelly gehen zum Friedhof um sich die Leiche anzusehen.

(19:04) Dr. Brown, Mr. Hanson und Miss Eddington befragen weiterhin den Vater und den Bruder des Opfers. Währenddessen exhumieren Dr. West und Dr. Conelly die Leiche auf dem Friedhof. Mangels Körperkraft obduzieren sie die Leiche in zwei Metern Tiefe in der Sarggrube. Der Körper ist offenbar am meisten von vorne verletzt worden und enthält Metallsplitter, ähnlich denen die auch am Tatort gefunden wurden.

Mr. Hanson isst währenddessen Fruchtgummis: „Kann ich mal die Grünohrschnäbel haben?“

(19:13) „EINE FRAU BEI SCOTLAND YARD!?“ – Ich glaube, wenn den Ermittlern irgendwann einmal jemand begegnet der diese Frage nicht stellt, gebe ich dem ein Bier aus!

West und Conelly begegnen einem alten Mann mit Hörproblemen. Dr. Conelly unterhält sich schreiend mit ihm: „WIR UNTERSUCHEN DIE LEICHE!“ – „Was ist mit der Eiche?“ – „DIE HABEN WIR AUSGEGRABEN!“ – „WAAAS?“

(19:20) Dr. Conelly: „ALSO KENNEN SIE NICHT JEDEN HIER IM DORF?“ – Dr. West: „Wenn Sie Torf wollen dann müssen sie ins Moor gehen.“  – Dr. Conelly: „West, hören Sie auf den alten Mann zu veralbern.“

(19:26) Die Ermittler treffen im Hotel wieder zusammen und vergleichen Ihre Ergebnisse. Die Metallsplitter die beide gefunden haben, scheinen die gleichen zu sein. Es scheint eine Art von Metall zu sein, die nicht für Werkzeuge benutzt wird, eher eine Art Kupferlegierung. West und Conelly bestätigen dass es offenbar die gleichen Metallsplitter zu sein scheinen wie die in der Leiche.

(19:38) Conelly und West gehen in den Pub um sich mit Catherine zu unterhalten. Die drei anderen fahren mit einer Droschke zu der Burgruine.

(19:39) „Da unten ist ein Junggesellinnenabschied. Eine ist pink angezogen, hat einen Müllgreifer in der Hand. Oh, korrigiere. Es ist kein Müllgreifer. Es ist ein Selfiestick.“

(19:46) Dr. Conelly setzt sich an die Bar. Der Wirt guckt ungläubig und spricht Dr. West an: „Ist das ihre Frau?“ – „Das ist meine Kollegin. Wissen Sie, wir sind aus London!“

(19:51) „Gehört diese Catherine auch zu Ihrem Freundeskreis?“ – „Zu meinem?! Nein… meine Frau würde mich umbringen!“

(19:53) Mr. Hansons beweist wieder einmal ausgezeichnete polizistische Fähigkeiten: „Kennen Sie eigentlich diese Fortsons?“ – „Ja.“ – „Waren Sie da schonmal?“ – „Nö.“

(19:57) Der Groundskeeper: „Auch wenn Sie von Scotland Yard sind, heißt das nicht, dass Sie überall reingucken können.“ – „Eigentlich schon. Normalerweise würden wir das Schloss einfach aufmachen.“ – „Was haben sie grad gesagt? Sie würden das Schloss normalerweise aufmachen?“ – „Nein nein… Hahaha… ‚das ist ein schönes Schloss‘ hab ich gesagt.“

Miss Eddington: „Mr. Brown, ich kanns kaum glauben, dass ich das sage – aber wir brauchen Ihre Fähigkeiten.“ – Mr. Hanson: „Er hat keine Fähigkeiten!“

(20:00) Dr. Brown träumt: „Hätten Sie eine Fackel für uns?“ – „Nein.“ – „WIESO HABEN SIE KEINE FACKEL? SIE BEHINDERN UNSERE ERMITTLUNGEN! WIR SIND VON SCOTLAND YARD. WER SIND SIE ÜBERHAUPT? SIE SIND NIEMAND!!!“

(20:03) „Ich bin Dr. Quincy West. Oder kurz einfach Quest.“

(20:04) Dr. Brown ist in einer Gruft: „Wie riecht das da?“ – „Leicht modrig. So wie bei euch bei Scotland Yard.“

(20:09) Dr. West liefert sich ein hitziges Rededuell mit dem Besitzer des Pubs. Mr. Brigs mag Dr. Wests Schaufel nicht, weil er meint, dass das eine Totengräberschaufel sei. Er will dass er sie rausbringt oder in einen Schrank stellt. Dr. West möchte das nicht und schließlich müssen er und Conelly gehen.

(20:12) Dr. Brown steht vor einer Stalltür: „Wenn ich daran höre, höre ich dann Pferdewirren?“

„Möchtest du dir auch eine Schaufel nehmen? Dann haben du und West beide eine und dann könnt ihr Schaufelschlachten machen?“ – „Awesome aber nein.“

(20:14) „Als Sie da unten waren, haben Sie etwas gehört?“ – „Ein Knistern.“ – „Wie würden Sie das Knistern beschreiben?“ – (Stimme aus dem Off: „Wie Luftpolsterfolie!“) – „Mh… Knister knister?“

(20:25) Die Ermittler fahren am nächsten Morgen erneut zum Tatort. Sie wollen sich dort noch einmal genauer umschauen. Mr. Fortsom steht dort als sie ankommen: „Sie schon wieder… haben Sie was Neues rausgefunden?“ – Mr. Hanson: „Vielleicht… gleich.“

(20:35) Eine Spur von Metallsplittern führt vom Schuppen zu einer Jauchegrube. Die Ermittler vermuten dass dort etwas versenkt wurde. Leider ist die Jauchegrube ziemlich voll und über einen Meter tief. Sie ist zudem sechs mal drei Meter groß. Sie versuchen etwas zu finden um unten in der Grube zu suchen. Ein Balken reicht zum herumstochern aus, aber nicht um das gefundene Objekt an die Oberfläche zu befördern.

(20:41) Stimme aus dem Off „Hat einer von euch ein Seil?“ – Dr. Conelly: „Ich hab ein Buch über Schlangen aber sonst…“ – Dr. West: „Eine Schlange ist sowas wie ein Seil.“ – Dr. Conelly: „EIN BUCH über Schlangen!“

(20:46) Die anderen Ermittler wollen Dr. West seine Schaufel für das herumstochern missbrauchen. Dr. West weigert sich seine Schaufel für Jachestocherungen herzugeben. Die anderen Ermittler sind ungehalten. Dr. West weigert sich weiterhin. Dr. Conelly und Dr. Brown fahren schließlich in die Stadt und kaufen eine neue weitere Schaufel und kehren zurück.

(20:48) Mr. Hanson und Dr. Brown fischen mit dem Balken und der Schaufel in der Grube herum. Sie heben es an aber der Balken fällt zurück in die Jauche. Sie fischen den Balken wieder hoch und schaffen es beim zweiten Mal einen Kessel aus der Jauche zu bergen. Dr. Brown denkt, es könnte ein Kessel gewesen sein um etwas zu kochen.

(20:53) Dr. Conelly, Mr. Hanson und Miss Eddington gehen zum Haus und wollen die Familie mit den Beweisen konfrontieren. Sie hören ein Klicken was zu einer entsicherten Waffe passen könnte. Sie entscheiden sich dagegen sie zu konfrontieren und ziehen sich wieder zurück. Sie beschließen zur Polizei zu fahren und mit Verstärkung wieder zu kommen.

(20:59) Dr. West schleppt den Kessel vor einen Schuppen an der Polizeistation. Er und Dr. Conelly machen ihn sauber. Dr. Brown schaut sich den Kessel an, hat aber keine Ahnung davon. Der Constable schaut ihn sich auch an und stellt fest, dass das Ventil manipuliert aussieht. Es hat wohl jemand daran herumgebogen.

(21:05) Dr. West unterhält sich mit dem Gefangenen Paul. Dieser hat offenbar von der Brennerei gehört, aber will nicht herausrücken woher. West ruft Hanson dazu und lässt ihn Paul verhören.

Die Ermittler gelangen zu der Erkenntnis, dass Paul den alten Fortsam konfrontiert hat, dass sein Sohn die Finger von Catherine lassen soll, sonst würde er die Vorgänge der Polizei melden. Der alte Fortsam hat jedoch den Rest der Stadt gegen Paul aufgebracht, da die alle in dem illegalen Alkoholgeschäft drin stecken. Wenn Paul mit der Polizei sprechen sollte, würde auch sein Stiefvater bestraft werden, da auch dieser den Schnaps bezieht.

(21:15) Die Ermittler diskutieren mögliche Szenarien wie es zu der Explosion kam. Schließlich bringt Mr. Hanson ihn aufs Polizeirevier und verhört ihn dort.

Dr. West geht währenddessen ins Hotel und zieht sich um, da seine Kleidung beim Kesselreinigen mit Jauche verunreinigt wurde.

(21:30) Die Ermittler fordern Verstärkung an um das Haus der Fortsoms zu stürmen und fahren zu deren Haus. Vor Ort finden sie den Frederick tot auf dem Boden und dessen Vater mit der Waffe daneben. Der Vater wird für den Mord festgenommen. Beim Verhör stellt sich raus, dass Frederick am Kessel manipuliert hat weil er wegen Catherine auf Michael eifersüchtig war. Der Alte Fortsom hat seinen Sohn dann getötet als er vom Barbesitzer erfahren hat, dass jemand das Ventil manipuliert hat. Damit war für ihn klar, dass nur sein anderer Sohn als Täter in Frage kam.

Schlusswort: „…und dann hat er ihn halt weggewumst.“

Tja – und wieder einmal sind ein paar böse Menschen tot. Allerdings war diesmal keiner der Ermittler dafür verantwortlich. Sie bessern sich.

Private Eye – RPG Live Blog

Nach meiner Berichterstattung zur 2016er Runde von Twilight Imperium vor einer Weile, hat man mich gestern genötigt gebeten, unsere RPG-Runde an diesem Wochenende redaktionell zu begleiten. Gestern war es mir dann zeitlich leider nicht mehr möglich, aber wie es der Zufall so will spielen wir dieses Mal zwei unabhängige Kurzabenteuer und so kann ich zumindest heute live vom Ort des Geschehens berichten.

Ich kann zwar nicht versprechen, dass es um solch weitreichende Ausmaße wie die Zukunft der Galaxie geht, vielmehr wird es aller Vorraussicht nach um das vorzeitige Ableben eines, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht sonderlich sympatischen Menschens aus London oder zumindest Südenglands gehen. Trotzdem bin ich mir sicher, dass die redlichen Bemühungen von Scotland Yard, den Fall aufzuklären, die nötige Relevanz aufweisen um darüber zu berichten.

(16:03) Da ich mal wieder viel zu pünktlich war und momentan noch fast alleine hier sitze, denke ich, dass es zu Beginn einmal von Vorteil ist, die Anwesenden vorzustellen:

  • Detective Sergeant John Hanson: Ein junger Polizist von Scotland Yard, der übrigens als einziger der Ermittlergruppe von Schusswaffen Ahnung hat, jedoch keine besitzt.
  • Dr. Quincy West & Dr. Lauren Conelly: Die fähigsten Gerichtsmediziner, die Scotland Yard für diesen Fall entbehren konnte. Dr. West hat übrigens immer eine praktische Schaufel dabei, mir der er einmal einen gewissen Lord Randall erschlagen hat. Aber das ist eine andere Geschichte.
  • Dr. Odo Brown: Ein Kriminologe mit einem Hang zu fragwürdigen Experimenten, die glücklicherweise nie zu einem Abschluss kommen.
  • Nathan Bradley: Ehemaliger Captain der amerikanischen Streitkräfte aus New York, der aktuell bei Pinkerton als Detektiv arbeitet.

(16:15) Wie ich soeben erfahren habe, können wir heute keinen britischen Panzer werfen. Ich könnte mich möglicherweise auch verhört haben.

(16:18) Wir schreiben heute übrigens den 24.12.1900 und das Ermittlerteam wurde zu einem Jacob Bostwick zu einer Weihnachtsfeier eingeladen. Ich bin noch nicht sicher ob man ihm trauen sollte: Er ist nämlich Anwalt.

(16:23) Mr. Bradley hat eine schriftliche Einladung bekommen und sie nur halb gelesen. Und er möchte seine Spesen für das Weihnachtsessen ersetzt bekommen.

(16:26) Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Da beißt man in ein Stück Kuchen und schon ist ein Tag rum. Und plötzlich ist man nicht mehr bei Scotland Yard sondern am Bahnhof. Ich bin mir sicher, dass Aliens dahinterstecken.

(16:32) Die Ermittler sind am Anwesen Landhaus von Mr. Bostwick angekommen. Die Pferde werden von einem Stallburschen in Empfang genommen. Sie fahren nicht wieder nach Hause. Der Butler Mortimer Jeeves öffnet die (verschlossene) Tür. Die Ermittler sind offenbar die einzigen Gäste. An den Wänden hängen Bilder, die nicht so aussehen als ob man durch deren Augen beobachtet wird. Überraschende Abwechslung.

(16:38) Mr. Bostwick hat eine 22 Jahre jüngere Frau – Mr. Hanson fragt daraufhin danach, wann denn Mr. Bostwicks Testament verlesen wird.

(16:40) Das Weihnachtsessen hat begonnen. Ich frage mich, wann es die ersten Toten gibt.

(16:42) Dr. West vermutet eine versteckte Agenda des Gastgebers. Dr. Brown stimmt ihm nicht zu, wenig überraschend, wenn ich das hinzufügen darf.
Mr. Bradley fragt währenddessen den Gastgeber nach dessen Indiengeschäften aus.

(16:48) Das Essen neigt sich dem Ende zu. Mrs. Bostwick scheint der ganzen Veranstaltung nicht sonderlich zugeneigt. Die Tochter dafür um so mehr, sie scheint Kriminalermittler sehr faszinierend zu finden.
Die Ermittler folgen Mr. Bostwick in den Salon. Es ist inzwischen 20:00 Uhr. Der Butler lässt verkünden, das – ÜBERRASCHUNG – die Ermittler wegen eines Schneesturms nicht mehr zurückfahren können und im Herrenhaus Landhaus übernachten dürfen. Wann es wohl den ersten Toten gibt?

(16:53) Wir schießen nicht und töten trotzdem. Wird das neue Motto.

(16:54) Am anderen Morgen gibt es im Erdgeschoss großes Geschrei. Die Ermittler folgen dem Lärm nach unten. Der Stallbursche berichtet davon, dass der Gärtner Samuel Gordon und die Gouvernante Mary Johnson in der Gärtnerhütte tot aufgefunden wurden. (Hab ichs nicht gesagt?!) Mr. Bradley schaut sich die Schuhe der Anwesenden an, sieht aber niemanden der deshalb als Täter in Frage kommt. Die Ermittler ziehen sich an und begeben sich anschließend in Begleitung des Stallburschens zur Gärtnerhütte hinter dem Haus.

(16:58) Der Gärtner wurde erhängt aufgefunden, die Gouvernante hat ein großes Messer im Bauch stecken. Also einmal das übliche. Nichts, was man nicht schonmal gesehen hätte. Aber trotzdem – hätten die Ermittler nicht erstmal frühstücken können? Die Toten wären hinterher immer noch tot gewesen.

(17:01) Mr. Bradley unterstellt eine Beziehung unter den beiden Toten. Der Hausherr ist empört! Wo gibts denn sowas?

(17:03) Bradley: „Mr. Brown was sagen sie dazu, sie sind doch erfahrener Kriminologe?“
Dr. West: *hust hust*
Dr. Brown: „So?“

(17:05) Oho, es gibt einen Abschiedsbrief vom Gärtner. Er hat Schuld auf sich geladen. Dr. Brown zweifelt an dessen Authentizität. Nachtrag: Der Brief ist tränenverschmiert.

(17:08) Dr. West und Dr. Conelly obduzieren die Leiche der Gouvernante.

(17:13) Wie immer ist es von Vorteil, zwei Gerichtsmediziner vor Ort zu haben –
das vorläufige Obduktionsergebnis liegt vor: Der Todeszeitpunkt liegt ca. bei Mitternacht. Ihre Schminke ist tränenverschmiert, sie hat Kratzer im Gesicht, blaue Flecken an den Oberarmen und Oberschenkeln.

Mr. Hanson hat währenddessen eine polizistische Meinung.

(17:18) Mr. Hanson: „Haben wir nun eigentlich schon den Typen abgehangen? Nicht dass ihm gleich noch der Kopf abreißt oder sowas.“

Währenddessen haben die Gerichtsmediziner nun noch eine aufgeschnittene Pulsader am linken Unterarm entdeckt – sowie eine Platzwunde am Hinterkopf.

(17:21) Es gibt mehrere Stichwunden im Bauch, alle in einem steilen Winkel von oben. Dr. West mutmaßt, dass es sich einen eher großen Täter gehandelt haben könnte. Dr. West ist wie immer sehr scharfsinnig!

(17:28) Die Obduktion geht weiter. Weder die Platzwunde am Hinterkopf noch die aufgeschnittenen Pulsadern waren die Todesursache – die Wunden in der Bauchgegend scheinen die Ursache gewesen zu sein. Oh, und sie war schwanger. Mr. Hanson mutmaßt dass der böse Anwalt seine Finger im Spielt gehabt haben könnte. Ob er Anwälte nicht mag?

(17:32) Der Tote wurde abgehängt. Aber nur weil der Stallbursche des Weges kam – Mr. Hanson, Dr. West und Dr. Brown sind zuvor kläglich dabei gescheitert. Zudem hat Dr. Brown die Leiche fallen gelassen und wurde dafür von den Anwesenden ausgiebig ausgelacht. Ich hoffe, dass niemand anderes zugegen war.

(17:37) Das dynamische Gerichtsmediziner-Duo West&Conelly macht mit der Obduktion am zweiten Toten weiter: Der Gärtner hat ein blasses Gesicht, einen gebrochenen Kehlkopf, Strangulationsmerkmale sowie Spuren von Schminke am Hemdkragen.

Dr. Conelly erfreut sich nach eigener Aussage an der Leiche. Dr. West hat keine weiteren Fragen.

Mr. Bradley fragt sich, was die Tote für Schminke in ihrem Gesicht hatte. Dr. West mutmaßt Westheimers No. 7, Theaterschminke.

(17:41) Nachdem Dr. Connelly nur Augen für den muskulösen Körper des Toten hatte, untersucht Dr. West die Fingernägel des Toten: Er findet Blutspuren, Hautfetzen und Strickfasern.

(17:43) Die weitere Obduktion des Toten ist wenig ergiebig, er ist gesund, abgesehen von der Tatsache dass er tot ist. Dr. Conelly behauptet indes er habe einen Lauch im Bauch.

(17:45) Die beiden Gerichtsmediziner bleiben in der Gärtnerhütte – der Rest geht ins Haus um die Angestellten zu verhören.
Mr. Bradley spricht von einem „schrecklichen Unfall“ – wer kennt sie nicht, die Unfälle, wo plötzlich Leute an Stricken von Balken baumeln.

(17:49) Dr. Brown geht aufpassen. Ich rechne schlimmstenfalls mit einer mittelschweren Explosion als Resultat. Bestenfalls brennen nur die Vorhänge.

(17:54) Mr. Bradley verhört den Hausherrn. Eigentlich weiß er nicht viel von Relevanz. Ihm ist nichts außergewöhnliches aufgefallen. Auch seine Körpergröße schließt ihn aller Wahrscheinlichkeit nach als Täter aus.

(17:59) Mr. Bradley: „Sonst hätten sie uns ja bestimmt nicht eingeladen und unser Vertrauen…“
Stimme aus dem Off: „…missbraucht?“

Währenddessen grenzen die Gerichtsmediziner den Todeszeitpunkt des Gärtners auf ca. halb 12 am vorigen Abend ein. Damit ist er vor der Gouvernante gestorben. Wenn er kein Zombie ist, hat er sie nicht getötet.

(18:02) Aktuelle Mutmaßung: Die Gouvernante war vom Gärtner schwanger. Der Gärtner hat sich deshalb erhängt. Sie hat ihn gefunden und dabei ist ihre Schminke auf sein Hemd gekommen. Sie hat zudem den Brief gefunden und geweint. Dann hat sie sich versucht mit dem kleinen Messer umzubringen. Darauf befinden sich zudem auch ihre Fingerabdrücke. Auf dem großen Messer hingegen finden sich Fingerabdrücke von einer anderen Person.

Wer hat sie also nun schlussendlich getötet? Sehr mysteriös!

(18:07) Mr. Bradley verhört die Frau von Mr. Bostwick. Auch ihre Nützlichkeit für den Fall ist bestenfalls begrenzt. Sie kennt weder die Gouvernante noch den Gärtner näher, mag die Ermittler nicht besonders und antwortet sehr knapp. Wenn sie so weiter macht, muss Dr. West ihr wohl einmal seine neuesten Schaufelkunststücke vorführen…

(18:11) Mr. Bradley konfrontiert Mrs. Bostwick damit, dass die Gouvernante schwanger war. Sie wird ziemlich patzig. Dr. West mag patzige Leute sehr gerne.

(18:13) Dr. Brown spricht den Butler an: „Mr. Butler? Können Sie mir den Raum aufschließen?“

Dr. West und Dr. Conelly nehmen derweil Fingerabdrücke aller Personen im Haus.

(18:16) Der Hausherr weigert sich die Fingerabdrücke von sich und seiner Familie nehmen zu lassen. Sehr verdächtig. Dr. Brown schlägt den alten „Hier, nehmen Sie ein Glas Wasser“-Trick anzuwenden. MANCHMAL hat Dr. Brown gute Ideen.

Dr. Brown durchsucht derweil das Zimmer der Gouvernante. Er findet eine Schachtel mit einem tödlichen Skorpion Springteufel angefangenen Brief an eine gewisse Sarah, in der sie davon berichtet, dass sie schwanger sei und sich bald alles zum guten Wende.

(18:21) Dr. West & Dr. Conelly haben ein UNGLAUBLICHES Talent für das Abnehmen von Fingerabdrücken. Leider passen alle Fingerabdrücke des Personals nicht.

(18:22) „Wir wollten ja noch den Gläsertrick anwenden, dass wir sie fragen, ob sie uns ein Glas Wasser holt.“ – Ich weiß ja nicht, ob das so funktioniert…

(18:27) Zur Zeit läuft das Verhör der Tochter, Abigail. Es ist ähnlich ergiebig wie das Verhör der Eltern. Sie weiß nichts und hat nichts gesehen. Ich bin nur bedingt überrascht.

(18:30) Der Gläsertrick hat funktioniert. Die Gerichtsmediziner konnten nun auch die Fingerabdrücke von Abigail überprüfen. Jedoch auch hier – ein Fehlschlag.

(18:32) Das Kindermädchen von Abigail verhält sich verdächtig, als Mr. Bradley sie auf ihr Verhältnis zum Gärtner anspricht.

Mr. Hanson springt  zum richtigen Zeitpunkt dazwischen: „Sind Sie auch schwanger?“ – „Was?! Schwanger? Was hat das zu bedeuten?“ – „Äh… ja… wissen Sie, Menschen sind öfter schwanger.“

Mr. Bradley reißt den Dialog wieder an sich. Ich glaube, die amerikanischen Verhörmethoden sind vielversprechender.

(18:36) So so. Miss Reese (das Kindermädchen) wusste von der Affäre des Gärtners mit Miss Johnson (die Gouvernante). Interessant.

(18:39) Mr. Hanson: „Und Sie sind nicht schwanger?“ – „Nein und ich weiss davon nichts.“ – „Würden Sie es gerne sein?“

(18:43) Die Ermittler werden zum Abendessen gebeten. Sie dürfen mit den Herrschaften zu Abend essen. Währenddessen gibt es hier auch Abendessen. Abendessen-ception?

(18:46) „Wie voll soll deine Schüssel?“ – „Rappelvoll. Wie im Knast hier, Gefängniskoch.“ – „Wieso bin ich der Gefängniskoch?“ – „Weil du die Kelle in der Hand hast.“

(18:54) Mr. Bradley entschuldigt sich vom Essen um sich „frisch zu machen“. Was amerikanische Offiziere halt so tun. Er nutzt die Tatsache dass alle beim Essen sind, um die Zimmer der anderen Hausbewohner zu durchsuchen. Sehr subtil, so kennen wir ihn (eigentlich nicht, die Ermittler sind ihm heute zum ersten Mal begegnet.)

(18:58) Dr. Conelly: „Gabs ne Vorspeise von der schon das Besteck abgeräumt wurde?“ Dr. West: „Also sie meint in-game, ne? Nicht hier.“

(19:03) „Die Zimmer haben dieses mal extra keine Türen, damit die Ermittler sie nicht durchsuchen können. Dann kann man die auch nicht aufbrechen.“

„Willst du mich jetzt veralbern?“ – „…ja! Ach komm, hier, kriegst auch noch nen Brownie.“

(19:05) Dr. Brown versucht hier grad seinen Grießpudding an die Anwesenden zu verteilen. Niemand möchte Grießpudding.

„Grießpudding?“ – „NEIN!“ – „Grießpudding?“ – „Ach… Ich ess lieber noch nen Brownie.“

(19:08) „Du findest einen Schlüssel.“ – „Was für ein Schlüssel?“ – „Ein kleiner Schlüssel.“ – „Wozu könnte der denn passen?“ – „Zu einem Schloss.“ – „ACH?!“

(19:15) Dr. West läuft mit zwei Gläsern durch das Haus und trifft unterwegs auf den Butler, Mr. Bradley und Dr. Brown. Der Butler spricht ihn an: „Was laufen Sie hier mit Gläsern durch das Haus?“ – „Uhm… das sind… äh… Beweismittel… in meinem… Fall.“ – Mr. Bradley: „Das ist für Sie auch gerade völlig unwichtig, Sie wollten doch sowieso gerade mit uns in den Salon kommen.“ – Der Butler: „Sie sind sehr unverschämt, wissen Sie das?“

(19:18) Dr. West und Dr. Conelly untersuchen wieder einmal gemeinschaftlich die Fingerabdrücke an den Gläsern, die der Hausherr und seine Frau beim Essen benutzt haben. Wieder einmal macht es sich bezahlt, ZWEI Gerichtsmediziner zu haben, falls mal einer unfähig ist. Interessanterweise passen die Fingerabdrücke von Mrs. Bostwick zur Tatwaffe.

Mr. Bradley: „Ansonsten hab ich auch ne Waffe, dann schieß ich ihn halt nieder. Ich bin Amerikaner, hey, ich bin nicht gut in Psychologie.“

(19:20) Mr. Bradley: „Wir können es dokumentisch belegen.“

(19:24) Mr. Bradley und Dr. Brown verhören den Butler. Der Butler ist der wirkliche Vater von Abigail. Mr. Bradley fordert Dr. Brown dazu auf, dem Butler die Handschellen anzulegen. Irgendwo im Hintergrund hört man Gelächter.

(19:25) Mr. Bradley konfrontiert den Hausherrn damit, dass die Ermittler herausgefunden haben, dass Abigail nicht seine Tochter ist. Er bestätigt das tatsächlich. Er ist zeugungsunfähig und hat mit dem Butler einen Deal getroffen. Dies scheint also nur ein nebensächlicher Sachverhalt zu sein.

(19:29) Mr. Bradley konfrontiert nun Mrs. Bostwick damit, dass sie Miss Johnson ermordet hat. Sie leugnet es zunächst. Mr. Hanson legt ihr Handschellen an. Sie behauptet, sie habe nur versucht das Messer herauszuziehen.

Schließlich gesteht sie, dass sie eine Affäre mit dem Gärtner gehabt habe und sie eifersüchtig war. Sie habe Miss Johnson gefunden als sie noch am Leben war und hat sie dann mit dem großen Messer erstochen.

(19:32) Die Ermittler bleiben zunächst noch bei Mr. Bostwick, damit er sich nichts antut. Schließlich verbringen Sie Mrs. Bostwick in die Kutsche und nehmen Sie mit zu Scotland Yard.

Wieder einmal waren die Ermittler also erfolgreich – es sind schließlich die besten Leute von Scotland Yard. Was nicht notwendigerweise für Scotland Yard spricht.

Auch wenn es heute nicht die großen Auswirkungen auf das Weltgeschehen gehabt hatte, so war es doch ein sehr interessanter Fall. Und hey, immerhin haben die Ermittler schon einmal fast die Queen erschossen. SO spektakulär kann es eben nicht immer sein! :D (Das Abenteuer hieß übrigens: „Der Gärtner war’s“.)

Das war es dann wieder für heute. Micdrop, Peace out!

Twilight Imperium 2016 Live Blog

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Aus irgendeiner unvernünftigen Laune heraus habe ich neulich mal spontan zugesagt, wieder an einer Runde Twilight Imperium teilzunehmen. Heute ist es so weit und damit nicht nur ich was davon habe, mach ich heute ein Live Blog. Vor allem hab ich dann auch was zu tun, wenn ich drauf warte, bis ich nach wenigen Stunden wieder dran bin ;) Und nach völlig ausreichenden fünf Stunden Schlaf bin ich total wach und leistungsfähig :D

(10:32) Dafür dass wir um 10:00 Uhr anfangen wollten, sind wir schon beeindruckend weit. Denn bevor es losgeht muss man in aller Regel aufbauen. Wir haben nun schon unsere Völker ausgesucht und verteilen diverse Dinge auf dem Tisch. Ich hab die Yssaril Tribes. Ich weiss nicht genau was die können, aber sie sehen aus wie Gollum und ich hatte sie beim letzten Mal auch ;) Ich finde das ist ne vernünftige Entscheidungsgrundlage.

(10:50) Yay, meine Starteinheiten stehen in meinem Heimatsystem! Und auch sonst stehen meine ganzen wichtigen Sachen hier vor mir herum.ti3
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(11:00) Überrascht es sehr wenn ich sage, dass wir noch nicht angefangen haben? Ich hol mir jetzt erstmal ein Brötchen.

(11:28) Der erste Ring ist fertig. Erste, vorsichtige Schätzungen ergeben dass wir vielleicht mit viel Glück vor 12:00 Uhr mit dem Spielen anfangen können. Allerdings steht noch nicht fest an welchem Tag.ti4

(11:31) Soeben habe ich mein Heimatsystem platziert. Ich sehe Licht am Ende des Tunnels!ti5

(11:36) Die Bewertung der aktuellen Lage vom Experten für Tischvermessungswesen lautet: „Schräg ist mehr Platz da.“

(11:42) Dramatische Szenen tragen sich zu: Die Hexagons waren alle. Wir mussten die strategischen Hexagonreserven anbrechen!

(11:49) Man soll es nicht glauben, wir haben die Karte vollständig aufgebaut. Jetzt nehmen wir noch Optionen dazu, weil es sonst ja nicht komplex genug ist :D Artefakte werden gewünscht. Minen will man offenbar nicht. Ich beobachte gespannt.ti6

(12:02) Es wurde der Beschluss gefasst, dass wir mit der Public Objective spielen, die das Spiel irgendwann nach sieben automatisch beendet. Als Failsafe erschien mir das weise. Außerdem haben wir nun geheime „Preliminary Objectives“. Secret serious business und so.

(12:08) Aktuelle Einschätzung der Lage des Spezialisten für Domain Effects: „Es gibt welche da ist nichts drunter, da gibt es dann nichts.“

(12:16) Wir stellen unsere Völker und deren Spezialfähigkeiten vor. Meine heißen „The Yssaril Tribes“ und sehen aus wie Gollum.

(12:27) Jetzt besitze ich zwei Political Cards. Wir nähern uns dem Spielstart, glaube ich jedenfalls. Möglicherweise. Aktuell erfahren wir noch Dinge über Generäle und Admiräle. Und über Symbole mit Fäusten und Dreiecken.

(12:37) Fürs Protokoll: Wir haben soeben angefangen. Von jetzt an kommen wir dem Ende immer näher. Ich sehe ein Licht am Ende des Tunnels und ich glaube es ist nicht die U-Bahn.

(12:43) Wir haben den ersten Punkt erreicht, zu dem ein Blick in die FAQ notwendig ist. Nach nur 6 Minuten, guter Schnitt. Immerhin ließ sich die Frage umgehend klären.

(12:45) Nachtrag: Ich habe übrigens auf Grund meines (angeblich) benachteiligten Heimatsystemstandorts 6 Trade Goods erhalten. Yay, I guess! ti7

(12:52) Wir diskutieren gerade ob die Lazax (ein Volk) einen Kragen unter ihrem Mund haben. Das ist sehr wichtig für den Fortgang des Spiels und muss umgehend geklärt werden.

(13:02) Mein erster Zug meiner ersten Runde ist abgeschlossen. Ich habe zwei Planeten eingenommen. Sie heißen Hercalor und Tiamat. Und ich habe eine neue Technologie, Maneuvering Jets. Läuft, würde ich sagen.ti8

(13:05) Dank der Zweitfähigkeit des Zuges nach mir konnte ich für einen Strategy Counter und drei Influence ein weiteres System einnehmen. Mein Imperium wächst.

(13:18) Mein zweiter Zug nach nur 16 Minuten. Wohlgemerkt Zug, nicht Runde. Nur damit keine falschen Vorstellungen über die Zeitverhältnisse aufkommen :) Dafür war mein Zug auch innerhalb von einer Minute abgeschlossen. Woohoo, Efficiency!

(13:30) Soeben wurde ein Artefakt aufgedeckt. Darunter war nichts. Daher gab es, wenn wir uns an die Einschätzung des Spezialisten für Domain Effects von 12:08 erinnern, nichts.

(13:32) Mein dritter Zug nach weiteren 14 Minuten. Ich habe nun meine Strategy Karte ausgeführt. Jetzt ist meine Action Phase glaube ich vorbei. Das Ende der ersten Runde nähert sich.ti9

(13:40) Wir stimmen gerade über ein galaktisches Freihandelsabkommen ab. Ich schicke einen Spion und töte einen anderen Repräsentanten. Ich möchte kein galaktisches Freihandelsabkommen.

(13:46) Die Abstimmung verlief zu unseren Gunsten. Es gibt nun kein galaktisches Freihandelsabkommen. Die fiesen Katzenwesen von der anderen Seite der Galaxis weinen.

(13:54) Ground Forces meiner Nachbarin tauchen auf einem Planeten im Territorium der fiesen Katzenwesen auf. Die fiesen Katzenwesen erklären meiner Nachbarin den Krieg indem sie die friedlichen Ground Forces attackieren. Weiterhin äußern sie unverschämte Vorwürfe gegen mich, dass ich deren Repräsentanten getötet hätte. Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück! Die fiesen Katzenwesen sind die Aggressoren!

(13:58) Fun Facts am Rande: Das hier ist Mecatol Rex, der Planet in der Mitte der Karte. Den wollen irgendwann gefühlt alle haben, weil er sechs Influence bringt. Dafür ist er zu Anfang auch vergleichsweise gut verbunkert mit Bodentruppen und Fightern.ti10

(14:06) Ich habe soeben zum zweiten Mal gepasst. Meine Action Phase von Runde 1 ist nun vorbei. Die anderen Spieler haben ebenfalls gepasst, Runde 1 neigt sich allgemein dem Ende entgegen.

(14:15) Mit dem Ende der Status Phase von Runde 1 ging eben diese zu Ende. Kommentar der Spezialistin für Rundenzeitausdehnungsverhalten: „Und das war noch eine der schnellen Runden.“

(14:24) Der erste Spieler von Runde 2 ist im Begriff mit seinem ersten Zug zu beginnen. Es geht vorran.

(14:26) Ich konnte soeben einen weiteren Planeten annektieren. Der vierte Sektor wurde meinem Imperium hinzugefügt. Außerdem bin ich nun stolzer Besitzer eines Artefaktes. Yay me!

(14:33) Mein glorreiches Imperium hat soeben einen Cruiser und zwei Ground Forces gebaut. Zur friedlichen Sicherung meiner Außengrenzen. Selbstverständlich.

(14:51) Es wurde soeben festgestellt, dass Regeln, genau wie die Gummibären, links und rechts und hier und da und überall sind.

(14:52) Frage der Beauftragten für Gesamtspieldauerabschätzung: „Ist das Spiel nicht sowieso in zehn Runden vorbei?“

Aktueller Zwischenstand:ti11

(14:57) Soeben habe ich einen weiteren Planeten meinem glorreichen Imperium hinzugefügt. Er heißt Quann und es soll dort sehr schön sein um diese Jahreszeit.

(15:00) Der Leiter des Verpflegungswesens hat soeben die Fertigstellung der mittäglichen Nahrungsmittelversorgung verkündet.

(15:20) Das Mittagessen hat zu einer Pause von ca. 20 Minuten geführt.

(15:24) Der aktuelle Stand nach dem Mittagessen sieht übrigens so aus:ti12

(15:38) Der galaktische Rat ist wieder zusammengetreten. Da die Initiative nicht von den fiesen Katzenwesen vom anderen Ende der Galaxie vorgetragen wurde, bin ich in diesem Falle dafür. Es geht darum, dass man unter bestimmten Bedingungen Technologien kostenlos erwerben kann. Technologien finde ich gut.

(15:40) Der Antrag wurde angenommen.

(15:45) Und schon hat sich meine Unterstützung dieses Antrags bezahlt gemacht. Ich habe soeben eine neue Technologie erworben. Mein Imperium floriert. Lang lebe der Imperator!

(15:52) Ich habe gerade festgestellt, dass ich eine Strategy Card namens „Trade III“ habe und mich erkundigt, ob es auch „Trade I“ und „Trade II“ gibt, die aber in diesem Spiel nicht verwendet werden. Für die Erläuterung wurden mehr Worte verwendet als ich erwartet habe, obwohl die Antwort im Endeffekt „Ja“ lautete.

(15:59) Ich habe einen Mercenary erhalten. Er beschützt mein glorreiches Saudor-System. Ich mag den Mercenary.

(16:03) Runde 2 neigt sich dem Ende zu. Wir sind zur Zeit bei knapp unter 3 Stunden Nettospielzeit. Ein guter Zeitpunkt für einen Ausblick in die nähere Zukunft: Wie könnte es zu Ende gehen? Als Default-Siegbedingung muss ein Spieler 9 Siegpunkte erreichen. Aktuell haben zwei Spieler (der glorreiche Imperator inbegriffen) 2 Siegpunkte.
Alternativ gibt es einen Failsafe: in einem Stapel mit Public Objectives, von denen in aller Regel jede Runde eine gezogen wird gibt es irgendwo zwischen Karte sieben und zehn eine Karte die das Spiel sofort beendet. In diesem Fall gewinnt dann der Spieler mit dem maximalen Punktestand.

(16:11) Großartige Neuigkeiten: Ich habe mein Preliminary Objective erfüllt. Es bestand darin, 4 Planeten mit Technologiebonus zu kontrollieren. Durch meine Expansionsbestrebungen habe ich diese Bedingung erfüllt. Woohoo!

(16:16) Eine hypothetische Frage: Kann man eine Sabotagekarte nochmal sabotieren? Die ursprüngliche Karte die gespielt wurde war keine Sabotagekarte, wurde durch eine Sabotagekarte gecancelt, diese kann jedoch nicht sabotiert werden. Für maximale Verwirrung hypothetische Fragen stellen, die Fragezeichen über allen Köpfen spawnen.

(16:20) Wir befinden uns jetzt in Runde 3. Die letzte Statusphase wurde einfach ohne weitere Kommentare durchgeführt, ließ mich spontan überrascht feststellen, dass wir schon am Strategy Cards verteilen sind. Als Begründung wurde gesteigerte Effizienz angegeben. Musste ich zähneknirschend akzeptieren.

(16:23) „Wie heißt der Planet?“ – „Sumerian“ – „Mit S?“ – „Ja, denn er heißt Sumerian.“ti13

(16:31) Ich habe soeben zwei Dreadnoughts gebaut.ti14

(16:33) „Du kriegst dann eine PDS [Planetary Defence System, Red.] und die steht dann da auf dem Planeten. Und wenn dus überlebst, dann überlebst dus.“

(16:36) Ein weiterer Planet ist meinem wundervollen Imperium beigetreten worden. Die Massen jubeln mir zu.

(16:47) Der galaktische Rat ist mal wieder zusammengekommen. Ich habe den fiesen Katzenwesen vom anderen Ende der Galaxis die Hälfte der Votes geklaut. Dafür hat deren Spion meinen getötet. Wer hätte auch was anderes von denen erwartet?

(16:56) Der Ministerialreferent für Schocktruppen hat auf Nachfrage bestätigt, dass Schocktruppen nicht alleine kämpfen dürfen und die Behauptung zumindest nicht entschieden wiederlegt, dass Schocktruppen alleine Angst hätten.

(17:00) Ich habe mein zweites Raumdock gebaut. Wir sind immer noch in Runde 3.

(17:03) „Ich könnte viel, viel klügere Dinge machen.“ Trotzdem wird Rache bevorzugt. Ich kann das unterstützen. Zumal es am anderen Ende der Galaxie passiert.

(17:18) Ich habe soeben meinen vierten Siegpunkt erhalten. Damit liege ich aktuell in Führung. Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass das dauerhaften Bestand haben wird. Trotzdem ein guter Tag für das glorreiche Imperium!ti15

(17:21) „Das klang wie ein Fenster.“ – „Nein, das war ich der gegen den Tisch getreten hat.“ – „Hätte man aber mit dem Geräusch verwechseln können wie wenn jemand…“ – „…gegen ein Fenster tritt, ja. War aber ich, der gegen den Tisch getreten hat.“

(17:25) Tja, so schnell kanns gehen. Schon bin ich nicht mehr in Führung. Zwei andere Nationen haben mit mir gleichgezogen. Seufz.

(17:29) Runde 4 hat soeben begonnen. Aktuelle Nettospielzeit T+04:29:00h. Tendenz steigend.

(17:44) Die Kaffee&Kuchenpause wird gerade eingeleitet.

(17:51) Die Kaffee&Kuchenpause ist abgeschlossen. Ich habe parallel eine weitere Dreadnought, sowie zwei PDS gebaut.

(18:03) Der galaktische Rat tagt wieder einmal. Der aktuelle Antrag stellt allen Spielern die War Sun Technologie zur Verfügung. Ich glaube ich stimme dafür. Überlegener Waffenkraft ist nur überlegene Waffenkraft entgegenzustellen. Die allgemeine Stimmung scheint sich meiner Meinung anzuschließen.

(18:07) Anlässlich der jüngsten Entwicklungen hier ein Bild der aktuell existierenden War Suns:ti16

(18:19) Die Abendessenoption wird diskutiert. Nachdem man sich auf Pizza einigen konnte, scheint es nun auf Grund von einem allgemeinen Anflug von Gleichgültigkeit schwierig zu werden, einen adäquaten Lieferanten zu finden. Ich bin gespannt, wie die Verhandlungen verlaufen.

(18:21) „Du stehst da im Weg.“ Offenbar gibt es inzwischen mindestens zwei unmittelbare Aspiranten für Mecatol Rex, die sich nicht über dessen Eigentümerstatus einigen können. Möglicherweise haben wir dort in absehbarer Zeit einen epischen Raumkampf.

(18:31) Aktuelle Nettospielzeit: T+05:34h. Kleines Statusupdate:ti17

(18:37) Mein Imperium sorgt für politische Stabilität: Ich hatte eine Actionkarte, mit der ich meine Strategy Card behalten durfte. Jetzt hab ich weiterhin Nr. 1, Leadership.

(18:43) Hier entstand gerade ein hochinnovatives Produkt: Kuchenpizza. Wer würde die nicht mögen? :D

(18:53) Mecatol Rex under siege!

(18:54) Mecatol Rex ist gefallen.ti18

(19:02) „Darf ich einen Vorschlag machen?“ – „Ja?“ – „Lagere doch vielleicht das Pizzageld nicht zwischen den Ressourcentoken.“ – „Meinst du echt?“ – „Nöö nöö, aber sonst wird das gleich ziemlich unterhaltsam, wenn der Pizzamann da ist und du die Unmengen Kleingeld da raussuchen willst.“

(19:14) Dramatische Entwicklungen: Der galaktische Rat brachte einen Antrag ein, der zur Zerstörung der Einheiten meiner Nachbarin auf Mecatol Rex geführt hätte. Aber natürlich bin ich ein überaus freundlicher und mildtätiger Imperator, der gerne seine 20 Stimmen Einfluss zur Verfügung stellt um die anderen Ratsmitglieder zu überstimmen. Gegen einen Siegpunkt, versteht sich :)

(19:17) Pizza, Pizza in my tummy, me so hungy, me so hungy. – Der Pizzamann ist da. Mahlzeit.

(19:40) Say hello to our new solarian overlord. Hello, Mr. War Sun, Sir!ti19

(19:55) Hier wurden gerade Witze gemacht, dass Außenstehende die vorsichtige Hoffnung geäußert hatten, Anwesende könnten heute zum Kaffee oder zum Abendessen wieder zu Hause sein. Naivlinge!

(19:58) Da hab ich doch glatt vergessen, den Beginn von Runde 5 zu announcen. Hole ich hiermit nach. Ich bitte vielmals um Entschuldigung ob dieser dramatischen Verfehlung.

(20:11) Runde 5 neigt sich dem Ende zu. Ich habe bereits zum zweiten Mal gepasst. Soeben haben auch alle anderen gepasst. Damit ist die Action Phase vorbei und wir gehen hart auf Runde 6 zu.

(20:18) Wir haben gerade einen Konsens gefunden. Die optimale Konfiguration eines Drachen besteht aus zwei Flügeln, zwei Beinen und zwei T-Rex-like Armen. Somit hat er einen stabilen Stand, kann nicht kippeln und wenn man lachen möchte, kann man ihn sein Bett machen lassen.

(20:20) Runde 6 hat soeben begonnen. Ich bin wieder Nr. 1, Leadership :)

(20:23) „Das find ich ja so blöd an der neuen Handelskarte [Trade III Strategy Card, Red.], dass die…“ – „…so selten genommen wird! Ja genau! Früher wurde die viel häufiger genommen. Das war besser! Damals war alles besser!“

(20:32) Aktuell sieht es ganz danach aus, als wenn es in nicht all zu ferner Zukunft zu einem Ende kommen könnte. Es gibt ein Public Objective, welches zwei Siegpunkte bringt und ein Spieler hat bereits 7. Außerdem sind wir inzwischen auch schon nahe an der Failsafe-Objective, die das Spiel sofort beendet. Mal schauen, was sich jetzt noch ergibt. Mehr als noch eine weitere Runde ist allerdings schlagartig unwahrscheinlich geworden.ti20

(20:50) Es wird spannend. Aktuell sind mehrere Spieler nahe am Sieg und irgendeiner davon wird sehr wahrscheinlich am Ende dieser Runde gewonnen haben. Wer weiß, mit viel Glück kommen wir hier alle lebend raus! Es gibt noch Hoffnung für uns!

(20:59) Der galaktische Rat wurde soeben wieder einberufen. Die Ereignisse überschlagen sich aktuell. Mehr dazu gleich.

(21:10) Ende! Zwar nicht gewonnen, aber auch kein so schlechtes Ergebnis. Und zum Schluss noch eine klassische Südafrikastrategie angewandt. Ich bin zufrieden :)

(21:19) Noch ein kurzer Nachtrag zu den letzten Minuten: Es gab die Option eine Fraktion von Mecatol Rex zu entfernen und die Erfüllung des Secret Objective zu verhindern.
Allerdings wollte eine andere Fraktion viel lieber über den galaktischen Rat allen einen Siegpunkt wegnehmen oder allen zwei Siegpunkte geben und somit das Ende weiter hinauszögern oder das Spielende durch den Sieg von mehreren (u.a. mir) herbeizuführen.
Dies habe ich dann durch eine Action Karte verhindert, die diese Fraktion aus der Abstimmung entfernt hat. Mir wurde dann erklärt, dass die eigentliche Strategie hätte sein sollen, dass wir drei, die dann ihre Siegbedingungen erreicht hätten, dann gemeinsam gewonnen hätten. Das war leider ein Trugschluss, denn nur derjenige, der am meisten Punkte gehabt hätte, hätte tatsächlich gewonnen. Ich habe dann aber trotzdem den Antrag unterstützt, der allen zwei Siegpunkte gegeben hat, da dadurch das Spiel dann zu einem Ende kam. Die Alternative wäre nur ein unnötiges Hinauszögern des unvermeidlichen gewesen.

Ich habe hierfür bereits zu einer anderen Gelegenheit den Begriff „Südafrika-Strategie“ geprägt, da ich schon einmal bei einem anderen Spiel (Eldridge Horror) eine solche Situation dadurch aufgelöst habe, anstatt in die Antarktis nach Südafrika zu gehen, was auch hier das Spiel unmittelbar beendet hat.

Das Endergebnis war nun, dass ich mit drei anderen auf einem dritten Platz war. Damit kann ich leben :) Schade ist nur, dass ich am Ende dieser Runde auch meine Siegbedingung erfüllt hätte.

(21:35) Aktuell spielen wir nur noch das lustige Aufräumspiel. Das meiste ist wieder im Kasten. Zum Abschluss hier noch ein letztes Bild:ti21

Damit melde ich mich ab, das Projekt Twilight Imperium 2016 ist abgeschlossen. The flow has left the building. Peace out!

Theme Update

Nachdem heute morgen hier irgendwas mit einem Plugin herumgezickt hat, habe ich mich mal entschlossen, das Theme nach wer-weiss-wie-vielen Jahren zu ändern. Das hier ist jetzt ein Standard-Theme, aber erstens finde ich es ganz schick und zweitens bekommt es dann auch regelmäßig Updates; Nicht so wie mein altes, was vermutlich schon ewig vor sich hin moderte.

Fantasy Filmfest Nights 2015 – Tag 2

Der zweite Tag begann nach einer irgendwie zu kurzen Nacht dann auch schon wieder um 13 Uhr mit dem ersten Film.

Marshland

Bei Marshland handelt es sich um ein spanisches Crimedrama in den 80er Jahren kurz nach dem Ende der Militärdiktatur. Zwei Kommissare werden in eine ländliche Gegend geschickt, um dort eine Mordserie an jungen Mädchen aufzuklären. Die beiden geraten dabei mitten zwischen die Fronten eines aufkeimenden Arbeitskampfes der örtlichen Bevölkerung und generell scheinen nicht alle an der Aufklärung des Falles interessiert sein. Dazu kommt noch, dass auch die beiden Kommissare nicht die allerbesten Partner sind.
Solche Beiträge gibt es ja beim FFF häufiger – Crime-Filme aus Ländern, die man nicht immer sofort auf dem Radar hat. Und ich muss sagen, ich mag das zur Abwechslung auch mal ganz gerne. Auch wenn das solche Filme sind, die bei uns normal vielleicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen kommen, finde ich die durchaus ganz sehenswert. So auch dieser hier – die 80er-Jahre Szenerie war wirklich schön ausgestattet und die Story ziemlich spannend. Im Programmheft wird der Film von der Atmosphäre her mit True Detective verglichen – meiner Meinung nach definitiv zu Recht! Und gerade das Finale hatte wirklich schöne Bilder zu bieten. Insgesamt sicher kein Must-See aber völlig in Ordnung. 5/10.

Spring

Spring beginnt damit, dass ein junger Mann aus Kalifornien am Sterbebett seiner Mutter sitzt. Diese segnet kurz darauf das zeitliche und nachdem er am folgenden Tag in eine Kneipenschlägerei verwickelt wird, kommt der Vorschlag einer Freundin, das Land für eine Weile zu verlassen wie gerufen – auch wenn sie das eher meinte, damit er mal was anderes sieht und er das hauptsächlich wegen der Polizei tut. Er macht sich kurzerhand auf nach Italien, wo er zunächst mit zwei Briten herumzieht und kurz darauf eine junge Frau kennenlernt, die ihn sehr fasziniert. Doch diese scheint ein Geheimnis zu haben – und irgendwie trifft er sie immer nur nachts draußen an.
Wenn man bei Spring damit rechnet, den hundertsten Aufguss einer Vampirromanze zu bekommen wird man eines besseren belehrt. Ja, eine Romanze ist dieser Film definitiv, aber absolut nicht schnulzig, im Gegenteil. Der Mystery-Aspekt um die Frau sorgt schon sehr gut dafür. Außerdem ist sie eben auch nicht die Art von Monster, die man erwartet hat. Und auch die wirklich schönen Landschaftsbilder des ländlichen Italiens in der Gegend um den Vesuv sind ein echtes Argument für diesen Film. Ich mochte die sehr ruhige Erzählweise, die ein bischen an eine vollkommen entspannte Reise erinnert. Wer gegen eine Romance-Komponente im Film nichts einzuwenden hat, der kann hier eigentlich nicht viel falsch machen. 8/10.

Automata

Automata ist auch einer dieser “größeren” Titel, alleine schon wegen Antonio Banderas als Teil des Casts. Wir befinden uns hier im Jahr 2044 in dem die Erde durch Sonnenstürme weitgehend verwüstet wurde und die verbleibenden Menschen (ca. 20 Mio.) in gesicherten Städten mit künstlicher Beregnung wohnen. Ein Konzern namens ROC hat zuvor Roboter mit künstlicher Intelligenz eingeführt, die den Aufbau der Städte durchgeführt haben und nun für alle möglichen Serviceaufgaben eingesetzt werden. Dabei ist sehr wichtig, dass die Roboter zwei Direktiven fest integriert haben – sie können keinen Lebewesen Schaden zufügen und sich nicht selbst verändern oder reparieren. Eines Tages wird dann einer der Versicherungsagenten dieses Konzerns auf einen Roboter aufmerksam der offenbar die zweite – unabänderliche Direktive – umgehen konnte und sich repariert hat. Die Untersuchung führt dann aber schnell zu persönlichen Gefahren für ihn und seine Familie.
Automata hat einen großartigen Anfang in einer dystopischen Stadt, die so düster wirkt, als wäre sie aus Blade Runner oder Shadowrun. Überall Müll, Armut direkt vor den Türen und riesige holografische Werbung, dazu Zeppeline über der Stadt die für die Bewässerung sorgen. Alleine dafür lohnt es sich einen Blick auf den Film zu werfen. Die eigentliche Story wankt ein wenig zwischen Noir-Detektivstory in der ersten Hälfte und Western in der zweiten Hälfte, was aber nicht schlimm ist. Der Film war definitiv unterhaltsam, auch wenn er keine wirklich neue, innovative Story bring. Die Roboter sahen interessant aus und auch die Idee mit den fest integrierten unveränderlichen Direktiven war interessant und auch die Unabänderlichkeit wurde tatsächlich halbwegs sinnvoll erklärt – damit habe ich nicht gerechnet. Wenn man einmal von der offensichtlich blödsinnigen Prämisse mit den Sonnenstürmen absieht und davon, dass die Kommunikation auf der Erde wegen „atmosphärischen Störungen“ nur noch mit Pagern erfolgen kann, dann ist das ein ziemlich spannender Film. 7/10.

A Girl Walks Home Alone At Night

Der definitive ungewöhnlichste Beitrag dieses Jahr – ein Schwarz-weisser Vampirfilm auf Farsi in einer amerikanischen Stadt mit überwiegend arabischen Schriftzeichen.
Die Handlung dreht sich um das titelgebende Girl, eine junge Vampirin, die des Nachts auf Beutezug geht. Daneben gibt es dann noch einen jungen Mann mit einem schicken Auto und einem drogenabhängigen Vater. Die Schulden des Vaters sorgen dafür, dass er dann Probleme mit dessen Dealer bekommt und sein Auto verliert. Und wenig später sollen sich dann auch die Pfade von ihm und der Protagonistin kreuzen.
Puh… ich weiss immer noch nicht genau was ich sagen soll. Ich wollte den Film wirklich mögen, gerade weil ich die Idee supercool finde. Optisch ist es auch unheimlich faszinierend, den Bildern zu folgen. Allerdings: Ich fand die Handlung sterbenslangweilig. Die Geschichte floss so zäh dahin, dass ich nur schwer wachbleiben konnte. Ich mag normalerweise ja solche eher-arthousigen Streifen, aber, wie jemand im Anschluss zu mir sagte, der war für mich dann wohl „zu arthousig“ – was ich genau in diesen Worten schon während des Films gedacht hab. Vielleicht gebe ich dem Film noch eine Chance zu späterer Zeit, momentan war das für mich jedoch leider ein ziemlicher Ausfall. Sehr subjektive 3/10.

Tusk

Den Abschluss bildete der neue Film von Kevin Smith, der Auftakt seiner Great White North Trilogie, Tusk. Ein Film der aus einer spontanen Idee während eines Podcasts entstand, in dem ein irrer alter Mann, gespielt vom großartigen Michael Parks, einen jungen Mann in ein Walross verwandeln will. Die Geschichte dreht sich um einen Podcaster, der nach Canada fliegt und dort auf den von Parks gespielten Mann trifft um ihn zu interviewen, doch der hat ganz andere Pläne.
Zugegeben, die Story ist verrückt, sehr sogar. Aber wenn man Kevin Smith generell mag und insbesondere seinen Humor schätzt – was ich tue – dann ist dieser Film wirklich empfehlenswert. Er ist zwar keine Komödie wie die meisten seiner Vorgänger, aber dennoch hat man viel Grund zu lachen. Im Gegensatz zu The Human Centipede, der einen ähnlichen Handlungsstrang als Basis hat und gestern auch öfter von anderen Zuschauern als Vergleich bemüht wurde, ist er nicht einfach nur eklig und fies, sondern in erster Linie so grotesk, dass man mehr lachen als sich gruseln muss. Und auch die Nebenrolle von Guy LaPointe, dem franko-kanadischen Inspektor, war herrlich und lockerte den Film auf.
Ich hatte die Bluray jetzt schon eine Weile zu Hause herumliegen und habe sie mit Absicht nicht geguckt, um den Film jetzt im Kino zum ersten Mal sehen zu können und das hat sich gelohnt. Auf der großen Leinwand und mit dem richtigen Publikum ist es einfach noch was anderes. Einer meiner Lieblingsfilme von diesen Nights. 8/10.

So, das war es dann auch schon wieder. Zur Zeit sitze ich noch bei einer Werkstatt in der Nähe von Hamburg um das Info-Display in meinem Auto reparieren zu lassen und dann geht es auch bald schon wieder nach Hause. Nun heisst es wohl erst einmal wieder abwarten, was der Sommer so hergibt, vielleicht fahre ich dann dieses Jahr doch nochmal wieder einen oder zwei Tage hin.

Fantasy Filmfest Nights 2015 – Tag 1

Da haben wir auch schon wieder Frühjahr und das ist für mich, wie jedes Jahr, wieder ein gutter Grund nach Hamburg zu den Fantasy Filmfest Nights zu fahren. Nachdem ich im letzten Jahr das Festival im Sommer bis auf zwei Tage auslassen musste, wieder einmal eine schöne Gelegenheit einige neue Filme zu sehen. Das Festival im Sommer funktioniert für mich seit der Ausdehnung auf 10 Tage nicht mehr. Das sind dann einfach zu viele Tage am Stück und zudem kann man nun ja auch nicht mehr zwischen zwei Filmen wählen sondern muss entweder alles gucken oder hat Lücken im Programm. Für mich beides nicht besonders optimal. Die Nights nehme ich aber trotzdem gerne weiter mit :)

Cub

Den Beginn machte ein belgischer Film über eine Gruppe von Pfadfindern, die in den Wald zu einem Zeltlager fahren. Leider ist der eigentlich geplante Zeltplatz von der örtlichen Dorfjugend belegt, die mit einem Buggy im Kreis fahren. Was man halt so tut in Belgien als Jugendlicher. Schätze ich.
Der schnell ausgewählte Alternativplatz besteht aus einer Lichtung im Wald, wo auch schnell das Lager aufgebaut wird. Das in der direkten Umgebung Selbstmorde stattfanden als die örtliche Busfabrik geschlossen wurde, ist bestimmt nicht weiter wichtig.
Ich war angenehm von dem Film überrascht. Filme mit vielen Kindern in tragenden Rollen finde ich meist schwierig, aber hier war das überhaupt kein Problem. Die Story war gut und dicht erzählt ohne dass sie sich unnötig hinzog. Auch die Locations waren wirklich toll gewählt, insbesondere die Stadt am Anfang mit den vielen Industrieruinen sah beeindruckend aus. Das Ende war überraschend gut und nicht unbedingt wie erwartet – und dem Titel kommt hier noch einmal eine zusätzliche Bedeutung zu.
Man braucht jetzt zwar keinen wirklichen Geheimtipp erwarten, aber dennoch ein netter Einstieg und für einen 13:00 Uhr Film völlig in Ordnung. 6/10.

The Guest

Einer der Filme, wo ich mich wegen des Regisseurs bereits drauf gefreut hatte war The Guest. Adam Wingard hatte vorher den großartigen You’re Next gemacht und daher hatte ich auch recht hohe Erwartungen an diesen hier.
Der Film handelt von einer Familie, die ihren Sohn verloren hat, da dieser in der Army gedient hatte und im Mittleren Osten umgekommen ist. Die Mutter trauert immer noch, doch eines Tages steht ein sehr höflicher, junger Mann namens David vor der Tür, der behauptet, in derselben Einheit wie ihr Sohn gewesen zu sein. Er wurde gerade aus dem Dienst entlassen und ist nun noch unsicher was er als nächstes tun soll, also wird er kurzerhand im alten Zimmer des Sohnes einquartiert und soll ein paar Tage bei der Familie wohnen. Der Tochter allerdings ist unsicher ob alles an der Story des Mannes stimmt und stellt ihre eigenen Nachforschungen an. Das soll allerdings nicht ohne Folgen bleiben.
Also: The Guest macht großen Spaß, insbesondere wegen seiner undurchsichtigen Story. Die Umstände des Eintreffens des Hausgastes bleiben über weite Teile des Films unklar und man rätselt die ganze Zeit, warum er nun dort ist. Die Tochter ist clever und ein guter Gegenspieler für David, sodass es nie langweilig wird. Insgesamt mochte ich You’re Next noch ein kleines bischen lieber, gerade wegen der Charaktere die hier nicht ganz so gut ausgearbeitet wurden, da einfach die Zeit fehlt. Trotzdem ein toller Film. 7/10.

German Angst

Ein deutscher Genre-Beitrag, wie selten! Und was für einer. German Angst ist eine Anthologie aus drei Filmen von den deutschen Filmemachern Jörg Buttgereit, Michal Kosakowski und Andreas Marschall. Der erste Beitrag „Final Girl“ handelt von einem Mädchen in einer Wohnung und ihrem Meerschweinchen. So in etwa. Und es kommen noch diverse Küchengeräte und ein Mann im Nebenzimmer darin vor. Im zweiten Teil „Make a Wish“ geht es um ein taubstummes Pärchen und fiese (Neo-)Nazis und im dritten Film „Alraune“ um Pflanzen die Phantasien erfüllen und einen geheimnisvollen Club.
Zugegeben, der Film ist definitiv nichts für jeden. Gerade der erste Teil dürfte recht kontrovers diskutiert werden. Ich fand ihn aber klasse. Erstmal mag ich Episodenfilme ja sowieso gerne. Und davon mal ab waren die Effekte, insbesondere bei Final Girl wirklich gut. Ich finde es erfrischend solche Filme aus Deutschland zu sein, endlich mal etwas abseits von Komödien und Historienfilmen. Der zweite Teil war weniger von seiner Darstellung der Gewalt sondern mehr von der Story her interessant. Der dritte Teil ging dann mehr ins phantastische und bot einen netten Kontrast. Das Q&A im Anschluss war zudem auch wirklich unterhaltsam, denn dort erfuhr man zum Beispiel dass die Macher den Film in einer Tradition mit deutschen Horrorfilmen der 20er Jahre wie z.B. Nosferatu sehen. Ich hoffe, dass German Angst nur der Auftakt für mehr deutsche Genrefilme sein wird. 8/10.

Und ich hab meine Nekromantik Bluray signiert bekommen, juhu! :)

Nekromantik Bluray

The Lazarus Effect

Der Film über den ich im Vorfeld schon am meisten wusste, weil ich den Trailer immerhin schonmal gesehen hatte war The Lazarus Effect. Hier geht es um eine Gruppe von Forschern, die ein neues Serum untersuchen, mit welchem man möglicherweise Verstorbene ins Leben zurückholen kann. Ihre Experimente beschränken sich jedoch auf Tiere und eines Tages klappt es tatsächlich – ein toter Hund wird wieder lebendig und zeigt zunächst keine Anzeichen von Problemen. Als jedoch eine der Wissenschaftlerinnen tödlich verletzt wird, kommt es zu einer folgenschweren Entscheidung.
Ich denke, dieser Film war einer, wenn nicht sogar der bekannteste Film des Festivals, nicht zuletzt durch Olivia Wilde in einer Hauptrolle. Daher ist es meiner Meinung nach auch der „mainstreamigste“ Film in der Auswahl. Das muss nichts schlechtes heißen, war es in diesem Fall auch nicht, jedoch hatte der Film auch nur wenige Ecken und Kanten und war relativ „glatt“. Die Story war wenig innovativ aber dennoch spannend und es gab auch durchaus einige gute Schockmomente. Solider Film, vielleicht nicht unbedingt fürs Kino notwendig, aber dennoch gut anzuschauen. 6/10.

Wyrmwood – Road of the Dead

Den Abschluss des Tages bildete Wyrmwood, ein australischer Zombie-Roadmovie. Hier beginnt die Zombieapokalypse gleich zu Anfang des Films und dreht sich um einige Charaktere die im Laufe des Films aufeinandertreffen werden. Ein Familienvater und dessen Schwester sind die zentralen Charaktere und dann gibt es da noch diesen verrückten Wissenschaftler, der irgendwie nach einer Mischung aus Dr. Seltsam und Dr. Mengele aussieht.
Eigentlich hat man bei Zombiefilmen ja schon alles gesehen, gefühlt jedenfalls. Dennoch schaffte es dieser Film ein paar neue Ideen aufzugreifen und in einer unterhaltsamen Story unterzubringen. So gibt es hier ganz neue Einfälle zum Thema Fortbewegung in Zeiten der Zombieapokalypse. Kurzweilige Unterhaltung ohne viel drumherum, gut für zwischendurch mal. 5/10.

Das wars dann auch schon wieder für den ersten Tag, heute geht es dann ab 13 Uhr weiter mit der zweiten Hälfte. Ich bin schon gespannt, ein paar Titel klangen recht vielversprechend :)

flows Hähnchenpfanne Spezial

Mein heutiges Abendessen, das Ergebnis hat mir so gut gefallen, dass ichs mal notiert hab.

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Teileliste

  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 2 Möhrchen
  • 2 Beutel Reis
  • 4 Hähnchenbrustfilets
  • 2 Eier
  • ½ Beutel geriebener Käse
  • Olivenöl
  • Sojasauce
  • Oregano
  • Basilikum
  • Salz
  • Pfeffer

Bauanleitung

  1. Möhrchen schälen und kleinschneiden
  2. Rote und gelbe Paprika reinigen und kleinschneiden
  3. Währenddessen den Reis nach Vorgabe kochen, anschließend abtropfen lassen
  4. Hähnchenbrust kleinschneiden, salzen und in Olivenöl anbraten
  5. Wenn das Hähnchen fertig ist, Gemüse dazuschütten
  6. Mit Sojasauce übergießen, sodass der Boden bedeckt ist
  7. Etwas köcheln lassen, sodass das Gemüse angart
  8. Reis dazuschütten, mit allem ordentlich vermengen
  9. Kurze Zeit später die Eier untermengen
  10. Anschließend den Käse darüberstreuen und vermengen
  11. Mit Oregano, Basilikum, Salz und Pfeffer abschmecken

In einem tiefen Teller mit einem großen Löffel servieren. Nomz.

Anm.: Spezial, weil Hähnchenpfanne Standard klingt blöd.
Anm. #2: Reicht für mehr als eine Mahlzeit. Morgen Mittag gibts das auch ;)

Fantasy Filmfest Nights 2014 – Tag 2

Der zweite Tag ist nun auch rum, ich bin inzwischen wieder zu Hause und ich muss sagen, ich bin mit dem Wochenende aus filmischer Sicht durchaus zufrieden.

Wolf Creek 2

Der Tag begann mit Wolf Creek 2. In diesem Film geht es, wie auch schon im ersten Teil um einen unheimlichen Typen, der es im australischen Outback auf Touristen abgesehen hat, die sich, seiner Meinung nach unerlaubt, in seinem Land aufhalten. So dreht sich der zweite Teil zunächst um ein (deutsches!) Urlauber-Pärchen, dass eine Backpacking Tour durch Australien unternimmt und dann dummerweise einen Ausflug zum Wolf Creek Krater plant. Dort treffen sie dann, wie zu erwarten, auf den Einheimischen Mick, der sie informiert, dass man dort nicht campen darf…
Ich mochte den ersten Teil, da der Killer in diesem Film ziemlich charismatisch und wirklich irre ist. Auch im zweiten Teil hat er nichts von seiner Faszination eingebüßt, auch wenn ich glaube, dass der erste Teil noch düsterer war. Im Wesentlichen erfährt man auch nichts wirklich neues, es gibt in erster Linie neue Opfer. Allerdings setzt die Fortsetzung einige neue Impulse, sodass der Film meiner Ansicht nach nicht langweilig wird. Insgesamt in Ordnung, wenn auch kein Must-See. 6/10.

The Green Inferno

Der neue Film von Eli Roth handelt von einer jungen Studentin, die sich einer Öko-Aktivistengruppe anschließt, welche plant in den südamerikanischen Regenwald zu reisen um dort eine Ölfirma am Roden des Urwalds zu hindern. Zunächst scheinen sie Erfolg zu haben und die Firma zieht sich zurück. Auf der Heimreise stürzt jedoch das Flugzeug ab und die Ureinwohner, deren Lebensraum sie zuvor gerettet haben, nehmen sie gefangen. Und wie sich dann herausstellt, handelt es sich bei diesen um Kannibalen.
The Green Inferno ist ein klassicher Kannibalen-Horrorfilm. Zu Anfang noch sehr ruhig und mit schönen Landschaftsbildern, so bricht nach kurzer Zeit bei den Beteiligten das blanke Entsetzen aus, als sie realisieren, dass sie nun auf der Speisekarte der Ureinwohner gelandet sind. Der Film ist deutlich weniger blutig als ich erwartet habe, was aber kein Manko ist. Man sieht eine Menge und was man nicht sieht, kann man sich gut vorstellen. Wer unmengen an Gore erwartet, wird vermutlich enttäuscht, ich fand den Film aber auch ohne sehr gelungen. 7/10

The Returned

Bei The Returned geht es darum, dass die Menschheit nach einer Zombie-Epedemie einen Wirkstoff gefunden hat, mit dem man die Veränderung kurz nach einem Biss noch stoppen kann. Dieser Wirkstoff wird aus bereits verwandelten Zombies gewonnen und muss von den Infizierten täglich eingenommen werden. In der Gesellschaft steigen langsam aber sich allerdings die Anfeindungen und Abneigungen gegen die so genannten „Returned“. Außerdem gibt es Gerüchte, dass das Serum langsam zur Neige geht.
Ein Zombiefilm ohne Zombies aber trotzdem nicht schlecht. Im Wesentlichen ist der Film mehr als Post-Apokalyptisches Szenario zu verstehen und als solches funktioniert er durchaus gut. Auch wenn die zentrale Liebesgeschichte nicht unbedingt hätte sein müssen, hatte der Film durchaus seine Momente und insgesamt war die Story schon recht spannend. Im Anschluss gab es in Hamburg noch ein Q&A, bei dem der Regisseur erzählte, dass er für einige Szenen, die in einer Tiefgarage spielten, er die Auswahl zwischen zwei Orten hatte. Der eine war awful, der andere horrible. Er hätte sich dann für den horrible Ort entschieden ;-) Insgesamt ganz okay, wenn auch kein Highlight. 5/10

Snowpiercer

Den vorletzten Beitrag bildete Snowpiercer. Nach einem missglückten Versuch die globale Erwärmung mit dem Einbringen eines Kältemittels in die Atmosphäre zu stoppen liegt die Erde unter einer dicken Eisschicht. Die verbleibenden Menschen leben in einem Zug, der ewig auf einem Rundkurs vor sich hinfährt. In diesem leben die Menschen in den vorderen Teilen in regelrechtem Luxus, in den hinteren Wagen dicht gedrängt und im Dreck. Eines Tages bahnt sich jedoch eine Rebellion im hinteren Teil an und der Anführer der unteren Schicht versucht den Kopf des Zuges zu erreichen. Doch dazwischen sind zahlreiche Türen und andere Hindernisse.
Der Film war einer der größeren Titel, der auch, glaube ich, komplett ausverkauft war. Für mich war er über weite Strecken unterhaltsam, da die Action permanent auf einem recht hohen Level lag, sodass man sich über Logikfragen nicht allzuviele Gedanken machen musste. An anderer Stelle habe ich bereits Kritik an den CGI Effekten gelesen, diese sind mir nicht so negativ aufgefallen. Insgesamt kein Meisterwerk, aber durchaus brauchbar. 6/10

Witching & Bitching

Den Schluss bildete der neue Film von Alex de la Iglesia, Witching & Bitching. Zu Beginn wird man Zeuge eines Überfalls auf einen Gold-Ankauf, woraufhin die Räuber mit Ihrer Beute an Bord eines Taxis abhauen. Ihr Ziel ist Frankreich, nur dummerweise haben sie nun noch den ursprünglichen Fahrgast des Taxis am Hals. Sie erreichen schließlich eine kleine Stadt an der Grenze zu Frankreich, vor der der Taxifahrer jedoch warnt, da es dort angeblich echte Hexen gäbe. Dies wird als Unsinn abgetan und so sieht man sich kurze Zeit später einer Gruppe von drei Hexen gegenüber, die ganz eigene Pläne mit den Gästen verfolgen.
Was für ein Highlight! Der Film war absolut großartig und genau das was ich mir für einen Abschlussfilm erhofft habe. Sowohl die Besetzung (insbesondere Carolina Bang als Eva) als auch die Story waren klasse und der Film war durchgängig schwer unterhaltsam. Klare Empfehlung (zumal am 25.04. die deutsche Bluray erscheint.) 9/10

Das war es dann auch schon wieder für die Nights dieses Jahr. Zum FFF im September werde ich evtl. in den nächsten Tagen noch ein paar Punkte schreiben. Relativ fest steht allerdings schon, dass ich diese Jahr auf Grund der Ausdehnung auf 12 Tage und der damit zusammenhängenden Preiserhöhung keine Dauerkarte mehr kaufen werde. Vermutlich fahre ich, je nachdem was das Programm hergibt an einem oder zwei Tagen hin und schaue mir dann die Filme an, die in der Zeit laufen, aber das muss ich dann mal sehen.

Fantasy Filmfest Nights 2014 – Tag 1

An diesem Wochenende finden wieder einmal die Fantasy Filmfest Nights statt und ich will wieder einen kurzen Überblick darüber geben, welche Filme laufen und wie mein Eindruck war. In diesem Jahr finden sowohl die Nights als auch das Festival im Sommer im Savoy Filmtheater in Hamburg statt, anstatt wie bisher im CinemaxX am Dammtor. Dazu aber später mehr.

In Fear

Den Beginn machte In Fear, ein britischer Film, der sich um ein junges Paar dreht, dass auf dem Weg zu einem Musikfestival die Nacht in einem romantischen Hotel verbringen will. Dieses liegt jedoch mitten in der irischen Einsamkeit und so wird ihm bei der Reservierung zugesagt, dass ein Fahrer sie am örtlichen Pub abholt und ihnen den Weg weist. Der Fahrer taucht auf, jedoch führt er sie nicht direkt zum Hotel, sondern lässt sie bei einem Tor stehen, von wo aus der Weg ausgeschildert sein soll. Leider helfen einem Schilder nicht immer weiter.
Als Auftakt ein ganz brauchbarer Film, wenn auch keine große Überraschung. Über längere Strecken hält der Film die Spannung recht gut, jedoch fehlte mir ein kreativer Einfall um wirkliches Interesse zu wecken. Insgesamt kein Reinfall, aber auch kein Verlust, wenn man ihn verpasst. 4/10.

The Sacrament

In The Sacrament geht es darum, dass sich eine junge Frau nach längerer Drogenabhängigkeit einer christlichen Gemeinschaft anschließt und eines Tages mit dieser das Land verlasst. Nach einer Weile kontaktiert sie ihren Bruder und lädt diesen ein, sie dort zu besuchen. Dieser arbeitet f+r ein Internet-Nachrichtenportal und bringt seine beiden Kollegen mit, um eine Reportage über diese Gemeinschaft zu machen, da er Vermutungen hegt, dass diese Gruppe nicht so harmlos ist, wie seine Schwester behauptet. Also machen sich die drei auf nach (so glaube ich) Südamerika und erreichen nach einer Weile den Ort, an dem sich die Gruppe niedergelassen hat. Nachdem sie auf bewaffnete Wachleute stoßen, werden sie zunächst misstrauisch, jedoch scheinen die Leute zunächst sehr nett und freundlich zu sein. Der Schein trügt allerdings.
Der neue Film von Ti West war einer meiner Favoriten und ich wurde nicht enttäuscht. Bei diesem Film sind es aber weniger Gore oder Schockeffekte, die ihn ausmachen, sondern eine permanente Grundspannung auf hohem Niveau, da man fühlt, dass etwas nicht stimmt. Inhaltlich errinnerte mich der Film sehr an Red State, jedoch hat man hier eine andere heransgehensweise an das Thema gewählt und auch das Ergebnis ist ein anderes. Auf jeden Fall sehr zu empfehlen. 7/10.

Rigor Mortis

Der asiatische Beitrag zu den Nights. Ein Schauspieler zieht in einen heruntergekommenen Apartmentkomplex ein und versucht Selbstmord zu begehen. Im letzten Moment rettet ihn ein anderer Bewohner. Kurz darauf beginnt der Protagonist seltsame Dinge zu bermerken, geisterhafte Erscheinungen in seiner Wohnung oder einen gruseligen kleinen Jungen auf dem Flur. Sein Retter offenbart ihm dann, dass dieser Reishändler (und Koch in einem heruntergekommenen Imbiss) sowie Vampirjäger ist. Und dann ist da noch der andere Nachbar, der mit schwarzer Magie herumexperimentiert.
Puh… wenn ein Film schon mit den Worten „Viel Spaß mit Rigor Mortis. Ich habe ihn nicht verstanden.“ angekündigt wird, dann steigen bereits meine Befürchtungen. Mir ging es dann genauso. Ich glaube zu wissen, was er wollte, aber richtig sicher bin ich mir nicht. Insgesamt fand ich ihn auch deutlich zu lang. Einige Effekte waren sehr schön und eine Szene, die an „The Shining“ errinnerte war auch sehr sehenswert. Im Allgemeinen jedoch eher nicht mein Fall. 2/10.

Enemy

Den vorletzten Beitrag stellte Enemy dar. Dieser handelt von einem Geschichtslehrer, der eines Tages in einem Film einen Nebendarsteller entdeckt, der ihm vollkommen ähnelt. Er beginnt mehr über ihn in Erfahrung zu bringen und kontaktiert ihn schließlich auch. Beide stellen fest, dass sie sogar die gleichen Narben haben, was den Lehrer zutiefst verschreckt. Dieser flüchtet von dem Treffen und will das Thema für sich abschließen. Der Schauspieler bleibt jedoch hartnäckig.
Eine sehr positive Überraschung. Ich habe ja eigentlich einen arthousigen Film erwartet, aber das war dieser ganz und gar nicht. Über weite Strecken des Films habe ich an eine Verfilmung von Dostojewskis „Der Doppelgänger“ gedacht und geglaubt, die Handlung durchschaut zu habem. Das war jedoch ein Fehlschluss, was mir erst in der allerletzten Szene vor dem Abspann klar wurde. Was diese jedoch bedeuten sollte, erschließt sich mir immer noch nicht vollkommen. Diesen Film werde ich auf jeden Fall noch einmal schauen und ich hoffe, dass ich dann mehr Klarheit erhalte. Klare Empfehlung. 8/10.

Dead Snow 2 – Red vs. Dead

Den Tagesabschluss bildeten meine Lieblings-Antagonisten: Nazis. Und was ist noch besser als Nazi-Gegner? Nazi-Zombies! Die Fortsetzung von Dead Snow setzt da an, wo der erste Teil endete. Der einzige Überlebende stellt fest, dass die Zombies noch nicht besiegt sind, jedoch verdächtigt ihn die Polizei am Mord an seinen Freunden und hält ihn gefangen. Währenddessen planen die Nazi-Zombies ihre Rache und rüsten diesmal auf. Unerwartete Hilfe bekommt er vom amerikanischen… „Zombie Squad“.
Ein völlig unkomplizierter Film und ein großartiger noch dazu. Die Handlung war extrem kurzweilig und die Zombies bekamen eine Fähigkeit, die ich so noch in keinem anderen Film gesehen habe. In meiner Errinerung war der erste Teil etwas weniger albern, jedoch störte das nicht im geringsten. Als Partyfilm super geeignet und durchaus zu empfehlen. Auch als Double Feature mit dem ersten ;-) 6/10.

Gleich geht es dann auch schon mit dem Fantalk weiter, wo hoffentlich einige Fragen zu den Veränderungen in diesem Jahr beantwortet werden. Ich bin mal darauf gespannt, ob das ernsthafte Erkenntnisse bringt.