Fantasy Filmfest Nights 2012, Tag 2

икона за подаръкNachdem ich nun inzwischen auch schon wieder zu Hause bin, hier nun Teil 2 meiner Zusammenfassung.

Los ging es mit Rosewood Lane. Hier geht es um eine junge Frau, gespielt von Rose McGowan, die nach dem Tode ihres Vaters in dessen Haus zieht. Kurz darauf stellt sie jedoch fest, dass dies vielleicht keine so gute Idee war. Der örtliche Zeitungsjunge zeigt nämlich mehr Interesse an allen Anwohnern in der Straße, als angebracht wäre und ihre neuen Nachbarn scheinen den Psychoterror zu tolerieren.
In den Kritiken die ich bisher gelesen habe ist dieser Film nicht so gut weggekommen, was ich nicht völlig teilen kann. Er ist nicht besonders originell oder neuartig, aber durchaus spannend und in den meisten Rollen gut besetzt. Der Zeitungsjunge erscheint jedoch deutlich zu alt. Positiv hervorheben möchte ich Ray Wise, der hier einen Detective der örtlichen Polizei spielt. Ein großer Kritikpunkt ist für mich das Ende, was so aussah wie ich bereits zur Hälfte des Films vermutet habe. Der Film lässt sich aber trotzdem gut ansehen, man verpasst allerdings auch nichts, wenn man ihn nicht sieht. 5/10

Der zweite Film des Tages war Love. Hierbei handelt es sich um einen SciFi-Film, der von der Band Angels & Airwaves produziert wurde. Die Handlung beginnt im Amerikanischen Bürgerkrieg, wo ein Soldat auf eine Mission gesandt wird, einen bestimmten Ort zu untersuchen. Kurz darauf wechselt die Erzählung in das innere der ISS im Jahre 2039, die ein Astronaut nach ca. 20 Jahren Stilllegung wieder in Betrieb nehmen soll. Kurz darauf verliert er aber jeden Kontakt zur Erde und ist auf sich allein gestellt.
Puh. Schwieriges Thema. Direkt im Anschluss war ich überhaupt nicht überzeugt. Das Ende schien mir zu wirr und unpassend. Dazu kommt, dass es schlimme Logikprobleme gibt (Spoilers ahead!): Woher kommt auf der Station Gravitation? Wie ist er zur Station gekommen, wenn er keine Möglichkeit zur Rückkehr hat? Wo kommen die Unmengen an Ressourcen her, die er hat um 6 Jahre an Bord zu bleiben? Warum verwenden die Stationsrechner ein komisches Betriebssystem was aussieht wie von 1980? – Ich könnte noch ne Weile weitermachen, die Kurzfassung ist jedoch: Warum macht man einen Film mit Realitätsnähe, wenn man nicht mal Lust hat, ein paar simple Fragen zu klären bzw. zumindest dem Zuschauer zu erklären? Allerdings: Inzwischen, wo ich eine Weile drüber nachgedacht habe, hat mir der Film zumindest teilweise gefallen – die Logikprobleme mal außen vor gelassen. Die athmosphärische Musik und die ruhigen Bilder passen gut zusammen und der Verweis auf Kubricks 2001 – Odysee im Weltraum (den ich sehr schätze) liegt nahe. Das Ende will mir trotz alledem nach wie vor nicht gefallen. Ich glaube, dieser Film ist ein klarer Fall von Love it or Hate it (no pun intended). Für mich insgesamt allenfalls unterer Durchschnitt, man sollte sich aber selber ein Bild machen. 4/10

Anschließend gab es Sleep Tight, ein spanischer Film, dessen Regisseur ebenfalls da war. Es geht um César, den Portier und Clara, die in dem Mietshaus wohnt, für das er zuständig ist. César hat, wie man schnell herausfindet, großes Interesse an ihr, jedoch ist ihr dies nicht bewusst. So nutzt er halt seinen Generalschlüssel um ihr nahe zu sein.
Für mich eine weitere positive Überraschung, da ich mir vorher nicht viel von dem Film versprochen habe. Der Hauptdarsteller ist jedoch so gut in seiner Rolle, dass man die ganze Zeit gespannt darauf wartet, was er sich neues einfallen lässt bzw. zu welchem Ende es kommt. Der Regisseur hatte im Vorfeld bereits den Hinweis gegeben, dass er den Film als eine Art Spiel zwischen den beiden Protagonisten angelegt habe und der Zuschauer eingeladen sei, sich eine Seite auszusuchen. Dies beschreibt sehr gut den Eindruck, den der Film hinterlässt. 7/10

Beim vorletzten Film handelte es sich um The Theatre Bizarre. Diesen hatte ich bereits letztes Jahr in Oldenburg auf dem Filmfest ins Auge gefasst, aber auf Grund von ungünstigen Zeiten verworfen. Hierbei handelt es sich um einen Episodenfilm von mehreren Regisseuren, darunter Richard Stanley und Tom Savini. Thematisch sind die Episoden durchweg unterschiedlich gelagert und werden durch eine Rahmenhandlung verbunden. Ein Mädchen begibt sich in altes leerstehendes Theater und eine Puppe, gespielt von Udo Kier(!) erzählt ihr die einzelnen Episoden als Geschichten. Jede davon ist für ein Budget von 20000$ entstanden.
Neben We need to talk about Kevin am Samstag mein zweites Highlight. Ich mag Episodenfilme ohnehin sehr gerne und dieser bildet da auch keine Ausnahme. Ich musste zwischendurch mehrmals an eine Aneinanderreihung von Masters of Horror Folgen denken. Man sieht dem Film seine geringen Kosten kaum an. Die Storys und der Einfallsreichtum der Regisseure gleichen das mehr als aus. 9/10

Am Schluss gab es diesmal einen Zombiefilm aus Spanien, nämlich [Rec]³. Auf einer Hochzeit kommt es zum Ausbruch einer Zombieepidemie. Ein schönes Szenario :-)
Laut dem Programmheft verfügte der dritte Teil, welcher als Prequel/Parallelhandlung zum ersten ausgelegt ist, über deutlich mehr Budget, was man offenbar für ordentliches Kameraequipment ausgegeben hat. Daher hat man sich auch zumindest teilweise vom Found-Footage Konzept verabschiedet, was aber im Endergebnis nur von Vorteil ist. Jedoch hat der Film auch konzeptionell nicht viel mit den beiden Vorgängern gemeinsam. Mein Eindruck, wie ich gestern Abend schon getwittert habe: [Rec]3 ist ein toller Film. Eine Hochzeit so wie ich sie mag. Mit Zombies. Und… naja, sowas ähnlichem wie nem Happy-End. Ein guter Partyfilm für den Abschluss. 7/10

Das wars dann auch schon wieder für die Nights dieses Jahr und ich bin schonmal sehr gespannt auf das Festival im August.

Geschrieben am 26.03.2012 von flow666

Fantasy Filmfest Nights 2012, Tag 1

Da bin ich mal wieder in Hamburg bei den Fantasy Filmfest Nights und der erste Tag ist auch schon wieder vorbei.

Los ging es diesmal mit The Prodigies 3D, einem Animationsfilm über 5 Jugendliche mit besonderen Fähigkeiten. Diese werden von einer Stiftung über ihre Ergebnisse bei einem Computerspiel identifiziert und dann zusammengeholt um ihre Fähigkeiten zu untersuchen. Wie man sich schon denken kann, läuft das nicht so, wie geplant.
Mir gefiel die Optik beim Trailer schon nicht so besonders. Im Film selbst hat mich das dann allerdings weit weniger gestört. Dafür fand ich die Story recht lahm und vorhersehbar. Ich hatte die meiste Zeit den Eindruck, das so oder so ähnlich schon an anderen Stellen gesehen zu haben. Der 3D Effekt hielt sich in Grenzen, meiner Ansicht nach hätte der Film auch ohne gut funktioniert. Alles in allem kann man sich den Film angucken, sollte aber nicht zu hohe Erwartungen ansetzen. 5/10

Weiter ging es dann mit Livid. Diese französische Produktion vom gleichen Team wie Inside wurde bereits (auch von mir) mit Spannung erwartet. Sie handelt von einer jungen Frau, die in einem französischen Fischerdorf als Altenpflegerin arbeitet. Dabei erfährt sie von einem alten Haus in dem eine schwer kranke Frau lebt, die seit Jahren im Koma liegt. Angeblich soll es dort auch einen Schatz geben und so fasst sie mit ihrem Freund und einer weiteren Person den Entschluss, diesen Schatz zu finden und in ihren Besitz zu bringen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass das Haus noch andere Geheimnisse birgt.
Dadurch, dass der Film über weite Teile nachts spielt, schafft er es, eine hohe Grundspannung zu schaffen und zu halten. Das Haus wirkt auch ziemlich gruselig, dazu tragen auch die zahlreichen Tierköpfe an den Wänden bei. Die Hauptdarstellerin ist sehr sympatisch und spielt ihre Rolle recht gut, die beiden Begleiter bleiben dagegen etwas blass. Grundsätzlich hat mir der Film gut gefallen, jedoch hätte man das Ende evtl. überdenken sollen. Dies schien auch großen Teilen des restlichen Saalpublikums so zu gehen. 8/10

Als nächstes kam dann We need to talk about Kevin. Hierbei geht es um die Mutter eines Jungen, der einen Amoklauf in seiner Schule begeht und schildert das Leben der Mutter in verschiedenen verschachtelten Zeitebenen. Einen großen Anteil nimmt hierbei die Zeit nach der Geburt ihres Sohnes ein. Dieses Kind ist auch mitunter eines der bösartigsten, das mir in einem nicht-übersinnlichen Film seit langem untergekommen ist. Es terrorisiert bereits seit frühester Kindheit seine Mutter, eine ehemalige Fotojournalistin. Wer noch Argumente braucht, warum er Kinder nicht mag, wird hier definitiv fündig.
Dieser Film funktioniert einfach sehr gut und lässt einen mit einem sehr unguten Gefühl zurück. Er braucht dafür keine großen Effekte oder komplizierte Handlungen, die Bösartigkeit des Kindes und deren Folgen reichen vollkommen aus. Definitiv kein Film für unterhaltsame Abende, aber durchaus empfehlenswert. Bisher eines meiner persönlichen Highlights. 9/10

Der vierte Film war dann Chronicle. Auch hier geht es um Jugendliche mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Diese kommen jedoch auf nicht natürliche Weise zu ihnen. Die drei Protagonisten sind recht unterschiedlich. Der Außenseiter, sein Cousin, der als einziger mit ihm etwas unternimmt und der Schülersprecher. Nachdem sie zu ihren Fähigkeiten gekommen sind, beginnen die drei diese auszuprobieren, was zu äußerst kreativen Einfällen führt. Jedoch kann einem große Macht auch schnell zu Kopf steigen, gerade dann, wenn man nicht unbedingt beliebt ist.
Der Film ist mit Found-Footage Material kreiert, was hier jedoch nicht dauerhafte Wackelkamera bedeutet, da die Kamera von einem der Protagonisten so geführt wird, dass sie sehr ruhig im Raum liegt. Optisch hat der Film einiges zu bieten und auch storytechnisch unterhält er sehr gut. Zum Ende hin bleiben zwar ein paar Fragen offen, aber dies ist nicht unbedingt problematisch. Alles in allem ein solider Film. 7/10

Den Abschluss bildete Juan of the Dead, ein kubanischer Zombie-Film. Juan ist Fischer in Havanna und hält sich damit einigermaßen über Wasser. Allgemein ist er sehr entspannt und so beeindruckt ihn auch eine Zombie-Epidemie nicht, die die Stadt heimsucht. Vielmehr fasst er den Entschluss mit seinem Kumpel ein Dienstleistungsgeschäft aufzuziehen, dass den zahlenden Kunden ihre zu Zombies verwandelten Angehörigen abnimmt. Dabei treten aber einige Komplikationen auf.
Eine unterhaltsame Zombiekomödie aus Kuba. Allgemein ist Kuba kein Land, aus dem ich bisher jetzt viele Filme gesehen habe -  dieser Film war jedenfalls klasse. Was mich sehr überrascht hat, waren die kritischen Untertöne in bezug auf lokale Gegebenheiten, die ich nicht erwartet hätte. Da es sich um eine Koproduktion mit Spanien handelt, mag dies aber der Tatsache geschuldet sein, dass der Film von keiner Behörde in Kuba abgenommen werden musste. Storytechnisch vielleicht nicht gerade eine Offenbarung, aber definitiv eine der besseren Zombiekomödien der letzten Jahre. 6/10

Gleich gehts dann los in den zweiten Tag, an dem die Mehrzahl der Filme kommen, auf die ich mich bereits im Vorfeld gefreut habe, darunter The Theater Bizarre, den ich im letzten Jahr auf dem Filmfest Oldenburg leider verpasst habe.

Geschrieben am 25.03.2012 von flow666

Bite Me 3D / XpanD

Heute war ich nach einiger Zeit mal wieder im Kino, um genau zu sein im Cinespace in Bremen und habe mir Shark Night 3D angesehen. Als ich vor ein paar Tagen gesehen habe, dass der Film jetzt läuft, kam mir ein relativ alter Tweet wieder in den Sinn, wo jemand vor Bekanntgabe des endgültigen Titels “Bite Me 3D” vorgeschlagen hatte. Hätte ich als Titel auch besser gefunden ;-)

Bei Shark Night 3D handelt es sich um ein College Kids Creature Feature mit, wie zu erwarten war, Haien. Eine Gruppe von Studenten fährt zu einem Haus auf einer Insel mitten in einem ländlich gelegenen See (einem Salzwasser See!) um dort ein Wochenende zu verbringen. Wie zu erwarten ist, gibt es dort Rednecks und keinen Mobilfunkempfang. Nach kurzer Zeit fällt dann auf, dass es in dem See Haie gibt und plötzlich fehlt jemandem ein Arm. Es wird also alles daran gesetzt, Hilfe zu holen, was sich jedoch nicht als so einfach darstellt.

Konzeptionell hat mich der Film sehr an Piranha 3D errinnert, der letztes Jahr lief und den ich sehr mag. Bei diesem Film gibt es allerdings wesentlich weniger comic relief, wohingegen Piranha 3D eine fröhliche Grundstimmung durch die ausgiebigen Springbreak Szenen zu Beginn schafft. Bei Shark Night 3D geht es schon bald  zur Sache und die Haie haben ihren ersten Auftritt. Dementsprechend wenig Gelegenheit haben die Charaktere sich zu entwickeln und bleiben relativ flach und stereotyp gezeichnet. Etwas Raum, sich zu entwickeln, wird lediglich der von Sara Paxton gespielten Sara gegeben. Hervorzuheben sind auch die einfallsreichen Haie, die sich viel Mühe geben, an ihr Futter zu kommen. Der Einsatz von 3D ist relativ überschaubar, aber für Freunde des Pop-Out-Effekts gibt es einige sehr schöne Szenen, in denen dem Zuschauer Teile von Schiffen und einem Bootsanleger ins Gesicht fliegen sowie diverse Haiattacken. Besonders gut hat mir vor allem eine Sequenz zu Beginn gefallen, in der die Fahrt zum See in Zeitrafferaufnahme gezeigt wird. Diese wirkte ungemein plastisch und faszinierte mich sehr beim Zusehen.

Man sollte zudem unbedingt bis zum Ende des Abspanns im Saal bleiben da es noch ein Musikvideo der Darsteller mit dem Titel “Sharks Bite!” gibt, was auf jeden Falls sehr sehenswert ist und alle, denen der Humor zu kurz gekommen ist, definitiv entschädigt.

Ich wurde auf jeden Fall gut unterhalten. Mehr hab ich auch garnicht verlangt :-) Wertung: 6/10

XpanD

Der Film lief heute im Kino 4 des Cinespace, welches offenbar seit kurzem 3D fähig ist. Hier kommt allerdings ein Shutter-System von XpanD zum Einsatz im Gegensatz zum weit verbreiteten RealD Polarisationsverfahren. Der direkte Vergleich hatte mich schon lange interessiert und so bot sich hier eine willkommene Gelegenheit. Das XpanD Verfahren verwendet aktive Shutterbrillen, wie sie auch im Home Cinema zum Einsatz kommen. Diese erhalten von einem Infrarotsender ein Synchronisations-Signal, mit welchem sie die abwechselnde Abdunkelung jeweils eines Auges steuern. Somit entfällt die Polarisierung des Lichts und somit auch die Silberleinwand, was das ganze System im ersten Moment kostengünstiger macht. Theoretisch müsste das System auch lichtstärker sein, ist mir allerdings nicht besonders aufgefallen. Es handelt sich bei XpanD nicht um Einwegbrillen, da die Shutterbrillen verhältnismäßig teuer sind und wiederverwendet werden. Zudem benötigen sie für die aktiven Komponenten in der Brille Strom aus einem Akku. Dies führt zu einem meiner größten Kritikpunkte:

Die Brillen sind unheimlich schwer.

Bereits nach kurzer Zeit beginnt die Brille nach vorne zu rutschen und man ist ständig bestrebt diese wieder nach hinten zu schieben. Dabei deckt man auch schon einmal den vorne zwischen den Augen befindlichen Infrarotsensor zu und stört somit die 3D Darstellung. Zudem wird die Brille nach einiger Zeit extrem unangenehm auf der Nase.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es für das Kino in der Anschaffung attraktiver aussieht, dieses System zu verwenden, da die Leinwand nicht erneuert werden muss. In Anbetracht des Preises der Brillen, die möglicherweise noch über dem der Consumerexemplare liegt, könnte sich diese Einsparung allerdings auch relativieren. Ich als Zuschauer ziehe jedenfalls jederzeit ein Polarisationssystem vor, auch wenn ich da die Brille bezahlen muss. Der Komfort während des Films ist ungemein höher. Mehr als 90 Minuten mit den Shutterbrillen ist nicht gut zu ertragen.

Geschrieben am 18.12.2011 von flow666

Fantasy Filmfest 2011 – Fazit

икониDa ist das Festival auch schon wieder vorbei nachdem ich so lange darauf gewartet habe. Insgesamt hat es mir wieder einmal sehr gut gefallen und viel Spaß gemacht, die Filmauswahl war für mich wieder hervorragend; Die Filme, die ich gesehen habe, haben mir überwiegend gut bis sehr gut gefallen, komplette Ausfälle gab es nur zu einem sehr kleinen Anteil.

Im Gegensatz zum letzten Jahr hatte ich diesmal auch nur wenige Überschneidungen, d.h. zwei Filme, die parallel laufen und mich beide interessieren. Am meisten geärgert hat mich dies, was mir erst während des Festivals aufgefallen ist, bei Perfect Sense vs. Kill List und wie ich schon vorher festgestellt habe bei A Lonely Place To Die vs. Hesher. Bei Cowboys & Aliens scheint es nicht ganz so schlimm gewesen zu sein, dass ich mich hier für Largo Winch II entschieden habe, zumal ich ja auch bald die Möglichkeit habe, ihn noch regulär im Kino zu sehen. Gerade von Kill List, der im Kino massiv beworben wurde und auf den in den Ansagen mehrfach hingewiesen wurde, hätte ich mir eine Wiederholung sehr gewünscht, wenn er schon unbedingt gegen das Centerpiece laufen muss. Man kann jedoch nicht alles haben.

Meine persönlichen Highlights dieses Jahr waren mit 9/10 Red State, The Woman und Chillerama. Bei letzterem hat mir insbesondere der “Diary of Anne Frankenstein” Teil gefallen. Wie man im Anschluss erfahren hat, wurde dieser Film komplett mit deutschen Schauspielern besetzt, lediglich die Rolle des Hitler wurde von einem Amerikaner gespielt, der kein Wort Deutsch spricht und versteht und dementsprechend improvisiert und sinnlose Worte aneinanderreiht, die ihm einer der Regisseure während des Drehs zugerufen hatte. Dies muss in den USA noch besser wirken, wo das Publikum wohl erst nach und nach begreift, dass das, was der Mann da redet, keinen Sinn ergibt.
Weiterhin sehr gute Filme waren mit 8/10 Snowtown, A Lonely Place To Die, The Innkeepers, Super, Rabies und Attack The Block. Eine durchaus ansehnliche Ausbeute, wie ich finde :-) Abraten kann ich insbesondere von F sowie von Wasted On The Young mit jeweils 3/10 – sowie ganz schlimm: Yellowbrickroad mit 2/10.
Positiv erwähnen möchte ich ebenfalls noch die Kurzfilmreihe “Viva Berlin”, die vor allen Midnight Madness Filmen lief. Die einzelnen Folgen sind lose zusammenhängend und waren allesamt in jedem Fall sehenswert, angesichts der Tatsache, dass es sich hierbei um Projekte von Filmhochschulstudenten handelt.

Ein weiterer Pluspunkt waren die meiner Meinung nach relativ vielen Gäste in Hamburg dieses Jahr. Es ist gleich eine ganz andere Sache, wenn der Film vom Regisseur oder einem Schauspieler vorgestellt werden und hinterher noch ein paar Hintergrundinfos geliefert werden. Oftmals erfährt man auch Dinge, die auf späteren DVD oder Bluray-VÖs gar nicht genannt werden, weil evtl. das Studio nicht damit einverstanden ist. Ein Highlight war natürlich das Q&A mit Adam Green und Joe Lynch bei Chillerama, wo beide komplett ohne Moderation noch eine ganze Weile nach dem Film kleine Anekdoten von der Filmentstehung zum besten gaben. Man erfuhr zum Beispiel, wer bei so einem Film sein Baby für eine Szene zur Verfügung stellt – es handelte sich nämlich um den Sohn von Adam Green (hab ich jetzt hoffentlich richtig wiedergegeben ;-) ). Sehr bedauerlich jedenfalls für diejenigen, die da schon vor Ende des Abspanns gegangen sind, die haben echt was verpasst.
Auch interessant war das Q&A zu Hell, wo man viel über die Problematiken erfuhr, die die Produktion eines Genre-Films in Deutschland mit sich bringt. Die Filmförderung scheint solchen Vorhaben eher kritisch gegenüber zu stehen. Da scheinen uns die Nachbarländer einiges vorraus zu haben. Ziemlich unangemessen fand dann die Frage einer Zuschauerin nach dem Sinn des Films, wobei sie vor dem kompletten Kino dem Regisseur an den Kopf warf, dass sie den Film “grottenlangweilig” fände. So etwas sollte man dann vielleicht doch eher im Anschluss direkt klären, schließlich sind die Gäste meist auch noch nach dem Film im Kino ansprechbar.

Insgesamt schade finde ich, dass es immer seltener Begrüßungen bzw. Ansagen vor den Filmen gibt und dabei gehts mir nicht um die Verlosungen, sondern einfach nur um eine Begrüßung. Das ist mir, wie mir ein Blick auf mein letztjähriges Fazit verraten hat, bereits da aufgefallen. Dieses Jahr hatte ich den Eindruck, dass das fast nur dann passierte, wenn wirklich ein großes Publikum im Saal war. Ein paar Informationen zum Film bzw. Hinweise zum weiteren Programm des Tages insbesondere beim ersten Film würden jedoch mit wenig Aufwand zu etwas mehr Festivalatmosphäre führen.
Leider wurde außerdem der eine Kurzfilm aus dem “Get Shorty” Slot, “Judas & Jesus”, der auf Grund von technischen Problemen nicht komplett gezeigt werden konnte, nicht nachgeholt. Das wäre sehr schön gewesen, da es sich abzeichnete, dass das eines der Highlights bei den Kurzfilmen werden könnte.

Das CinemaxX Dammtor hatte sich gegenüber letztem Jahr nach dem Umbau, der bei den diesjährigen Nights in vollem Gange war, ein wenig verändert, so war die vordere Treppe, die in den unteren Bereich führt, jetzt anders gelegen und der Kassenbereich komplett umgestaltet ist. Die Sääle, die in diesem Jahr genutzt wurden, waren 1, 3 und 4, also einer im Untergeschoss, die anderen beiden im Erdgeschoss. Insbesondere hat es mir gefallen, dass mehr Filme dieses Mal Kino 1 liefen, insbesondere in der Closing Night war es letztes Jahr extrem voll, als diese in Kino 3 stattfand.

Hotel, Transport, Verpflegung und Zeitvertreib für die kinofreien Zeiten war dieses Jahr wieder ganz angenehm. Wir haben uns allerdings vom nächtlichen Taxi-Transfer zum Hotel verabschiedet, weil das Parken im CCH mit 14€ nur unwesentlich teurer ist, als die Taxifahrt und man dann auch Mittags etwas angenehmer zum Kino kommt, als mit ÖPNV. Leider konnte man am Sonntag die Fahrt zum Kino komplett streichen, da an diesem Tag ein Radrennen in Hamburg stattfand und die gesamte Innenstadt blockierte. Wir sind dann zu Fuß gegangen, was ich bestimmt nicht noch einmal machen werde. Insbesondere nicht bei diesen Temperaturen.
Übernachtet habe ich nun bereits zum dritten Mal (nach dem FFF 2010 und den FFF Nights 2011) im etap Hotel Hamburg-Altona, was ich durchaus empfehlen kann, da es bezahlbar und in nicht all zu großer Entfernung gelegen ist. Zudem gibt es eine Tiefgarage, die es einem ermöglicht, trockenen Fußes sein Auto zu erreichen. Leider konnte ich in den meisten Nächten nicht besonders gut schlafen, was vor allem der nicht besonders kräftigen Klimaanlage und den winzigen Kopfkissen zu verdanken ist. Vielleicht nehme ich nächstes Jahr tatsächlich mein eigenes mit und nehme mir das nicht wieder nur vor und lass es dann doch zu Hause.
Meine Getränkeversorgung bestand dieses Jahr im Kino ausschließlich aus Club Mate, was ich mir bereits eine ganze Weile vorher überlegt hatte, nachdem ich mir ein paar Flaschen zu den Nights mitgenommen hatte. Das werd ich mir für nächstes Jahr merken, das macht die ganze Sache gleich noch besser :-)

Zum Schluss noch eine Übersicht über alle Filme, die ich in der Zeit gesehen habe, inklusive der Wertung, die ich vergeben habe. Der Durchschnitt liegt übrigens bei 6,05/10, was ein wenig unter dem Durchschnitt von letztem Jahr mit 6,5/10 liegt.

Nr Tag Titel Wertung
1 1 Don’t be afraid of the Dark 6/10
2 1 Cold Fish 5/10
3 2 I am You 5/10
4 2 Cold Prey 3 6/10
5 2 Snowtown 8/10
6 2 Final Destination 5 6/10
7 2 Good Neighbors 7/10
8 3 In Your Hands 4/10
9 3 Yellowbrickroad 2/10
10 3 A Lonely Place To Die 9/10
11 3 Hell 8/10
12 3 Saint 7/10
13 4 The Innkeepers 8/10
14 4 Get Shorty -
15 4 Julia X – 3D 6/10
16 4 Perfect Sense 7/10
17 4 Urban Explorer 7/10
18 4 The Veteran 6/10
19 5 Hair Of The Beast 5/10
20 5 The Dead 7/10
21 5 The Woman 9/10
22 5 Super 8/10
23 5 Largo Winch II – The Burma Conspiracy 7/10
24 5 Red State 9/10
25 6 False Trail 5/10
26 6 F 3/10
27 6 Stake Land 5/10
28 6 The Divide 6/10
29 6 The Holding 4/10
30 7 The Valdemar Legacy 6/10
31 7 Grave Encounters 7/10
32 7 Rabies 8/10
33 7 Chillerama 9/10
34 7 Norwegian Ninja 4/10
35 8 The Valdemar Legacy 2 – The Forbidden Shadow 6/10
36 8 Wasted On The Young 3/10
37 8 Deadheads 4/10
38 8 Attack The Block 8/10

Geschrieben am 25.08.2011 von flow666

Fantasy Filmfest 2011, Tag 8

Nachdem ich nun wieder recht zügig in der Heimat angekommen bin, hier noch ein Überblick über den letzten Tag in Hamburg, bevor ich dann endlich mal wieder etwas mehr als knappe 6h Schlaf bekomme… ;-)

The Valdemar Legacy – The Forbidden Shadow

Den Beginn machte heute die Fortsetzung des gestern gesehenen ersten Teils von “The Valdemar Legacy”. Hier werden weitere dunkle Geheimnisse um die Familie Valdemar aufgedeckt und die Handlung des ersten Teils fortgeführt. Zu Beginn taucht die im ersten Teil verschwundene Mitarbeiterin des Immobilienunternehmens im Wohnwagen einer Zigeunerin wieder auf, nachdem sie beinahe von einem Auto überfahren wurde. Schließlich erfährt der Detektiv, der nach ihr suchen soll weitere Informationen aus der Vergangenheit von Lazaro Valdemar, bei denen unter anderem auch H. P. Lovecraft eine Rolle spielt. Schließlich endet das Finale des Films die Geschichte, die mit dem ersten Teil begonnen wurde.

Der zweite Teil von “The Valdemar Legacy” spielt fast ausschließlich in der Gegenwart, von einigen Rückblenden mal abgesehen. Um der Handlung folgen zu können, sollte man den ersten Teil unbedingt gesehen haben, da er zu Beginn nur ein paar grobe Anhaltspunkte wiederholt. Das Erzähltempo wird nicht wesentlich erhöht, jedoch werden alle Protagonisten nun direkt vom Vermächtnis der Familie Valdemar bedroht, sodass die Spannung deutlich ansteigt. Das Ende ist ebenfalls ein deutlicher Pluspunkt. Wertung: 6/10

Wasted on the Young

Eine Geschichte verortet im Umfeld von Schülern einer Privatschule irgendwo in Australien. Die Hauptpersonen stellen zwei Stiefbrüder dar, die recht unterschiedlich sind. Einer der beiden ist erfolgreicher Kapitän der Schul-Schwimmmannschaft, der andere ein “Computer-Experte” oder so etwas in der Art. Jedenfalls macht er viel mit Computern und ominösen Robotikobjekten. Ein Mädchen aus seinem Geschichtskurs versucht sich mit dem eher introvertierten Jungen anzufreunden und besucht unter anderem deswegen die Partys seines Bruders in deren Haus. Dieser weiss von ihrem Interesse an seinem Bruder, was gravierende Konsequenzen für alle Beteiligten mit sich bringt.

Trotz einer nicht besonders schlechten Geschichte, schafft der Film es nicht, groß Interesse zu wecken. Er krankt an mehreren Stellen: Zunächst einmal die konsequent durchgezogene “Coolness”. Alles wirkt irgendwie aufgesetzt und nicht authentisch. Zudem gibt es merkwürdige Post-Effekte, die die Bilder leicht aufflackern lassen. Authentizität fehlt dem Film auch, wenn man bemerkt, dass keinerlei Erwachsene vorkommen. Mag vielleicht in einem Film über Jugendliche nicht besonders überraschen, jedoch gibt es scheinbar keine Lehrer, keine Hausmeister und keine Eltern. Außer am Telefon oder im Off zu seltenen Gelegenheiten. So wirkt die gesamte fiktive Stadt völlig entvölkert. Die Schule und das Wohnhaus der beiden Brüder machen einen extrem sterilen Eindruck und letzteres wirkt nicht wirklich bewohnt. Ein weiteres Problem wird verursacht durch Einbildungen, die erst am Ende derer als solche erkennbar sind und den Zuschauer erst einmal mit einem Fragezeichen über dem Kopf zurücklassen. Richtig angewendet mag das von Vorteil sein um die Geschichte aufzulockern, hier unterstützt es eher den schlechten Gesamteindruck. Wertung: 3/10

Deadheads

Nach der Enttäuschung vor zwei Jahren in Form von “Wasting Away” gab es dieses Jahr erneut ein Zombie-Buddy-Roadmovie. Zwei junge Männer erwachen und stellen fest, dass sie Zombies sind, jedoch mit eigenem Bewusstsein und nicht komplett instinktgesteuert. Einer der beiden stellt fest, dass vor seinem Tod er seiner langjährigen Freundin einen Heiratsantrag machen wollte und so machen sie sich auf den Weg zu ihr, wobei sie von verschiedenen Hindernissen aufgehalten werden.

Zugegebenermaßen ist der Film nicht großartig und überragend, jedoch ganz unterhaltsam und kurzweilig. Die Dialoge sind größtenteils zumindest erträglich, stellenweise auch durchaus lustig, was bei der Vorführung auch die Publikumsreaktionen bestätigt haben. Er hat jedoch einige Längen, die die Story nicht vorranbringen. Besser als “Wasting Away” fand ich ihn allemal, auch wenn die Grundprämisse nun mittlerweile nicht mehr sonderlich innovativ ist. Wertung: 4/10

Die Verlosung von diversen Merchandise-Artikeln zu Beginn war im Übrigen extrem gut vorbereitet – “Wer möchte dies hier haben? Oh so viele… Dann kriegt das wer von Euch am schnellsten hier unten ist… So, hier. Und wo du jetzt auch hier unten bist, kriegst du halt das T-Shirt hier.” – Hat mir gefallen ;-)

Attack the Block

Die Closing-Night lief dieses Jahr im großen Kino 1, während die Deutschland-Tour von Matthias Schweighöfers neuem Film “What a Man” in dessen Anwesenheit nur in Kino 3 lief, yay! ;-) Allerdings war der Saal nicht komplett ausverkauft, es waren noch einige Plätze frei.

Der Film handelt von britischen Jugendlichen aus einem Londoner Unterschichtenviertel, in dem diese in Form von Gangs harmlose Passanten überfallen und die Straßen kontrollieren. Als es jedoch zu einer Invasion von gefräßigen Außerirdischen kommt, müssen sie sich gegen diese wehren und ihren Wohnkomplex verteidigen. Unterstützung finden sie in einer Passantin, die sie zuvor noch überfallen hatten.

Ein toller Film zum Abschluss mit einem super Publikum. Der Humor passte einfach gut und das Erzähltempo war recht hoch. Die Charaktere hatten einen sehr eigenen Charme, vor allem Nick Frosts “Ron”, den Besitzer des Weed-Rooms. Zudem waren die Außerirdischen richtig schön fies und zwei kleine, ca. 10-jährige Kinder, die hin und wieder vorkamen und auch zu einer Gang dazugehören wollten, waren überraschenderweise gar nicht nervig, sondern ziemlich witzig. Insgesamt eine gute Wahl als Closing-Night. Wertung: 8/10

So, das wars für mich für dieses Jahr, ich bin ziemlich erledigt, kann aber heute im Gegensatz zum letzten Jahr ausschlafen, weil ich nicht schon um 6 Uhr wieder aufstehen muss. Ich freu mich schon sehr auf nächstes Jahr, obwohl ich jetzt, nach 8 Tagen und 38 Filmen definitiv fürs Erste genug habe ;-) In diesem Sinne: Bis nächstes Jahr, Hamburg!

Ich werd in den nächsten Tagen noch ein detaillierteres Fazit schreiben, dazu bin ich aber jetzt ein bischen zu müde…

Geschrieben am 25.08.2011 von flow666

Fantasy Filmfest 2011, Tag 7

Der vorletzte Tag in Hamburg hielt noch einige Überraschungen bereit.

The Valdemar Legacy

Zu Beginn gab es eine spanische Produktion, die sich um den ehemaligen Landsitz der Familie Valdemar dreht. Ein Immobilienunternehmen hat den Auftrag erhalten, den Wert zu ermitteln. Nachdem jedoch bereits zwei ihrer Mitarbeiter bei diesem Auftrag verschwunden sind, wird ein Privatdetektiv eingeschaltet. Dieser begibt sich dann zu dem Anwesen und erfährt während der Fahrt dorthin von der Präsidentin der Valdemar Stiftung, was es mit diesem Haus auf sich hat und was Aleister Crowley und Bram Stoker damit zu tun haben.

Ein eher kleiner Film, der mich aber der Beschreibung nach sehr interessiert hatte. Der Schwerpunkt liegt eindeutig im Bereich Historien-Mystery-Horror, wer damit also nichts anfangen kann, wird sich mit dem Film auch nicht anfreunden können. Die Story entwickelt sich eher langsam und braucht eine ganze Weile bis man zu den entscheidenden Stellen gelangt, aber viele kleine Details lassen den Zuschauer das Interesse nicht verlieren. Lediglich das Ende kommt überaus unerwartet, jedoch gibt es bereits den zweiten Teil, der die Geschichte fortführt und morgen gezeigt wird. Wertung: 6/10

Grave Encounters

Eine der positiven Überraschungen des Tages stellte dieses kanadische Mocumentary dar, in welchem ein TV-Team eine Folge einer Reality-Ghost-Hunter Show in einem verlassenen psychatrischen Krankenhaus dreht und sich hierfür eine Nacht dort einsperren lässt. Nachdem sie eine Weile gedreht haben und keine nennenswerten Ereignisse aufgezeichnet haben, beginnt die Sache aus dem Ruder zu laufen und unerklärliche Phänomene werden schnell zur Bedrohung.

Wow, war der Film scary. Ich mag ja solche Geschichten, die in Psycho-Krankenhäusern angesiedelt sind, so z.B. auch House on Hounted Hill. Die damit verbundenen dort durchgeführten Experimente lassen es durchaus plausibel werden, dass dort noch einige Geister ihre Rechnung mit der restlichen Menschheit begleichen möchten. Hier kommt der Mocumentary-Style dazu und holt den Zuschauer noch dichter an das Geschehen heran. Auch wenn das Prinzip seit Blair Witch Project bekannt ist und nicht mehr in der Form funktioniert, als dass der Zuschauer wirklich glaubt, dass das Gesehene genau so real passiert ist, jagd es einem doch einen gehörigen Schrecken ein, wenn man sieht, wie die Protagonisten durch die verlassenen und dunklen Gänge rennen und immer mehr der Anwesenden verschwinden. Ich kann diesen Film bedenkenlos empfehlen, allenfalls das Ende ist ein kleines bischen holprig, das hätte man ein wenig runder gestalten können. Wertung: 7/10

Rabies

Ein israelischer Film und laut Ansage wohl erst der zweite (nach Waltz with Bashir) aus diesem Land auf dem Festival. Ein Geschwisterpaar, das von zu Hause weggelaufen wird, findet sich hier zu Beginn im Wald wieder, wo die Schwester in einer Grube sitzt nachdem sie hineingefallen ist. Der Bruder wird auf der Suche nach Hilfe von einem Auto einer Gruppe von tennisspielenden Teenagern überfahren, überlebt jedoch und überredet zwei aus dem Auto mit ihm nach der Schwester zu suchen. Weiterhin tauchen bald noch der Besitzer der Falle, ein Rastplatzwächter mit Schäferhund und zwei trottelige Polizisten auf und die ersten Leichen liegen im Wald…

Dies war eine weitere Überraschung. Der Film war mir primär aufgefallen, weil er als einer der ersten angekündigt wurde und mir deshalb in Errinnerung geblieben ist. Da die Beschreibung sich für einen Film aus Israel ungewöhnlich las, hab ich beschlossen, mir diesen anzuschauen und es auch nicht bereut. Die Anlegung der Geschichte hat mich ein wenig an Tucker & Dale vs. Evil aus dem letzten Jahr errinnert, da auch hier wegen Missverständnissen bzw. mangelnder Einsicht einzelner Beteiligter die ersten Toten entstehen. Der Film kann sich jedoch stellenweise nicht entscheiden, ob er sich toternst nehmen will oder ob die zwischenzeitlichen notwendigen Lacher Absicht darstellen sollen. Außerdem sollten die Israelis ihre Minenfelder mal besser einzäunen. Ist ja lebensgefährlich, sowas. Wertung: 8/10

Chillerama

Wow. Dieser Film war einfach großartig und eine weitere Überraschung, auch wenn ich ihn im Vorfeld schon als positiv wahrgenommen hatte. Meine Erwartungen wurden aber mehrfach übererfüllt. Der Film ist laut Aussage eine Hommage an das Kino im Allgemeinen und das Drive-In-Kino im Speziellen. Es gibt hier eine Rahmenhandlung in einem Drive-In-Kino am letzten Spieltag vor der Schließung, welche allerdings primär nur als Transportmittel für die restlichen drei Mini-Filme dient, die dort vorgeführt werden. Hervorzuheben ist hier vor allem der Kinobesitzer, gespielt von Richard Riehle (Tom Smykowski aus Office Space). Das erste enthaltene Feature bestand aus “Wadzilla”, einem Film über Riesenspermien, die äußerst gefräßig sind, danach gab es eine Art Musicalfilm namens “I was a teenage Werebear” und schließlich (mein Lieblingsteil) “The Diary of Anne Frankenstein”.

Dieser Film war so unheimlich over-the-top, dass es absoluten Spaß gemacht hat, ihn sich anzusehen. Man konnte jeden Moment fühlen, dass es den beteiligten Regisseuren eine Herzensangelegenheit war, diesen Film zu machen und das Endergebnis ist wirklich gelungen. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ein derartig guter Film noch kommt, aber ich denke, dass sich dieser zu meinem diesjährigen Favoriten entwickeln könnte. Wertung: 9/10

Zwei der Regisseure, Adam Green und Joe Lynch waren auch zu Gast und erzählten etwas über den Film, alleine das war schon sehenswert und unterhaltsam. Die beiden kamen unheimlich sympatisch und authentisch rüber und saßen eben, als wir nach dem letzten Film gegangen sind, noch mit einigen Leuten auf den Stufen vor dem Kino und haben sich dort unterhalten.

Norwegian Ninja

Den Abschluss bildete heute Norwegian Ninja, eine Art Komödie, die sich um eine Ninja Spezialeinheit der Norweger dreht, die im kalten Krieg die Russen aufhalten soll.

Eigentlich hatte ich im Vorfeld eine gute Einschätzung, jedoch muss ich sagen, dass der Film dem nicht wirklich gerecht wurde. Zum Einen war die Kameraführung unheimlich unangenehm und zum Anderen war der Humor nur stellenweise wirklich zündend. Es gab zwar eine Menge guter Ideen, so z.B. die Verwendung von völlig offensichtlichen Modellen bei Landschaftsaufnahmen oder die völlige Überzeichnung des Leiters der Ninjas, jedoch wollte sich das nicht zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen.  Das Konzept errinnerte ein wenig an “Men who stare at Goats”, bei dem ebenfalls eine absurde Spezialeinheit ausgebildet wird, in dem aber der Humor wesentlich besser funktioniert. Norwegian Ninja hat mich jedoch eher enttäuscht. Wertung: 4/10

Morgen ist dann der allerletzte Tag, vier Filme noch, dann ist das Jubiläumsjahr für mich vorbei.

  • The Valdemar Legacy 2
  • Wasted on the Young
  • Deadheads
  • Attack the Block

Geschrieben am 24.08.2011 von flow666

Fantasy Filmfest 2011, Tag 6

Am ersten Tag der neuen Woche gab es nach nur knapp 6h Schlaf 5 Filme, was zum Ende doch ein bischen anstrengend war ;-) Im Einzelnen:

False Trail

Zu Beginn gab es für mich einen schwedischen Thriller, in dem ein Polizist der schwedischen Bundespolizei in einem kleinen nördlich gelegenen Dorf im Mordfall an einem Mädchen ermittelt. Zudem kommt er ursprünglich aus der Nähe des Dorfes und sein Neffe wohnt mit dessen Mutter und Stiefvater dorf. Der Stiefvater ist ebenfalls der örtliche Polizeichef. Relativ schnell wird ein Verdächtiger ausgemacht und verhaftet, doch irgendetwas scheint an der Beweislage nicht zu stimmen…

Schwedische Thriller find ich persönlich ja allgemein recht gut, vor allem seitdem ich die Milennium-Trilogie gesehen habe. An diese kommt der Film definitiv nicht heran, er ist jedoch durchaus sehenswert. Mir kam schon recht früh ein Verdacht in Bezug auf den Täter, der sich später auch als richtig erwiesen hat, jedoch schadete das dem Film nicht allzusehr. Wertung: 5/10

F

Ein Lehrer sieht sich zunehmend hilflos gegenüber seinen Schülern, die anwaltlich gegen schlechte Noten vorgehen und ihm gegenüber gewalttätig werden. Die Schulleitung steht nicht hinter ihm und so verfällt er zunehmends. Eines Abends, als er noch in der Schule ist, wird diese jedoch plötzlich von maskierten Personen angegriffen.

Bis der Abspann begann, war ich ja doch ganz angenehm überrascht von diesem Film. Jedoch scheint den Produzenten das Filmmaterial ausgegangen zu sein, denn das Ende fehlt. Es wird eine Menge Problempotenzial angehäuft und es stellen sich viele Fragen, aber diese beantwortet der Film überhaupt nicht, z.B. warum der Angriff und wer die Angreifer sind. Man kann argumentieren, dass das auch nicht unbedingt sein muss, da der Film seine Aussage genau darüber transportieren will, dass die Fragen nicht beantwortet werden und die Gewalt daher völlig willkürlich ist, aber dafür wirkt das zu unbeholfen und künstlich. So gefiel mir der Film insgesamt jedenfalls gar nicht, auch wenn er bis auf das Ende handwerklich solide gemacht ist. Ein weiterer Minuspunkt lag in der Kameraführung. Hintergrundunschärfe ist sicher ein unheimlich tolles Gestaltungsmittel. Man kann es damit aber auch übertreiben, insbesondere, wenn man dann teilweise auch noch den Vordergrund unscharf macht. Wertung: 3/10

Stake Land

Ein Vampirfilm! Vampire haben die Welt zumindest die USA erobert und ein paar Menschen reisen durch das Land auf der Suche nach sicheren Gegenden. So auch der mysteriöse “Mister” und sein jugendlicher Sidekick ein Junge, den er vor Vampiren gerettet hat. Unterwegs nach Norden treffen sie auf Verbündete aber auch auf andere Gefahren.

Grundsätzlich bin ich mit Vampirfilmen in der letzten Zeit ein wenig übersättigt worden, da nach dem Erfolg der albernen Glitzervampire alle Welt meinte, permanent irgendwelche Filme mit Vampiren drehen zu müssen. Wenn diese originell sind, dann bin ich dem ja auch durchaus aufgeschlossen, aber hier wurde eine relativ banale Road-Movie Story erneut aufgegossen, die so schon diverseste Male existiert. Ob die Gegner unterwegs nun Vampire, Gesetzlose oder Zombies sind, macht hierbei keinen Unterschied, die Protagonisten müssen sich auf dem Weg zu ihrem jeweiligen Ziel gegen Gegner erwehren und erreichen dieses dann irgendwann (oder auch nicht.) – Man kann dies dem Film aber nicht zum Vorwurf machen, denn der Film ansich kann ja nichts für diese Entwicklung. Wenn man sich also darauf einlässt, erhält man eine athmosphärisch sehr ansprechende Story mit Vampiren, die sich etwas vom etablierten Standard (Nein, glitzern ist nicht etablierter Standard) abheben. So sterben diese erst beim Pfählen durch das Rückgrat und nicht etwa ins Herz und sind nicht sonderlich intelligent sondern mehr wie Zombies. Insgesamt ein guter Film, allerdings nicht besonders herrausragend. Wertung: 5/10

The Divide

Der vorletzte Film des Tages lies einmal mehr New York untergehen. Eine junge Frau beobachtet am Fenster stehend eine gewaltige Explosion, die New York dahinrafft und kurz darauf rennen sie und mehrere andere Hausbewohner in den Keller um Schutz zu suchen. Dort hat einer der Mieter eine Art Schutzraum eingerichtet und die Überlebenden des Hauses schließen sich dort sehr zu seinem Missfallen mit ihm ein. Im Laufe der Zeit beginnt die Decke der Zivilisation jedoch zu bröckeln.

Ein spannender Film, bei dem die Apokalypse nicht so sehr im Mittelpunkt steht sondern deren Auswirkungen auf die Überlebenden. In der Enge des Kellers treffen verschiedenste Charaktere aufeinander und es kommt schnell zu enomen Spannungen. Das irgendwelche Militäreinheiten plötzlich auftauchen und in den Keller eindringen, wird da schon fast nebensächlich. Wertung: 6/10

The Holding

Schließlich gab es noch The Holding. Eine junge Frau zieht ihre beiden Töchter allein auf ihrer Farm groß. Um die Farm steht es jedoch nicht gut und da kommt Able, ein angeblicher ehemaliger Bekannter ihres verschwundenen Ehemannes, gerade recht, der sich erst “nur für einen Tag” und dann “nur für einen Monat” bei ihr einnistet. Nur die ältere Tochter scheint die Motive des Mannes zunächst zu durchschauen. Und dann ist da noch der Verbleib des Ehemannes…

Zunächst ganz behäbig den Alltag auf der Farm schildernd, wird der Film dann plötzlich etwas härter, als Able sein wahres Gesicht zeigt. Große Mängel hat er nicht vorzuweisen, jedoch hat man oft den Eindruck, dass die Story auf der Stelle tritt und extrem lange braucht, um zum Punkt zu kommen. Trotzdem ein Film im unteren Mittelfeld. Wertung: 4/10

Das morgige Programm sieht für mich dann vor:

  • The Valdemar Legacy
  • Grave Encounters
  • Rabies
  • Chillerama
  • Norwegian Ninja

Geschrieben am 23.08.2011 von flow666

Fantasy Filmfest 2011, Tag 5

свети георгиBin soeben aus dem Kino zurückgekommen, heute war ein sehr guter Tag!

Hair of the Beast

Wow, ein Fantasy-Film auf dem Fantasy Filmfest?! ;-) Eine kanadische Produktion über einen Verbrecher im 16. Jahrhundert, der sich in der noch französischen Kolonie als inzwischen toten Priester ausgibt, der gleichzeitig ein erfolgreicher Werwolfjäger war. Leider fehlt ihm für beides das Wissen bzw. Talent und so kommt er recht schnell in große Schwierigkeiten.

Für diesen Film hatte ich mich entschieden, weil gleichzeitig S01E01 von “The Walking Dead” lief, die ich bereits kannte. Daher war der Film mehr eine Notlösung, jedoch hat er mich positiv überrascht. Temporeicht und spannend erzählt hat er mich gut unterhalten, obwohl ich von Werwolfstories in historischer Umgebung meist nicht so angetan bin. Wertung: 5/10

The Dead

Als zweiten Film gab es dann eine Zombieapokalypse in Afrika. Ein Ingenieur ist der einzige Überlebende eines Evakuierungsfluges und schlägt sich zusammen mit einem afrikanischen Soldaten durch die Wüsten und Steppen. Die ungleichen Partner müssen sich dabei Zombies, Wasser-, Essen- und Benzinmangels erwehren.

Auch dieser Film hat mich positiv überrascht. Ich hatte nicht besonders viel erwartet, da viele neuere Zombiefilme recht ähnliche Impulse setzen. Dieser jedoch orientiert sich mit seinen langsam schlurfenden Zombies an älteren Produktionen und schafft mit dem ungewöhnlichen Setting in Afrika, also fernab von westlicher Zivilisation, eine ganz eigene Athmosphäre. Definitiv eines der kleineren und unerwarteten Highlights. Wertung: 7/10

The Woman

Einer der Filme, auf die ich nach Sichtung des Trailers und der Kontroverse in Sundance definitiv gewartet habe. Ein Mann findet im Wald eine unzivilisierte Frau, die in der Wildnis lebt. Er fängt sie ein, nimmt sie mit nach Hause und sperrt sie in den eilig dafür vorbereiteten Keller, wo er sie seiner Familie präsentiert und beschließt sie zu zivilisieren.

Wow, ein so gewalttätiger Film ist mir lange nicht untergekommen. In der Begrüßung bereits formuliert mit “Wenn ein Film als der gewalttätigste des Festivals angekündigt wird, ist die Hütte voll.”, was definitiv den Tatsachen entsprach. Der Film war nahezu ausverkauft und es gab Gewalt auf den verschiedensten Ebenen. Zudem schafft es der Film,nach einer zunächst sehr ruhigen Hälfte dann noch bösartiger zu werden, als man bis dahin erwartet hätte. Absolutes Must-See und eines meiner persönlichen Highlights. Wertung: 9/10

Super

Hier geht es um Superhelden. Wie bei Kick-Ass jedoch eher um Wannabe-Superhelden. Der Protagonist beschließt dank einer göttlichen Eingebung, nachdem seine Frau für einen Anderen verlassen hat, einen Superhelden zu kreieren und mit dieser Identität das Verbrechen zu bekämpfen. Nachdem er einen Namen (The Crimson Bolt), ein Kostüm und eine Waffe hat, bekommt er schließlich noch einen Sidekick (Boltie), stellt jedoch fest, das Verbrechensbekämpfung nicht so einfach ist.

Und gleich noch ein toller Film hinterher. Der Film schafft, was Kick-Ass nicht geschafft hat. Er ist gleichzeitig witzig, nachdenklich und unheimlich unterhaltsam, was nicht zuletzt an den hervorragenden Schauspielern, allen vorran Ellen Page, liegt.

Zudem gab es noch, da der Regissseur vor Ort war, ein sehr interessantes Q&A. Wertung: 8/10

Largo Winch II – The Burma Conspiracy

Anschließend hab ich mich gegen die vermutlich größte Produktion des Festivals, “Cowboys & Aliens” und für die belgische Comic-Verfilmungs-Fortsetzung, Largo Winch II entschieden, da ich damit rechne, dass es unwahrscheinlicher ist, diesen ansonsten nochmal im Kino zu sehen.

Der Film beginnt nach dem ersten Teil, dieser ist allerdings nicht zwingend für ein Verständnis notwendig. Largo Winch, Erbe der W-Unternehmensgruppe, beschließt diese zu verkaufen und mit dem Erlös eine Stiftung zu Gunsten von humanitären Projekten zu gründen. Leider schafft er sich damit viele Feinde und so hat er bald ein Ermittlungsverfahren des UN-Strafgerichtshofs am Hals, der er wegen Jahre zurückliegenden Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Burma bezichtigt wird, in die sein Vater verwickelt gewesen sein soll. Er muss nun alles daran setzen, seine Unschuld zu beweisen, was sich jedoch nicht ganz einfach darstellt.

Largo Winch ist einfach großartig. Die Filme wirken auf mich wie eine Mischung aus dem alten James Bond, Indiana Jones und etwas Wirtschafts-Thriller. Die Handlung ist temporeich und nicht linear erzählt, so gibt es immer wieder Sprünge zwischen verschiedenen Zeitebenen. Ein großer Pluspunkt ist der Charakter des Gauthier, der mich ein wenig an Marcus Brody aus Indiana Jones errinnert, wie er ein wenig unbeholfen und etwas orientierungslos durch Südostasien reist. Alles in allem ein toller Action-Thriller, wenn man den ersten Teil mochte, wird man diesen auch mögen. Wertung: 7/10

Red State

Zum Abschluss gab es dann noch ein wenig Redneck-Fundi-Christen-Bashing von Kevin Smith. Eine komplett andere Art von Film als seine früheren Werke, aber nicht weniger grandios.

Die Handlung ist in den Südstaaten angesiedelt und dreht sich um eine der Westboro Baptist Church nicht ganz unähnlichen Gemeinde/Familie, die allerdings ein bischen schießwütiger ist, ansonsten aber genauso gegen Homosexuelle und den allgemeinen Werteverfall hetzt. Zudem entführt sie ihrer Meinung nach unmoralische Menschen und richtet sie hin. Die aktuellen Opfer leisten jedoch Gegenwehr und dann tauchen auch noch Bundesagenten auf…

Midnight Madness at its best. Man kommt aus dem Kopfschütteln über diese Verwirrten garnicht mehr heraus. Allen vorran der Prediger und Großvater der Familie macht einen erschreckenden Eindruck. Als dann die Situation durch das Eintreffen der Agenten eskaliert, bekommt man auch noch eine tolle Schießerei und schließlich einen witzigen Epilog, an dem man eindeutig die Handschrift Kevin Smith’ wiederfinden kann. Wertung: 9/10

Morgen dann nach kaum Schlaf die folgenden Filme:

  • False Trail
  • F
  • Stake Land
  • The Divide
  • The Holding

Geschrieben am 22.08.2011 von flow666

Fantasy Filmfest 2011, Tag 4

Und ein weiterer Tag ist vergangen, den ich im Kino verbracht habe. Die heutigen Filme im Überblick:

The Innkeepers

Der erste Film des Tages war einer derer, auf die ich mich im Vorfeld sehr gefreut habe und ich wurde auch nicht enttäuscht. Der Regisseur Ti West war bereits vor zwei Jahren mit zwei guten Filmen auf dem Festival vertreten, zum einen Cabin Fever 2 und den von mir sehr geschätzten House of the Devil, dementsprechend hatte ich auch eine gewisse Erwartungshaltung. Diese wurde auch nicht enttäuscht.

Der Film handelt von einem Hotel, welches bald abgerissen werden soll. Am letzten Wochenende an dem es geöffnet ist, sind noch zwei Angestellte, Claire und Luke, im Haus, die die wenigen verbliebenen Gäste versorgen (sollen). Die beiden vertreiben sich ihre Zeit allerdings mehr damit, angebliche Spukereignisse im Haus zu ergründen, was kein gutes Ende zu nehmen verspricht.

Zu Beginn errinnert einen, wie ich bereits auf Twitter gelesen habe, die Szenerie sehr an “Clerks” im Hotel. Die beiden Angestellten vertreiben sich die Zeit mit Belanglosigkeiten und veranstalten eine Menge Blödsinn in den leeren Räumen. Im weiteren Verlauf nimmt der Film dann allerdings ernstere Töne an. Die Mischung ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen, ich hatte enorm viel Spaß und trotzdem war das Ende überaus gruselig. Wertung: 8/10

Get Shorty

Als inoffizieller Vorfilmaussucher der Nacht im Universum konnte ich mir auch dieses Jahr die Kurzfilmreihe nicht entgehen lassen. Und es waren wieder so einige großartige Werke dabei.

The Unliving (Återfödelsen)

Eine Zombieapokalypse in Schweden. Die Schweden sind aber clever und lassen die Zombies dank eines neuen Medikamentes für sich arbeiten. Einer der dafür zuständigen “Ärzte” bekommt allerdings einen Gewissenskonflikt. War ganz nett anzuschauen, allerdings etwas lang (ca. 30 Minuten) und inhaltsarm. Die Idee an sich ist jedoch gut.

Hungry Hickory

Ein neuer Film des Machers von “He dies at the End”. Ein irischer Kurzfilm, in dem eine junge Frau von einer Tür am Fußende des Bettes in einer alten Pension belästigt wird. Erzeugt mit sehr einfachen Mitteln einen hohen Suspense-Faktor und ist einfach nur klasse :-)

Dance with the Devil (La Terrible Malediction)

Eine Frau liefert sich ein Wettrennen mit einem Zombie, der nicht mehr so richtig Lust auf seine Tätigkeit hat. Unterhaltsame Komödie, die mit der vierten Wand spielt und dadurch hohes Interesse hervorruft. Hat allerdings ein paar Längen.

Sabrina

Ein mit sehr niedrigem Budget gedrehter Film, der von einem Mann erzählt, der mit seinem “Mitbewohner” nicht mehr zufrieden ist und ihn wegen seiner neuen “Freundin” loswerden will. Klasse Idee, super umgesetzt.

Bloody Christmas 2 – The Rise of the Christmas Trees

Die Fortsetzung eines Kurzfilms, der von der Rache der Weihnachtsbäume erzählt. Diesmal wird einer rücksichtslos überfahren, woraufhin er sich an der Autofahrerin rächt und kurz darauf das Krankenhaus, in dem sie eingeliefert wurde, in ein Blutbad verwandelt. Durchaus kurzweilig und unterhaltsam.

The Peacock’s Eye (L’Oeil du Paon)

Ein französischer Stock-Motion Film, von einem Mann und einer Frau und vielen Trophäen an der Wand. Leider fehlten hier die Untertitel, sodass man nicht so richtig folgen konnte, aber mir kam der Film auch so sehr langatmig und anstrengend vor.

Judas & Jesus

Ein deutscher animierter Kurzfilm, der die Geschichte von Jesus… ziemlich respektlos erzählt :D Leider gab es nach einigen Minuten technische Schwierigkeiten mit der DCP-Kopie, aber evtl. wird, wenn eine neue Kopie beschafft werden kann, der Film nochmal nachgeholt. Das was ich aber gesehen habe, war definitiv ein Highlight.

Blood Snow

Ehm… ein Film über die Eigenschaft von Blut als künstlerisches Gestaltungsmittel im Schnee. Ein wenig merkwürdig, aber ganz nett.

Brutal Relax

Ein weiteres Highlight. Ein offenbar zu Gewaltausbrüchen neigender Mann wird von seinem Arzt in den Urlaub geschickt. Am Strand wird er leider von einer Horde Wassermonster überrascht, die die anderen Urlauber dezimieren. Das lässt ihn ziemlich kalt, aber als seine Musik auf dem Walkman nicht mehr läuft, reicht es ihm und die Wassermonster haben ein Problem.

Superlustiger Film für alle Freunde von viel Blut und Körperteilen. Mein Sitznachbar gehörte offenbar nicht zu der Gruppe, er schaute etwas entgeistert, als (Vorsicht, Spoiler) der Mann die Wassermonster mit den Resten von einem Kind verprügelte. Sah aber lustig aus :D

Julia X – 3D

Mein zweiter 3D Film bei diesem Festival und anders als “Hybrid 3D” letztes Jahr, kein schlechter: Ein Internetdate von Julia geht etwas schief, als sie in die Fänge eines sadistischen Killers, gespielt von Kevin Sorbo, gerät. Jedoch hat dieser keine Ahnung, worauf er sich eingelassen hat.

Viel mehr sollte man nicht verraten, da es so einige Überraschungen für den Zuschauer gibt. Mich persönlich hat es ein wenig an “The Loved Ones” aus dem letzten Jahr errinnert, auch wenn Julia X nicht ganz daran heranreichen kann. Trotzdem ein schöner Film mit okay-en 3D Effekten. Wäre ohne aber auch kein Verlust gewesen. Pop Out Effekte gab es viel zu wenig ;-) Wertung: 6/10

Perfect Sense

Anschließend gab es für mich das Centerpiece. Ein Film über eine Epidemie, die den Menschen weltweit nach und nach die Sinne nimmt. Zunächst verlieren sie den Geruch, danach den Geschmack und schließlich Hören und Sehen. Jede Stufe wird durch massive Gefühlsausbrüche angekündigt. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein Paar, Michael und Susan, hervorragend gespielt von Eva Green und Ewan McGregor, die vom Verlust ihrer Sinne nicht verschont bleiben. Jedoch ist das nicht der Kern der Geschichte, sondern vielmehr die Art und Weise, wie die Menschen mit der Situation umgehen. Meiner Meinung nach einer der bewegendsten Darstellungen des Endes der Zivilisation seit langem, die komplett ohne Explosionen oder Zombies auskommt. Ein ruhiger Mittelpunkt des Festivals der für das Centerpiece perfekt geeignet ist. Wertung: 7/10

Jedoch muss ich an dieser Stelle Kritik an der Programmplanung üben, denn in Hamburg lief der Film gegen “Kill List”, der, auch laut Ansage, ebenfalls großartig sein soll, den ich nun allerdings nicht sehen konnte. Es wäre gut, wenn solche hervorgehobenen Filme ein wenig versetzt gezeigt würden – oder, wenn das nicht möglich ist, zumindest wiederholt würden.

Urban Explorer

Die zweite deutsche Produktion dieses Festivals spielt in Berlin und zwar im Untergrund. Der Film handelt von sog. Urban Explorern, die verlassene Tunnel, Industrieanlagen und andere Gebäude untersuchen. Hier begibt sich eine Gruppe von jungen Leuten mit einem Guide in die Tunnel unter Berlin, die größtenteils aus dem zweiten Weltkrieg stammen um zum “Fahrerbunker” (sic!) vorzustoßen, der ansonsten unzugänglich ist. Leider kommt es zu einem Unfall auf dem Rückweg und auch sonst lauern Gefahren in den alten Tunneln, von denen herrannahende U-Bahn-Züge die kleinste darstellt.

Mich hat der Film ein wenig an “The Descent” erinnert, da auch hier ein Großteil in der permanenten Dunkelheit unter der Erde spielt. Zwar nicht ganz so gruselig wie dieser, aber dennoch sehr spannend und packend. Der lokale Bezug zu Berlin ist zwar nicht oft zu erkennen, aber mit verschiedenen Details wird man immer wieder daran erinnert, was dem Film auch wenn er auf Englisch gedreht wurde, immer wieder an den Spielort errinnert. Wertung: 7/10

The Veteran

Den Abschluss bildete für mich heute The Veteran. Ein Ex-Fallschirmjäger der Britischen Armee kehrt aus Afghanisten nach London zurück und findet sein Viertel in der Hand von Gangs wieder. Zudem heuert ihn der Geheimdienst an, um islamistische Terrorzellen auszuschalten.

Was ein brutaler Thriller zu werden verspracht, hielt dies auch größtenteils. Auch wenn ich mir nach der Bescheibung im Programmheft noch etwas mehr erhofft habe, ging man hier relativ schnell gut zur Sache. Im Programmheft wurden Bezüge zu “Harry Brown” und zu Jack Bauer aus “24″ hergestellt, die nicht ganz unberechtigt erscheinen. Als Abschluss des Tages bestens geeignet (auch wenn er mich im Endeffekt 12 Euro fürs Taxi gekostet hat, weil meine Mitfahrgelegenheit zum Hotel bereits vor dem Film gefahren ist). Wertung: 6/10

Morgen, und damit sind wir schon auf der zweiten Seite des Timetables, gibt es dann einige der Filme, die ich am meisten erwartet habe:

  • Hair of the Beast
  • The Dead
  • The Woman
  • Super
  • Largo Winch II
  • Red State

Und wir kriegen Besuch aus der Heimat, yay! ;-)

Geschrieben am 21.08.2011 von flow666

Fantasy Filmfest 2011, Tag 3

Und schon wieder ein weiterer Tag vorbei. Die Filme im Einzelnen:

In Your Hands

Ein französischer Entführungsthriller mit Kristin Scott Thomas in der Hauptrolle, der sich mit dem Stockholm-Syndrom auseinandersetzt. Überwiegend spielt der Film in einem einzigen Raum und beschränkt sich auf die Opfer-Täter-Beziehung. In sofern ist er sehr bedächtig erzählt und zieht sich leider ein wenig in die Länge. Für die Mittagszeit kein schlechter Film, da er sehr unaufgeregt ist, man verpasst jedoch auch nicht viel, wenn man ihn nicht sieht. Wertung: 4/10

Yellowbrickroad

Puh. Dieser Film war bisher die größte und unnötigste Enttäuschung dieses FFF bisher. Als ich zuerst davon gehört habe und den Trailer zum ersten Mal gesehen habe, war ich sehr interessiert, diesen Film zu sehen. Auch die Warnungen in den Foren hab ich in den Wind geschlagen, weil mit der Thematik kann man eigentlich garnichts falsch machen. Die Prämisse ist auch gar nicht schlecht: Vor vielen Jahren verschwanden die Einwohner eines Dorfes in New Hampshire, nachdem sie sich alle auf einen kleinen Pfad ins Gebirge begaben. Viele Jahre danach, quasi heute, macht sich eine Gruppe von, nun ja, Leuten, auf, um dieses Geheimnis zu untersuchen.

Im folgenden könnten einige Spoiler vorhanden sein: Leider wird das Potenzial überhaupt nicht genutzt. Die Gruppe kommt in der Stadt an, in der komischerweise GPS und Kompass verrückt spielen. Nach ein wenig Überzeugungsarbeit gewinnen sie die Popcornverkäuferin des lokalen Kinos dazu, ihnen den Pfad zu zeigen und sie machen sich auf, dem Pfad zu folgen. Unterwegs beginnt plötzlich Musik aus den 40er Jahren, dem Zeitraum des Verschwindens, zu ertönen. Ja, mitten im Wald. Ohne Grund. Uhh, scary. Mag es jedenfalls gemeint sein – ist es nur leider nicht, es wirkt völlig deplaziert und blöde. Die Gruppe wandert dann immer weiter durch die zugegeben schönen Landschaften, bis der Kartograph seiner Frau ein Bein abhackt, weil die ihm den zuvor gefundenen alten Hut weggenommen hat. Von da an eskalieren die Ereignisse vor sich hin, die einem aber völlig egal sind, weil der Film bis dahin schon alles falsch gemacht hat, was möglich war. Vom Schicksal der Dorfbewohner erfährt man nichts, jedenfalls nichts aussagekräftiges. Am Ende gibt es dann noch einen halbherzigen Erklärungsversuch, der aber total aufgesetzt wirkt und nichts mehr retten kann. Wertung: 2/10 (wegen der Landschaften und der Grundthematik)

A Lonely Place To Die

Als Entschädigung gab es danach einen hervorragenden Thriller, der im Norden Schottlands spielt. Es geht um mehrere Bergsteiger, die in der Einsamkeit der Highlands ein kleines Mädchen in einem Erdloch finden, die dort offenbar gefangen gehalten wird. Wie es gute Briten nunmal machen, beschließen diese das Kind zu retten und ins nächste Dorf zu bringen, was sich als nicht so einfach darstellt, da der normale Weg etwa 20 Kilometer beträgt. Es gibt jedoch eine Abkürzung über eine Steilwand, sodass die Gruppe sich aufteilt und zwei der Bergsteiger, die Steilwand hinabsteigen wollen um die Polizei im Dorf zu informieren. Leider haben die beiden Entführer, die das Mädchen in das Erdloch verbracht haben etwas dagegen und beginnen die Gruppe zu dezimieren.

In diesem Zeitslot musste ich lange überlegen, ob ich mir Hesher anschaue oder eben A Lonely Place To Die. Offenbar war Hesher ebenfalls sehr gut, sodass man sich gar nicht falsch entscheiden konnte. Ich habe mich jedenfalls sehr gut unterhalten gefühlt und die großartigen Landschaftsaufnahmen im Verlauf des Films waren Grund genug, sich diesen im Kino anzusehen. Aber auch die Geschichte ansich war spannend und mit guten Darstellern besetzt. Definitv zu empfehlen. Wertung: 9/10

Hell

Als vorletzten Kandidaten gab es eine deutsche Produktion, die komplett ausverkauft war.Die Dystopie erzählt von einer möglichen Zukunft im Jahre 2016, in der auf Grund von Sonnenstürmen die Temperatur ansteigt und die Erde kaum noch bewohnbar ist. Die Sonne blendet extrem bei Tag und verbrennt Pflanzen und schädigt Menschen, die sich zu lange darin aufhalten. In dieser Zeit ist eine junge Frau mit ihrer kleinen Schwester und einem Mann in dessen Auto unterwegs, auf der Suche nach einer besser bewohnbaren Zone. Die Reise wird jedoch jäh von der örtlichen Landbevölkerung unterbrochen, die etwas gegen ihre Weiterfahrt einzuwenden hat.

Ein deutscher Genrefilm ist schon eine bemerkenswerte Seltenheit, zumal dieser Film durchaus hochkarätig besetzt ist. In den Hauptrollen finden sich Hannah Herzsprung und Angela Winkler. Auch ansonsten ist dieser Film durchaus positiv zu erwähnen. Auch wenn die Geschichte an sich nicht besonders neu oder originell ist, schafft sie es, gut zu unterhalten. Der Einsatz der Wackelkamera ist entgegen den -gefühlt- vielen Stellen im Trailer erfreulich gering und die überbelichteten Szenen in der prallen Sonne sind ebenfalls nicht übermäßig häufig eingesetzt. Besonders schön fand ich, dass man Deutschland als Handlungsort an kleinen Details wie einer Tankstelle oder Produktnamen erkennen konnte, was eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Spielorten – Großbritannien und den USA – darstellt.

Die Vorführung fand in Anwesenheit des Regisseurs statt, der vor allem auf Grund seiner Aufregung vor dem Publikum zu sprechen sehr sympatisch wirkte. Im Anschluss gab es noch ein Q&A mit dem Regisseur und seinem Co-Autor, das insgesamt recht aufschlussreich war. So wissen wir nun, dass die Dreharbeiten nicht für einen Waldbrand auf Korsika verantwortlich waren ;-) Gut fand in die Reaktion des Regisseurs auf eine Frage bezüglich der Aussage des Films. Er bezog sich dabei auf ein Interview mit dem jungen Roman Polanski, der auf die gleiche Frage geantwortet haben soll: “Wenn ich eine Nachricht transportieren wollte, wäre ich bei der Post.” Wertung: 8/10

Saint

Den Tagesabschluss bildete schließlich Saint, ein schöner niederländischer Weihnachts- Nikolausfilm. Laut diesem Film war St. Nikolaus kein freundlicher Mann der Geschenke verteilt, sondern ein böser Bischof, der am 5. Dezember Kinder ermordet und mitnimmt. Leider fanden das im 16. Jahrhundert die Leute nicht so lustig und zündeten ihm sein Boot mit ihm drauf an. Seitdem kommt er immer dann zurück, wenn am 5. Dezember Vollmond ist. Im heutigen Amsterdam passiert dies leider wieder einmal und verschiedene Einwohner, allen vorran ein Schüler, der auf dem Weg zu einem Auftritt als Nikolaus ist sowie ein Polizist, der bei dem vorherigen Nikolaus-Vollmond-Zusammentreffen seine Familie verloren hat, machen sich auf, dem Treiben ein Ende zu bereiten.

Saint war eine kurzweilige schwarzhumorige Horror-Komödie, die für die Midnight Madness Reihe genau richtig war. Ein mordender Nikolaus, Niederländer mit ihrer lustigen Sprache (Sorry! :D ) und ein paar hübsche Nebendarstellerinnen. Zudem noch besonders spaßig mit einem Publikum das bei den entsprechenden Szenen auch noch lacht. Definitv eine Empfehlung wert. (Wäre vielleicht auch was für die ENiU im Dezember, @n0d0n. Hint Hint. :-) ) Wertung: 7/10

So weit für heute. Morgen gibt es dann:

  • The Inkeepers
  • Get Shorty
  • Julia X – 3D
  • Perfect Sense
  • Urban Explorer
  • The Veteran

Geschrieben am 20.08.2011 von flow666

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